Und wie sehen SIE die Zukunft?

Sie wussten es in der Vergangenheit und sie wissen es im Hier und Jetzt – wie man erfolgreich managt. Deshalb wurden sie allesamt mit dem Titel „Managerin des Jahres“ ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, die von der VKB-Bank 1998 ins Leben gerufen wurde und seither alle zwei Jahre an eine Frau mit herausragender Karriere verliehen wird. An bislang zehn Oberösterreicherinnen – neun von ihnen blicken für uns in die Zukunft.

Christine Hödlmayr-Gammer / Business Coach / Managerin des Jahres 1998

GleichberechtigungIch glaube, es wird 2047 immer noch Gegenden und Organisationen geben, wo Gleichberechtigung noch nicht gelebt wird. Aber für den Rest der Welt bin ich optimistisch. Generell sollten wir mehr Zuversicht an den Tag legen – egal ob es um das Zusammenspiel von Mann und Frau oder von Mensch und Maschine geht.

HerausforderungenSowohl in der Vergangenheit als auch in Zukunft war und ist eine der größten Herausforderungen die Selbstverantwortung: Für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht andere zu beschuldigen. Das Leben ist ein Veränderungsprozess, das war immer so. Auf diese Veränderungen, selbst wenn es Katastrophen sind, muss ich mich einstellen, die Tatsachen annehmen können und mich dann nicht im Problem bewegen, sondern sehr schnell nach einer Lösung suchen.

WünscheIch hoffe, dass wir uns mehr mit den Chancen und weniger mit den Risiken beschäftigen werden, damit sich mehr Menschen etwas zutrauen. Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Ingeborg Rauchberger / Management-Trainerin, Autorin / Managerin des Jahres 2000

GleichberechtigungEinerseits ist in den letzten 50 Jahren viel geschehen: Kaum ein Mann erwartet mehr, dass ihm abends die wohlfrisierte Hausfrau die Schlapfen bringt. Andererseits beschäftigt kaum ein börsennotiertes Unternehmen eine Frau in der Geschäftsführung oder im Aufsichtsrat. Wenn wir in den nächsten 30 Jahren in diesem Tempo weitermachen, dann werden wir selbstverständlich noch die gleichen Diskussionen wie heute haben. Ob die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser gelebt werden kann, hängt auch von den Rahmenbedingungen ab, welche Politik und Arbeitgeber bieten. Hier machen mir neben männlichen Frauen-an-den-Herd-Bewegungen auch junge Politikerinnen Sorge, die mit einem „Ich habe es ja auch geschafft!“ die Probleme kleinreden.

HerausforderungenAuch wenn ich Herausforderungen nicht liebe, solange sie mich Nerven und Energie kosten, so hat mich deren Bewältigung doch zu dem gemacht, was ich heute bin. Vor die größten Herausforderungen habe ich mich stets selbst gestellt, indem ich es für möglich gehalten habe, gleichzeitig erfolgreich Mutter, Führungskraft und Autorin zu sein.

WünscheAls Optimistin sehe ich eine Männergeneration heranwachsen, für die ein partnerschaftliches Miteinander selbstverständliche Realität ist. Und ich sehe eine Frauengeneration, die auf Augenhöhe gleiche Rechte und auch Pflichten übernimmt. Ich rate allen, die etwas erreichen wollen – egal ob Frau oder Mann: Findet etwas, das euch begeistert und dann nehmt es in Angriff! Aber vergesst nie, dass wir nur ein Leben haben und räumt euren Partnerschaften, Familien, Freunden und nicht zuletzt euch selbst genügend Raum ein.

Margund Lössl / Galeristin in Gmunden / Managerin des Jahres 2002

GleichberechtigungIch denke, dass in 30 Jahren immer noch die Frauen die Kinder bekommen werden und so wird eine Karriere für Frauen genauso schwierig sein wie heute. Jene, denen es gelingt, Familie und Beruf zu vereinbaren, haben immer ein großes Netzwerk innerhalb der Familie oder eben keine Kinder. Ich glaube nicht, dass es anders funktioniert, auch wenn es manchmal anders dargestellt wird. So wird die Familie immer geprägt sein vom sogenannten Geldverdiener und da sehe ich halt leider meist die Frau in der Position mit weniger Wochenstunden, um sich den Kindern zu widmen.

HerausforderungenDie größte Herausforderung war für mich, auf Kinder zu verzichten. Wobei ich glaube, dass die Situation jetzt schon sehr viel besser ist und auch in Zukunft besser wird. Darin sehe ich die größten Chancen für Frauen, weil sich die Gesellschaft schon sehr geändert hat. Ich kenne heute bereits sehr erfolgreiche Frauen, die ihre Kinder problemlos ins Unternehmen mitnehmen können.

WünscheIch wünsche mir, dass sich alle Menschen mehr an der Arbeit erfreuen, denn dann sind sie glücklich, zufrieden und erfolgreich. Und das macht auch erfolgreiche Manager aus.

Viktoria Tischler / Geschäftsführerin OÖ Hilfswerk / Managerin des Jahres 2004

GleichberechtigungAlles, was wir heute als Errungenschaften für Frauen feiern, hat mindestens Jahrzehnte gebraucht. Die Entwicklungen im Allgemeinen sind positiv. Glaubt man allerdings einer Studie des Weltwirtschaftsforums, dauert es noch 170 Jahre bis zur wirtschaftlichen Gleichstellung von Männern und Frauen, sollte es im derzeitigen Tempo vorangehen. Erst wenn in unseren Köpfen ankommt, dass auch Männer eine tragende Elternrolle einnehmen können, Frauen gleich viel verdienen wie Männer und veraltete Rollenbilder aufgebrochen sind, wird sich Gleichberechtigung flächendeckend durchgesetzt haben.

HerausforderungenEine große Herausforderung war für mich, nach der Geburt meiner Tochter bereits nach einer Woche wieder in den Job zurückzukehren. Eine längere Pause wollte ich mir nicht gönnen. Es war klar, dass ich ansonsten nicht mehr in meine Position zurückkommen hätte können. Ich denke, einen problemlosen Wiedereinstieg nach der Geburt eines Kindes zu schaffen, wird noch längere Zeit eine Herausforderung für viele Frauen, aber auch Männer sein. Hier sind Unternehmen und Politik gefragt, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Gründung einer Familie darf weder für Frauen noch für Männer ein beruflicher Nachteil sein.

WünscheMein Wunsch ist, dass sich Frauen ihrer Stärken, ihrer Ausbildung und ihrer Fähigkeiten bewusster werden und alle diese Eigenschaften auch dementsprechend selbstbewusst einsetzen. Der Glaube an sich selbst und die Willensstärke, sich auch durchzusetzen, sind unerlässlich für alle Frauen, die sich in Führungsetagen behaupten wollen!

Gertrude Schatzdorfer-Wölfel / Geschäftsführerin Schatzdorfer Gerätebau / Managerin des Jahres 2006

GleichberechtigungDas Thema Mann/Frau bleibt immer kontrovers, auch wenn in vielen Bereichen Frauen selbstverständlich sein werden. Unsere Gesellschaft wird bis 2047 noch einige größere Herausforderung bewältigen und wir Frauen werden ein wesentlicher Bestandteil dieser Veränderungen sein. Mit unserer eigenen Selbstverständlichkeit definieren und prägen wir unsere Rolle als Frau – auch in Führungspositionen. Obwohl wir im Digitalisierungs-Zeitalter leben, so ist und bleibt die Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft. Das dürfen wir nie vergessen und wir müssen unseren Kindern vorleben, wie man glücklich und gesund in einer globalisierten Welt leben kann. Eltern haben da eine Riesenverantwortung zu erfüllen und sollten bestmöglich vom Staat unterstützt werden. Stichwort Elternschule!

HerausforderungenDie größte Herausforderung war für mich bislang, den Glauben an mich selbst umzusetzen und den Kritikern und Zweiflern zu beweisen, dass „ich es kann“. Aber mit den Jahren wird man gelassener und ich behaupte, im besten Frauen-Zeitalter und im besten Land der Welt zu leben. Die wirklich großen Herausforderungen unserer Zeit liegen im miteinander Leben und Lebenlassen. Respektvoll, menschenwürdig, gleichberechtigt, sicher und frei. Auch für diese große Aufgabe haben wir Frauen einen wesentlichen Beitrag in unserer Welt zu leisten.

WünscheIch wünsche mir, dass mehr Optimismus und Eigenverantwortung in unserer Gesellschaft spürbar werden und dass Menschen, die vorne gehen, sich Ihrer Verantwortung bewusst sind und danach handeln und entscheiden. Den Managerinnen von morgen rate ich: Sei die Veränderung, die du in der Welt haben willst!

Christine Haiden / Chefredakteurin von „Welt der Frau“ und Präsidentin des OÖ Presseclubs / Managerin des Jahres 2008

GleichberechtigungIch wünsche mir, dass es in Zukunft Regelungen geben wird, die es beiden Elternteilen möglich machen, gleichermaßen Familie und Beruf zu vereinbaren.

HerausforderungenDie größte Herausforderung ist, ein lange eingeführtes Produkt ständig zu transformieren und aktuell zu halten – wir sind seit über 70 Jahren am Markt. Das Selbstverständnis von Frauen hat sich sehr verändert, ist vielfältiger geworden, und das Medienverhalten ebenso. Eine Abo-Zeitschrift für Frauen ist ein Dinosaurier und Avantgarde gleichzeitig. Die großen Herausforderungen für Menschen in 20, 30 Jahren werden darin liegen, bezahlte Jobs zu haben, nicht von Maschinen ersetzt zu werden und keine Alternative für ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu haben. Mit der Arbeitswelt wird sich auch unser Gemeinwesen und unser soziales Versorgungssystem umstellen. Da sind gute Ideen und sozialer Zusammenhalt gefragt!

WünscheMein größter Wunsch an die Menschheit ist, sich als gemeinsames Ganzes zu verstehen und die Spirale der Gewalt durch Vernunft, Verständigung und Zusammenhalt zu stoppen. Den Managerinnen von morgen rate ich, ihre Talente, ihren Einfluss und ihre Ideen zugunsten einer besseren Welt für alle Menschen einzusetzen. Das stiftet Sinn und ein Anspruch auf Führung soll ja auch mit dem Anspruch, etwas in der Welt bewirken zu wollen, verbunden sein.

Ingrid Trauner / Geschäftsführerin Trauner Verlag / Managerin des Jahres 2010

GleichberechtigungOptimistisch stimmt mich, dass Familienarbeit in der jungen Generation schon viel besser zwischen Mann und Frau aufgeteilt ist. Das schafft Freiräume für die Karriere der Frauen. Kindererziehung und Hausarbeit sind nicht nur Sache der Frauen, da gehören auch Männer in die Pflicht genommen.

HerausforderungenAm Beginn meiner beruflichen Tätigkeit – das war 1979 – war es nicht ganz einfach, Akzeptanz zu bekommen. Einen guten Ruf musste man sich als Frau damals noch hart erarbeiten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war natürlich auch ein großes Thema. Ich war nach der Geburt einige Jahre zu Hause und dann viele Jahre in Teilzeitarbeit. Man kann aber auch später noch Karriere machen. Das wird in Zukunft vielleicht noch leichter möglich sein, weil die Menschen sowieso länger arbeiten müssen. Die Herausforderungen der Zukunft werden in dem sich dramatisch ändernden Arbeitsalltag – Stichwort Digitalisierung – liegen. Sind die Menschen, auch wenn sie digital natives sind, diesem immer größer werdenden Zeitdruck ein Arbeitsleben lang gewachsen? Die Gefahr, dass Burn-out dann eine Art Volkskrankheit wird, ist da schon gegeben.

WünscheIch hoffe für die nächsten Generationen, dass trotz steigendem Leistungsdruck nicht jede Menschlichkeit auf der Strecke bleibt, dass Kinder und alte Menschen nicht generell in öffentliche Betreuungseinrichtungen abgeschoben werden, sondern nach wie vor gut in Familien eingebettet sind. Und dass die Gesellschaften Europas nicht wieder in den alten „Kantönli-Geist“ zurückfallen, sondern weiterhin offen, demokratisch, emanzipiert, selbstbestimmt bleiben, sodass ein Miteinander zwischen Männern und Frauen auf Augenhöhe zur Selbstverständlichkeit wird.

Anette Klinger / Geschäftsführerin der IFN Beteiligungs GmbH / Managerin des Jahres 2014

GleichberechtigungPositive Beispiele zeigen die Stärken von gemischten Führungsteams - Frauen sind ein Potenzial, auf das Unternehmen in Zukunft nicht verzichten können. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird ein Thema für Männer und Frauen sein. Gesellschaften, denen es gelingt, dass Beruf und Familie vereinbar sind, werden sich deutlich erfolgreicher entwickeln. Sie werden eine hohe Erwerbsquote haben und eine ausgeglichene Altersstruktur in der Bevölkerung. Möglicherweise entstehen dann neue Gleichberechtigungsthemen – Jung und Alt, …

HerausforderungenIn der Vergangenheit war für mich die größte Herausforderung, Beruf und Familie in der Kleinkinderphase zu vereinen. Trotz Mithilfe meines Mannes erreichte ich in dieser Phase oft meine Grenzen und hinterfragte, ob ich den richtigen Weg gewählt habe. + In Zukunft sehe ich eine große Herausforderung in der steigenden Geschwindigkeit von Veränderungen. Wir müssen mit diesen permanenten Veränderungen umgehen können und sie nicht als Bedrohungen empfinden. Wir werden lernen müssen, wie man in diesem Umfeld richtige Entscheidungen trifft. Eine weitere große Herausforderung sehe ich in der steigenden Anzahl an Informationen, die uns zur Verfügung stehen. Die Frage, ob eine Information richtig, objektiv, gefärbt oder gefaked ist, wird uns permanent beschäftigen. Das Problem wird nicht sein, wie ich zu einer Information komme, sondern wie ich mit der Masse an Informationen umgehe und wie ich die beste Entscheidung treffe.

WünscheFür die Entwicklung der Menschheit wünsche ich mir vor allem, dass sie aus ihrer Geschichte und ihren Fehlern lernt und sich weiterentwickelt. Managerinnen von morgen sollen mutig ihren Weg gehen, sich etwas zutrauen und ihre Träume realisieren.

Traude Wagner-Rathgeb / Marketingleiterin und Leiterin des internen Verkaufsteams bei Rubble Master / Managerin des Jahres 2016

GleichberechtigungIch glaube, dass es auch in Zukunft immer noch Diskussionen zur Gleichberechtigung geben wird, aber das Thema „Väter und Mütter in Führungspositionen“ wird an Stellenwert gewinnen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird sich verbessern – auch mit flexiblen Arbeitszeiten. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer wissen diese Flexibilität zu schätzen, sie darf aber nicht nur einseitig gefordert werden.

HerausforderungenDie Aneignung von Wissen und die Erhöhung der Kompetenzen in diverse Richtungen sind eine Herausforderung, die viel zeitlichen und persönlichen Einsatz fordert, aber genauso viel Spaß und Freude macht. Dieses Engagement wird immer nötig sein und ist sehr bereichernd. Eine Herausforderung, mit der man nicht rechnet, kann auch der Gegenwind sein. Allen Managerinnen von morgen rate ich daher: Auf Gegenwind gefasst sein, Hilfe selbstverständlich annehmen – so wie Männer sie auch selbstverständlich annehmen. Und dranbleiben!

WünscheBezogen auf die Entwicklung der Menschheit wünsche ich mir gegenseitige Wertschätzung. Bezogen auf die Entwicklung im Management: Dass Positionen nach fachlicher UND sozialer Kompetenz vergeben werden. Und Diversität als selbstverständlicher Erfolgsfaktor wahrgenommen wird.

von links: Ulrike Mursch-Edlmayr, Ingeborg Rauchberger, Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, Ingrid Trauner, Traude Wagner-Rathgeb, Margund Lössl, Anette Klinger, Christine Hödlmayr-Gammer, Viktoria Tischler, Christine Haiden

#Ähnliche Artikel

Gemeinsam für mehr Lebensqualität

Städte übernehmen wichtige Funktionen für die Umlandgemeinden – und umgekehrt. Deswegen ist es umso wichtiger, dass sie kooperieren und gemeinsame Projekte vorantreiben. Derzeit arbeiten in Oberösterreich 16 Städte, Stadt- und Marktgemeinden im Rahmen einer solchen Stadt-Umland-Kooperation zusammen, koordiniert werden die Projekte vom Regionalmanagement Oberösterreich (RMOÖ). Das Ziel: effizientere und lebenswertere Lebensräume.

Mit der St(r)ahlkraft von Oberösterreich

Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich steht für neue Ideen und Innovation: Die Rahmenbedingungen für wettbewerbsfähige Betriebe werden laufend optimiert, strategisch weiterentwickelt und auch in Krisenzeiten wird niemand alleine gelassen. Weiteres Highlight: Eine neue Technische Universität, die laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner den Standort international sichtbarer machen soll.

Alles Stadtklar?

Stadt- oder Landflucht? Beides! Denn auf den Megatrend Urbanisierung folgt laut Zukunftsforschern ein neuer Trend: Glokalisierung. Also lokales Handeln in einer globalisierten Welt. Doch welche Wohntrends zeichnen sich dadurch ab? Und wie wird die Coronakrise unsere Wohnbedürfnisse nachhaltig verändern? Oona Horx-Strathern, Zukunftsforscherin am Zukunftsinstitut, Michael Gesswein und Siegfried Spiessberger, Immobilien-Projektentwickler am Maximilianhof, und Regina Freimüller-Söllinger, Architektin aus Wien, über zukunftsreifes Wohnen.

Virtual Digital Home

Stillstand im Lockdown? Von wegen! Viele Unternehmer und Mitarbeiter kurbelten den Innovationsmotor an. Die sechsköpfige Crew des Unternehmens b3d visual communication nutzte die Zeit der Ausgangsbeschränkungen, um die Möglichkeiten von virtuellen Immobilienbesichtigungen noch weiter auszubauen. Ein Blick hinter die Kulissen des innovativen Unternehmens an ihrem neuen Sitz im Lux Tower in Linz.

„Ich gehe meinen eigenen Weg“

Oder besser gesagt: „Ich fahre meinen eigenen Weg.“ Den Namen Reichhart bringt man nämlich, sofern man viel im oberösterreichischen Mühlviertel unterwegs ist, sofort mit den gleichnamigen Autohäusern in Verbindung. Das erfolgreiche Familienunternehmen wurde 1973 gegründet, freute sich 2019 über einen Rekordumsatz und erlebt 2020 einen Cut und einen ganz neuen Reichhart. Aber alles der Reihe nach …

„Jeder kann EINFACH wohlSTAND BILden …

…, jedenfalls dann, wenn er unternehmerisch denkt und für sein Geld die Verantwortung übernimmt“, sagt Wohlstandsbildner Andreas Ogger. Hohe Verluste in jungen Jahren haben ihn gelehrt, die Chancen zu erkennen, wie man zu Beginn auch mit kleinen Geldbeträgen viel bewegen kann – so viel, dass sich schließlich auch ein so kostspieliges Hobby wie das Fliegen aus Kapitalerträgen finanzieren lässt. Zum Interview schwebt ein rotes Flugzeug ein, mit aparten Knickflügeln und Andreas Ogger hinterm Steuer.

Woran forscht Österreich?

Und was bringt das eigentlich der Wirtschaft? Von der vollautomatisierten Landwirtschaft über die Echtzeit-Erkennung von Sicherheitsmängeln während der Softwareentwicklung bis hin zur klimaschonenden Produktion von knappen Rohstoffen und zu Kabinen für Covid-19-sichere Flugreisen – in Österreich wird Zukunft gestaltet. Ein Blick in die heimischen Forschungseinrichtungen zeigt, in welche Richtung sich die Welt bewegt.

Die Zukunft ist jetzt!

Die Zukunft ist ein visionärer Ort: Keiner weiß, wie sie wirklich aussieht, und dennoch hat jeder eine ungefähre Vorstellung davon. Für zehn Millionen Euro kann man diesen Ort allerdings schon heute konkret mitgestalten und vage Vorstellungen zur Realität werden lassen.

Ich sehe was, was du nicht siehst

„Der ÖAMTC ist ein Innovationstreiber“, erklärt Landesdirektor Harald Großauer. „In Oberösterreich haben wir uns bereits frühzeitig um das Thema E-Mobilität angenommen, Mitarbeiter entsprechend geschult und E-Kompetenz-Stützpunkte aufgebaut.“ Aktuell wird beim Mobilitätsclub nicht nur an einem neuen Abrechnungssystem für E-Ladestationen gearbeitet, sondern auch die Pannenhilfe der Zukunft gestaltet. Künftig wird sich der Techniker bereits melden, bevor eine Panne auftritt – denn er weiß was, was Sie nicht wissen …

Wie (oft) begegnet man als Generaldirektor Herausforderungen? Laufend.

Wenn Klaus Kumpfmüller seine Laufrunde durch Leonding dreht, dann geht’s mal bergauf, mal bergab, manchmal wird’s richtig anstrengend. Sitzen bleiben und abwarten ist trotzdem keine Option für ihn. Auch nicht in seiner neuen Funktion als Generaldirektor der Hypo Oberösterreich. Wenn Herausforderungen auf ihn zukommen, dann analysiert er sie, diskutiert und entscheidet rasch. Und es sind viele Themen, die auf ihn zukommen. Welche, das erzählt er ausnahmsweise dann doch vor allem im Sitzen.

Was wäre, wenn ...

Als Landeshauptmann hat man tagtäglich viele und auch viele tragende Entscheidungen zu treffen. Beim Treffen dieser Entscheidungen steht nicht selten auch eine „Was wäre, wenn“-Frage im Raum. Aber ob sich Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer jene „Was wäre, wenn“-Fragen, die wir ihm an diesem sommerlich warmen Herbsttag in seinem Büro im Linzer Landhaus stellen, zuvor schon mal gestellt hat?

To bee or not to bee

Sterben die Bienen, sterben die Menschen: Die schwarz-gelben Insekten sind für uns von enormer Bedeutung – gesundheitlich sowie wirtschaftlich. Weltweit sinkt schon seit Jahren die Zahl der Bienenvölker, wodurch ganze Ökosysteme in Gefahr geraten. Mediziner Günther Beck spricht darüber, wie sich Wirtschaft und Politik anpassen können, um Bienen wieder lebenswertere Naturräume zu bieten, und was wir von den Insekten lernen können.

Traut euch, Mädels!

Weg mit den Klischees: Dass Frauen keineswegs das schwache Geschlecht im Bereich Technik und Technologien sind, sagt und beweist das sehr weiblich besetzte Team des tech2b Inkubators, der Start-up-Förderung in Oberösterreich. Drei technikaffine Persönlichkeiten stellen sich vor.

Newsadoo investiert in internationales KI-Forschungsprojekt

Rund eine Million Euro stellt das Linzer Medien-Start-up Newsadoo neben dem Tagesgeschäft auf, um die Technologieführerschaft in der automatisierten Analyse und im Matching von Nachrichtenartikeln zu festigen. Am Forschungsprojekt sind neben dem NewsadooEntwicklerteam auch die KI-Experten vom SCCH (Software Competence Center Hagenberg) und RISC beteiligt. Gemeinsam soll das Projekt „TIDE“ (Gezeit) den Newsadoo-Algorithmus „zur innovativsten Newsplattform der Welt“ machen.

Mi casa, su casa

Der Automower von Husqvarna ist kein gewöhnlicher Rasenmäher. Er ist ein Rasenroboter – mit dem Mindset eines Geheimagenten. Welche Mission er erfüllt und weshalb er dabei undercover agiert, erzählt er hier. Der Tagebucheintrag eines Roboters …

„Jetzt fangen wir endlich an nachzudenken"

Über die pharmazeutische Industrie Österreichs war bisher wenig bekannt. Und nun? Die Krise hat alles verändert. Auch das an der – nicht immer unumstrittenen – Branche, auf die gerade die ganze Welt alle Hoffnung setzt. „Jetzt können wir zeigen, wer wir sind und was wir tun“, sagt Alexander Herzog, Generalsekretär von Pharmig. Ein Blick auf den Pharmastandort Österreich.

Willkommen am virtuellen Parkett

Corona samt Begleiterscheinungen hat den digitalen Wandel massiv vorangetrieben und viele zum Nachrüsten, Umdenken und Handeln bewegt. Von digital naiv zum Digital Native. Noch ist nichts verloren, um auf den digitalen Bühnen zu glänzen. Die Experten Karin Schmid (SEO), Daniel Friesenecker (Social Media und Onlinemarketing), Wolfgang Lehner (Smartphonefilm und -fotografie) und Iris Zeppezauer (Rhetorik) wissen, was es braucht, um einen gekonnten digitalen Auftritt hinzulegen.