„Häng dich rein!“

Frauen an der Spitze? (K)ein Thema bei LeitnerLeitner. Nikola Leitner-Bommer, Rechtsanwältin bei Leitner Law Rechtsanwälte, und Maria Schlagnitweit, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin bei LeitnerLeitner, erzählen, warum Frauen ihren (Karriere-)Weg selbst in der Hand haben.

Das Lieblingsbild von Maria Schlagnitweit zeigt einen Blumenstrauß. „Ich mag es, weil starke Farben dafür verwendet wurden.“ Als Analogie zu ihrem Beruf hat es einen passenden Platz im Büro der Wirtschaftsprüferin gefunden. „Wir sind ein buntes, starkes Team mit unterschiedlichen Charakteren und haben für jede Disziplin Experten.“ Kollegin Leitner-Bommer erklärt: „Für jedes Anliegen unserer Mandanten werden die passenden Blumen aus dem Strauß beider Kanzleien genommen und ein passendes Ensemble wird ausgewählt.“ Berufsrechtlich sei man zwar getrennt, man arbeite jedoch sehr eng zusammen und komme damit „rasch auf flexible und unkomplizierte Lösungen“, so Schlagnitweit. Steuerzentrierte Unternehmensberatung gepaart mit juristischem Fachwissen sieht man als den USP der Kooperation beider Kanzleien. Leitner-Bommer: „Wir kennen und verstehen die Geschichte der Unternehmen und die private Situation unserer Mandanten und können gezielt darauf eingehen.“ Als Rechtsanwältin und Partnerin bei Leitner Law Rechtsanwälte am Linzer Standort berät sie mit ihren Kollegen Privatpersonen sowie Unternehmer in Gesellschafts- und Konzernrecht, Stiftungs-, Arbeits- und Liegenschaftsrecht und bei Unternehmensnachfolgen. Kollegin Schlagnitweit ist Partnerin bei LeitnerLeitner. „Ich sehe mich als generalistische Beraterin. Mein Schwerpunkt liegt auf Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung und auf Stiftungen. Ich betreibe ganzheitlich Unternehmenssteuerrecht, das ist meine Stärke und Leidenschaft.“Am Linzer Standort beschäftigt man bei Leitner Leitner aktuell circa 300 Mitarbeiter, 74 Prozent davon sind weiblich. „Bereits in den 1990er Jahren, als mein Vater noch junger Geschäftsführer war, waren drei Viertel aller Mitarbeiter Frauen“, erzählt Leitner-Bommer.

Familie und Karriere? Check!

Aufholbedarf habe man laut Schlagnitweit bei LeitnerLeitner noch etwas auf Partnerebene, wo erst ein Viertel aller Partner weiblich ist. Bei den Anwälten von Leitner Law Rechtsanwälte ist ein 50-zu-50-Verhältnis erreicht. Glücklich ist man am Linzer Standort über die Möglichkeiten, Beruf und Familie gut zu vereinbaren: „Wir haben eine Tätigkeit, die sich flexibel erledigen lässt, und wir sind weder orts- noch zeitgebunden, sondern orientieren uns an Mandantenwünschen“, so Schlagnitweit. Teilzeit- und flexible Arbeitsmodelle sind längst Realität, eine Inhouse-Kinderbetreuung, Ferienprogramme und eine Kantine, aus der man auch vorgekochte Mahlzeiten mit nach Hause nehmen kann, würden zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf maßgeblich erleichtern. Auch Teilzeitpartnerschaften sind seit Kurzem möglich. Schlagnitweit dazu: „Man muss das Mindset in den Köpfen ändern, das haben wir bei uns geschafft.“

Das Erfolgsgeheimnis? Der Wille.

Eine Aufgabe, die beide Frauen noch längst nicht als grundsätzlich erledigt sehen. Leitner-Bommer dazu: „Karriere als Frau zu machen ist nach wie vor für viele eine Herausforderung.“ Frauen mehr zu fördern habe sich Schlagnitweit schon vor Jahren als Ziel gesetzt. 2015 wurde der Ladies Business Lunch gegründet. „Das ist eine Plattform für Frauen, wo sie gehört werden und eine Bühne haben.“ Doch wäre es nicht besser, Frauenthemen in Veranstaltungen zu diskutieren, an denen auch Männer teilnehmen? „Manche Frauen trauen sich stärker über gesellschaftliche oder berufliche Herausforderungen zu sprechen, wenn sie unter sich sind“, so Schlagnitweit. An die Themenauswahl des ersten Treffens erinnert sie sich gerne zurück: „Ich habe von Nikola (Anm.: Leitner-Bommer) das beste Buch geschenkt bekommen, das ich in meinem Leben je gelesen habe, und die wichtigsten Aussagen daraus für den ersten Ladies Business Lunch entnommen: das Buch ‚Lean-in‘ von Sheryl Sandberg. Die zentrale Botschaft darin lautet: Häng dich rein. Es liegt an jeder Frau, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.“_

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