CAESAR 2022: So kreativ ist Oberösterreich

Vom Ein-Personen-Unternehmen bis zur großen Agentur – beim Caesar Werbepreis können all jene gewinnen, die sich durch Exzellenz ihrer kreativen Leistung auszeichnen. Wir haben mit zwei Gewinnern der vergangenen Ausgabe des Preises gesprochen und beide waren sich einig: Die Teilnahme am Caesar bringt nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch einen Vertrauensvorschuss und Glaubwürdigkeit in der Branche mit sich.

Der erste Blick fällt sofort auf die vielen Trophäen im Regal. Davon gibt es einige im Büro von Michael Holzer. Dass der Grafikdesigner schon bei mehreren Ausgaben des Caesar Werbepreises mit seinen Designprojekten erfolgreich sein konnte, war für ihn am Anfang eine große Überraschung. Immerhin hatte er als Ein-Personen-Unternehmen bei weitem nicht die Kapazitäten für die Einreichungen wie große Agenturen. Warum er sich dennoch durchsetzen konnte? „Ich denke, ich kann gut zuhören und stelle die richtigen Fragen an den richtigen Stellen. Einen wichtigen Teil spielen natürlich die Kund:innen selbst. Es geht oft darum, wie viel Spielraum man bekommt, Ideen umzusetzen, und wie gut die Kommunikation ist. Die besten Projekte entstehen immer dann, wenn von Beginn an gemeinsam an Strategien und Lösungsansätzen gearbeitet wird“, erklärt Holzer. Er ist auf Branding und visuelle Identitäten spezialisiert und schafft es, seine Projekte grafisch und ästhetisch auf den Punkt zu bringen.

Der Preis stärkte für ihn die Vernetzung innerhalb der Branche. So wickelt er nun auch gemeinsame Projekte mit Agenturen und Studios ab. Responsive Spaces ist eines davon. Geschäftsführer Markus Pargfrieder zeigt uns eine futuristische Installation mit Neonröhren im neuen Büro in der Grand Garage. Seine Begeisterung dafür steckt an. Für das junge Designstudio war der Gewinn in der Kategorie „Point of Sale“ 2020 eine große Bestätigung seiner Arbeit. Das Designstudio nutzt digitale Technologien, um Markenerlebnisse im realen Raum zu schaffen. Dabei bewegen sich die dreizehn Mitarbeiter:innen bewusst weg von Standardkanälen. Bei manchen Awards passen die Projekte des Studios deswegen nicht in die klassischen Kategorien. Der Caesar bietet hingegen mit Point of Sale eine Kategorie, die vieles zulässt. „Awards wie der Caesar sind nicht nur eine Bestätigung für die Mitarbeiter:innen, dass sie gute Arbeit geleistet haben, sondern sie verschaffen auch eine große Sichtbarkeit innerhalb der Branche“, weiß Pargfrieder und blickt stolz auf die Auszeichnungen im Regal hinter ihm.

Ein wichtiger Vertrauensvorschuss

Durch den Gewinn beim Caesar häuften sich auch bei Michael Holzer neue Kundenanfragen. Für ihn ist der Werbepreis vor allem eine Selbstbestätigung. Außerdem erhielt er sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Kund:innen dadurch einen großen Vertrauensvorschuss. Und auch als Arbeitgeber wurde er plötzlich interessant. Sein Rat an Bewerber:innen für den diesjährigen Caesar: „Am wichtigsten ist eine gute Idee, die inhaltlich und grafisch gut argumentierbar ist. Und man sollte seine Projekte vorselektieren und wirklich nur die besten einreichen, von denen man auch selbst überzeugt sei – diese dafür aber dann möglichst gut aufbereitet.“

Und was ist das Erfolgsrezept von Markus Pargfrieder? „Einen Werbepreis gewinnt man, indem man nicht versucht, einen Werbepreis zu gewinnen.“ Das bedeutet, Einreichprojekte nicht künstlich aufzuhübschen, sondern erfolgreiche Projekte ehrlich darstellen. Der Caesar ist in der Branche sehr bekannt. Das liegt laut Pargfrieder vor allem daran, dass das Netzwerk Werbung, das den Preis vergibt, einiges für das eigene Branding getan hat und den Gewinner:innen eine große Plattform bietet.

Der Caesar hat eine große Bekanntheit und Wertigkeit in der Branche.

Markus Pargfrieder Geschäftsführer, Responsive Spaces

Durch den Gewinn erhält man einen Vertrauensvorschuss von Kund:innen.

Michael Holzer Gründer, Michael Holzer Grafik. Möbel. Design.

Große Aufmerksamkeit und Anerkennung

„Alleine schon durch die Teilnahme gewinnt man eine große Publizität bis in den Spätherbst hinein. Deswegen ist man schon Topgewinner:in, sobald man zu den Nominierten zählt“, ist Christof Schumacher, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKOÖ, überzeugt. Der Erfolg der oberösterreichischen Gewinner:innen beim Bundesbewerb, dem Austriacus, spricht für die Kraft der oberösterreichischen Kreativ- und Kommunikationswirtschaft.

Darüber hinaus ist der Caesar auch von großer Relevanz für die oberösterreichische Wirtschaft. „Die Wirtschaft steht vor enormen Herausforderungen. Ausgezeichnete Kommunikationslösungen sind es, die Herausforderungen überwinden und Wege aus der Krise erschließen“, betont Doris Hummer, Präsidentin der WKOÖ. Ein Gewinn beim Caesar bietet neben der Anerkennung innerhalb der gesamten Branche auch eine Orientierung für den Standort des eigenen Unternehmens. Für Hummer zeigt der Caesar klar, wie stark und kreativ die Werbeszene in Oberösterreich ist: „Die heimischen Unternehmen der Werbewirtschaft sind hochkarätige Ansprechpartner in unmittelbarer Nähe, deren Leistungen auch regelmäßig österreichweit ausgezeichnet werden.“

Kreativ, unangepasst und schräg

Was haben Gewinner:innen des Werbepreises gemeinsam? Christof Schumacher bringt es auf den Punkt: „Ein hohes Maß an Kreativität, eine Unangepasstheit und eine gewisse Schrägheit. Die Gewinner:innen sind mit Sicherheit Trendsetter:innen im Hinblick auf Kommunikation und kommunikative Umsetzung.“ Er geht davon aus, dass 2022 das bisher erfolgreichste Caesar-Jahr werden wird. Neben den zwölf bestehenden Kategorien wird es eine eigene Nachhaltigkeitskategorie geben. Pro Unternehmen sind die ersten drei Einreichungen kostenlos. Die Einreichfrist endet am 30. Juni 2022.

Was spricht gegen eine Teilnahme am Caesar 2022? „Gar nichts!“, ist Markus Pargfrieder überzeugt. „Der Caesar ist der oberösterreichische Werbepreis, er hat eine Wertigkeit, die über Oberösterreich hinausgeht, er ist unkompliziert in der Einreichung und es passiert eine Menge Kommunikation rundherum.“ Übrigens werden sowohl Responsive Spaces als auch Michael Holzer beim diesjährigen Werbepreis wieder mehrere Projekte einreichen. Ihre Regale mit den Trophäen werden sich wohl noch weiter füllen._

Schon als Nominierte:r zählt man zu den Topgewinner:innen.

Christof Schumacher Obmann, Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation WKOÖ

Der Caesar zeigt, wie stark und kreativ die Werbeszene in Oberösterreich ist.

Doris Hummer Präsidentin, WKOÖ

Digitale Werbe-MACHER vor den Vorhang

DIE MACHER unterstützt im Rahmen des diesjährigen Caesar Werbepreises die heimische Werbeindustrie durch die Patronanz der Awardkategorie Digital (Innovations). Die Gewinner:innen der Kategorie erhalten einen Gutschein im Wert von 10.000 Euro für redaktionelle Medienleistung im Magazin DIE MACHER.

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