Zukunftswerkstatt Salzburg

Wo spannende Ideen auf die richtigen Voraussetzungen treffen, kann ein Standort zur echten Zukunftswerkstatt werden – in Salzburg gestaltet man schon heute die Welt von morgen bewusst mit. Wir sprechen mit Startup-Coach Ernst Novak über Salzburg als Nährboden für Zukunftsgewandte und werfen einen Blick auf Innovationen im ganzen Land.

Mehr als nur Mozartkugeln und Festspiele! Was macht den Wirtschaftsstandort Salzburg für Sie als Startup-Coach so besonders?

Ernst NovakDie wunderschönen Berge, die glasklaren Seen, die zentrale Lage in Österreich … und ein kleines, aber eng vernetztes dynamisches Wirtschaftsökosystem machen Salzburg zu einem idealen Standort für Work and Life. Vor allem die unmittelbare Nähe zum deutschen Markt schafft sehr viele spannende Möglichkeiten in Richtung einer ersten internationalen Skalierung.

Wovon profitieren Gründer:innen vor Ort, vor allem bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen?

Ernst NovakEs klingt zwar einfach, aber die gründungsinteressierten Menschen und ihre innovativen Ideen stehen kompromisslos im Fokus. Die unterschiedlichen Institutionen, etwa die WKS, Innovation Salzburg und die Hochschulen, arbeiten transparent zusammen und ziehen an einem Strang. Dieser gemeinsame Servicegedanke bietet den potentiellen Gründer:innen eine schnelle Orientierung im regionalen Entrepreneurship-Ökosystem. Sie verkürzt die Wege zu Expert:innen aus der Wirtschaft und erzeugt eine Dynamik der Hilfsbereitschaft, die gerne weitergegeben wird.

Wie schätzen Sie die aktuelle Lage der Startup-Szene im Bundesländervergleich oder gar europaweit ein?

Ernst NovakLange Zeit waren Wien und Oberösterreich die Leuchttürme im Startup-Bereich. Doch das Bewusstsein für „collaboration is the key to success“ hat sich mehr und mehr auf ganz Österreich ausgebreitet. Vergleichen ist gut, aber viel wichtiger ist, dass wir voneinander lernen und gemeinsam einen Rahmen für einfacheres Gründen und risikoärmeres Investieren schaffen. Nur so können wir die Potentiale der innovativen Menschen im ganzen Land entfalten lassen und zukünftig auf der internationalen Bühne – zumindest punktuell – eine Rolle spielen.

Wie unterstützen und fördern Sie als Partner junge Startups auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Ernst NovakBei Startup Salzburg arbeiten wir mit einem gestuften Betreuungsprozess. Wir sind beim einfachen Beratungsgespräch, dem „ideaCHECK“, breit aufgestellt. Anschließend werden wir enger im (Vor-)Gründungsprogramm „SHAPE“ und spitzen uns beim „FACTORY“-Inkubationsprogramm zu, das den Markteintritt zum Ziel hat. Unser Weiterbildungsprogramm – die „Entrepreneurship ABCs“ – sowie weitere Werkstattformate und Networkingevents sind immer offen für alle Menschen, die am regionalen Startup-Ökosystem interessiert sind. Alle unsere Leistungen sind dabei kostenlos. In der „FACTORY“ gibt es sogar noch bis zu 25.000 Euro Förderung des Landes.

Auf welche Innovationen dürfen wir in den kommenden Jahren schon gespannt sein?

Ernst NovakEs gibt einige Themenbereiche, die in Salzburg einen sehr fruchtbaren Boden vorfinden. So ist neben Food und Beverage zukünftig vor allem aus den Bereichen EdTech, MediaTech – hier insbesondere Gaming – und SportsTech einiges zu erwarten. CultureTech wäre prädestiniert für die Kulturstadt Salzburg. Aber um an die Erfolge von Mozart anzuknüpfen, braucht es im Kunst- und Kulturbereich noch etwas mehr Bewusstsein für innovative Geschäftsideen … aber was noch nicht ist, kann ja noch werden – we keep going!

Die gründungsinteressierten Menschen und ihre innovativen Ideen stehen kompromisslos im Fokus.

Ernst Novak Startup-Coach und Community Manager, Startup Salzburg

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