Wenn der 6-Zylinder-Saugmotor verstummt

Was haben ein Luxus-Sportwagen und das Thema Nachhaltigkeit gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch genaueres Hinschauen lohnt sich. Der Porsche Cayenne S E-Hybrid ist der erste Plug-In-Hybrid im Premium-SUV-Segment und verbindet das Beste von Verbrennungs- und Elektroauto. Generell wird das Thema Nachhaltigkeit beim Autokauf immer wichtiger, so die Experten von der AVEG Linz.

Der Klang eines 6-Zylinder-Saugmotors. Ein Wohlklang für Autofans. Ein Klassiker, den Porsche-Fahrer seit mehr als 50 Jahren kennen. Doch es geht auch anders: Der Porsche Cayenne S E-Hybrid kann nahezu lautlos unterwegs sein. Es ist die erste Luxuslimousine mit Plug-in- Hybrid am Markt. Es werden ein Verbrennungsmotor für die Überlandstrecken und ein Elektroantrieb für den urbanen Bereich kombiniert. „Wenn jemand zumindest 50 Prozent seiner Fahrten in Distanzen unter 30 Kilometer fährt, dann ist ein Hybrid genau das richtige Antriebssystem“, sagt Oliver Hacker, Markenverantwortlicher bei Porsche AVEG Linz-Leonding, während einer lautlosen Fahrt durch die Landeshauptstadt.

„Die Kunden interessieren sich stark für alternative Antriebssysteme. Die Autos – gerade im Bereich Elektroantrieb – sind aber teilweise für den Otto-Normal-Verbraucher noch nicht leistbar.“

Rainer PflüglerGeschäftsführer AVEG Linz-Leonding

Kunden haben beim Porsche Cayenne S E-Hybrid bei richtigem Einsatz sowohl die Vorzüge des elektrischen Fahrens, setzen ein soziales Statement durch emissionsfreies Fahren und können gleichzeitig die Welt mit dem Verbrennungsmotor bereisen, erklärt Hacker. Über Tasten in der Mittelkonsole wird zwischen den verschiedenen Fahrweisen gewählt. Wir wechseln vom E-Power-Modus in den Hybrid-Modus und lassen die Stadt hinter uns.

Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch

Mit dem aufgeladenen Dreiliter-V6- Motor und der Elektromaschine mit 416 PS ist eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 5,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h möglich. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit beträgt 125 km/h. Bei rein elektronischem Fahren ist eine Strecke von 18 bis 36 Kilometern möglich. Wird die 10,8 kWh Lithium-Ionen-Batterie an das Haushaltsstromnetz angeschlossen, füllt sich die Batterie in rund dreieinhalb Stunden, bei einem Starkstromanschluss dauert es weniger als eineinhalb Stunden. Der Verbrauch hängt beim Hybrid davon ab, wie das Fahrzeug benutzt wird. „Ein realistischer Durchschnittsverbrauch eines Durchschnittsnutzer sind etwa sechs bis sieben Liter“, weiß Hacker. Die Kunden schätzen die hohe Variabilität des Autos, darunter eine Anhängelast von 3,5 Tonnen und verschiedene Sitzsysteme. Und ein großer Pluspunkt ist der Preis: „Der Porsche Cayenne S E-Hybrid ist auf Grund der NoVA-Befreiung finanziell sehr attraktiv am Markt positioniert“, so Hacker. So liegt der Basispreis brutto ohne Ausstattung bei 85.410 Euro, während das Diesel S-Modell mit 24 Prozent NoVA bei 102.100 Euro liegt.

Starkes Interesse

Die Daten der Statistik Austria beweisen aber, dass alternative Antriebssysteme in Österreich nach wie vor nur ein Randthema sind: Nur 0,4 Prozent aller Pkw sind E- oder Hybridautos. Im vergangenen Jahr waren mehr als 12.230 Benzin/Elektro-Hybridfahrzeuge und etwa 3.390 Elektroautos zugelassen. Rainer Pflügler sieht die Erklärung dafür im Preis. Pflügler ist Geschäftsführer der AVEG Linz-Leonding, das neben Porsche Wien-Leasing das einzige Autohaus in Österreich ist, das die gesamten Marken des Volkswagenkonzerns mit Ausnahme von Bentley, Bugatti und Lamborghini anbietet. Im Frühling wurden die neuen Schauräume für Volkswagen, VW-Nutzfahrzeuge und Skoda eröffnet. Das Mutterunternehmen Porsche Inter Austria hat 6,5 Millionen Euro investiert.

„Die Autos – gerade im Bereich Elektroantrieb – sind teilweise für den Otto-Normal-Verbraucher noch nicht leistbar“, so Pflügler. Die Kunden interessieren sich aber stark dafür: „Die Leute sind vorinformiert durch die Medien und das Internet und kommen ganz gezielt.“ Es bleibt daher spannend, wie viele Elektro- und Hybridautos in den nächsten Jahren unter den zuletzt jährlich verkauften 2.000 Neu- und 1.000 Gebrauchtwägen der AVEG Linz-Leonding sein werden._

"Der Porsche Cayenne S E-Hybrid ist auf Grund der NoVA-Befreiung finanziell sehr attraktiv am Markt positioniert.“

Oliver HackerMarkenverantwortlicher Porsche AVEG Linz-Leonding

VOLLHYBRID

Beim Hybrid (lateinisch: von zweierlei Herkunft) hat das Auto meist einen Verbrennungs- und einen Elektromotor. Der Verbrennungsmotor schaltet bei geringen Lasten auf den Elektromotor um. Der Akku bezieht seine Energie durch Energierückgewinnung beim Bremsen. Als eines der ersten Hybridautos stellte der 21-jährige Ferdinand Porsche, Mechaniker bei der k. u. k. Hofwagenfabrik Ludwig Lohner in Wien, 1900 auf der Weltausstellung in Paris den Lothner-Porsche vor. Das Fahrzeug hatte Elektromotoren in jedes Rad eingebaut. Die Technik geriet mit der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren in Vergessenheit, wurde aber Anfang der 70er Jahre mit der Ölkrise wieder interessant.

PLUG-IN-HYBRID

Dabei wird der Akku nicht wie beim Vollhybrid nur durch den Verbrennungsmotor geladen, sondern auch extern – über eine Steckdose.

ELEKTROAUTO

Das Auto wird über einen Elektromotor mit Strom angetrieben. Der Elektromotor wandelt die gespeicherte elektrische Energie in mechanische Energie um, indem er eine Rotation zum Antrieb der Räder erzeugt. Das Elektroauto wurde vor 130 Jahren bei der internationalen Elektrizitätsmesse in Paris vorgestellt: Das Elektroauto mit einem Blei- Akku erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu zwölf km/h. Der Durchbruch gelang Anfang des 20. Jahrhunderts, später wurden sie wie die Hybridautos zunehmend von den Verbrennungsmotoren verdrängt und mit Beginn des Zweiten Weltkriegs die Produktion fast gänzlich eingestellt. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steigt das Interesse wieder.

#Ähnliche Artikel

Wie leicht geht Digitalisierung?

Mit ihren simplen und smarten Lösungen bietet die in Graz ansässige Marke [Digital2Go](https://digital-2-go.com/) Digitalisierungsschritte für KMU. Im Portfolio finden sich Produkte, die auch Unternehmen wie Zalando und L’Oréal ihren Prozessen täglich unterstützen. Das Motto dabei: „Weil Digitalisierung auch einfach geht.“ Oliver Lehner, Vice President BU Partner & Products, spricht im Interview über entscheidende Skills im digitalen Zeitalter, spannende Innovationen und den Mehrwert smarter Lösungen.

Wie ein „digitaler Bodyguard“ Hackern den Kampf ansagt

Auswandern. Einfach raus. Am besten in eine kleine, beschauliche Blockhütte irgendwo am Rande dieser Welt. Ohne Strom und ganz gewiss ohne Smartphone, Computer, Tablet und andere „digitale Risikofaktoren“. Achtung! Dieses Verlangen kann ein Gespräch mit Jürgen Weiss durchaus auslösen. Gemeinsam mit seinem Team sagt der sonst so sympathische Oberösterreicher Hackerangriffen und anderen Schattenseiten der Digitalisierung den Kampf an.

Brücken statt Mauern

„Willkommen in der Zukunft!“, sagt Andreas Fill, als wir gemeinsam den Fill Future Tube betreten. Was wie eine moderne Version der Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise wirkt, ist der neue Verbindungstunnel in seinem Unternehmen. Von Picard bis Spock sind alle dabei: Wir waren dort, wo Produktionshallen und Kräne nach Star-Trek-Commandern benannt werden – und das mitten in Oberösterreich. Ein Blick hinter die Kulissen. Und in die Zukunft.

Wo geht‘s hier in die Zukunft, bitte?

Wenn alle Wege nach Rom führen, führen dann auch alle Wege in die Zukunft? „Sie führen vielmehr in die Gegenwart, denn so sehr wir auch in Richtung Zukunft gehen, wir kommen immer wieder in der Gegenwart an“, sagt Zukunftsforscherin Christiane Varga. Und erklärt, wie wir den Wandel in eben dieser Gegenwart begrüßen können.

Die Lichtmacher

Es begann Ende der 70er Jahre in einer Kellerwerkstätte am Rande von Peuerbach. Felix Aspöck hatte sich vorgenommen, die Beleuchtung von Fahrzeugen zu revolutionieren. Der Rest ist Geschichte. Wie es einem Tüftler gelungen ist, aus einer Vision einen Weltkonzern aufzubauen, der heute Autos, Lastwagen, Motorräder und Anhänger in ganz Europa zum Leuchten bringt.

PR

Ein Sudkessel, zwei Generationen

Als „jung und noch jünger“ bezeichnen sich Josef Wasner und Felix Schiffner von der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. Die beiden sympathischen Braumeister befinden sich zurzeit inmitten eines Generationenwechsels – im Sommer 2022 übernimmt Schiffner das Ruder, während sich sein Vorgänger bereits auf den wohlverdienten Ruhestand freut. Ein Gespräch mit zwei Generationen, die seit jeher ihr Handwerk lieben.

Das Feuer der Begeisterung entfachen

Alles zurück auf Anfang? Der Klimawandel, Corona, fehlende Arbeitskräfte – ein halbes Jahr nach den Landtagswahlen in Oberösterreich gleicht das Alltagsleben einer aufgescheuchten See, die nicht zur Ruhe kommt. Liegt es an Corona allein? Oder spüren wir den Aufbruch in ein neues Zeitalter, das auch vor Oberösterreich nicht haltmacht? Landtagspräsident Max Hiegelsberger und ÖVP-Klubobmann Christian Dörfel im Doppelinterview über die Chancen der Krise und wie eine erfolgreiche Zukunft für alle gelingt.

Der gute Stoff für die mobile Zeitenwende

Was tut ein großer Fahrzeuglogistiker in Zeiten des Klimawandels? Er sieht nach vorne und rüstet das Unternehmen um. Spätestens ab 2026 rollen die ersten wasserstoffbetriebenen Autotransporter von Hödlmayr International über unsere Straßen. Und man baut an einem zweiten großen Standbein. Wir haben mit CFO Robert Horvath über den neuen Kurs des Europakonzerns und den guten Stoff, aus dem unsere mobile Zukunft ist, gesprochen.

Premiumlocation für Premiumfahrzeuge

„The Car Loft“ in Kefermarkt ist alles andere als ein normales Autohaus. Gründer und Geschäftsführer Stefan Reichhart hat uns auf eine Entdeckungsreise durch die Räumlichkeiten mitgenommen, in denen vorwiegend Premium-Jungwägen verkauft werden.

„Wir verstehen die Digitalisierung breiter …"

… und deshalb haben wir in Oberösterreich die Chance, Großes zu schaffen“, sagt Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer. Die neue Technische Universität in Linz soll zu diesem Schaffen einiges beitragen. Wie man Studierende anlocken möchte und international Aufmerksamkeit erregen will, erzählt er uns im – passenderweise – virtuellen Interview.

Wie sieht Beratung in Zukunft aus?

War gefühlt noch gestern von der Arbeitswelt 4.0 die Rede, befinden wir uns heute dank der digitalen Transformation bereits auf dem nächsten Level. Die Arbeitswelt 5.0 ist noch smarter, vernetzter und erweist sich spätestens seit der Coronakrise als notwendiger Schritt in die Zukunft. Auf dem Weg dorthin leisten Nikolaus Schmidt und sein Consultingunternehmen Klaiton Unterstützung.

Einmal grünes Arbeitsklima bitte!

Rund 30 Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen durch die Nutzung und Instandhaltung von Gebäuden. Welchen Beitrag erfolgreiches Facility Management zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann, erklärt Robert Punzenberger, Geschäftsführer von FIX Gebäudesicherheit + Service GmbH, einem Tochterunternehmen der Peneder Gruppe aus Atzbach in Oberösterreich.

Wie man den Daten- und Geheimnisschutz elegant meistert

Auf der Welle der steigenden Datenflut zu surfen ist eine Kunst. Oder doch nur eine Frage der Vorbereitung? Für Ronald Kopecky steht jedenfalls fest: „Datenschutz ist kein reines IT-Thema.“ Mit seinem Unternehmen [Komdat](https://www.komdat.at/) setzt er sich daher für ganzheitliche Lösungen ein, die den Umgang mit Daten nicht nur sicherer machen, sondern auch interne Prozesse effizienter gestalten.

Digitale Sicherheit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Sonnenseiten der Digitalisierung? Liegen auf der Hand. Doch wo Licht ist, rechnet man besser auch mit Schatten. Die „dunkle Seite“ der Digitalisierung lauert dabei längst nicht mehr nur im Darknet. Probleme beim Datenschutz, Hackerangriffe sowie Cryptocrime und andere Gefahren tauchen in alltäglichen digitalen Gewässern immer häufiger auf. Gemeinsam mit den positiven Seiten des Wandels wachsen auch sie. Sie verändern sich. Werden raffinierter und bedrohlicher.

Revolution am Energiemarkt

Mit Gridpulse eine nachhaltige Sensorentechnik zur Marktreife zu bringen, so lautete das Ziel und die Aufgabe von BDO Austria und der Knill Gruppe. Wie es ihnen gelungen ist? Durch eine Partnerschaft auf Augenhöhe, den Mut, nahe am Markt zu arbeiten, und nicht zuletzt Dank eines ebenso kompetenten wie neugierigen Teams.

„Die digitale Zukunft wird vor allem intelligent“

Einfach nur Digitalisierung war gestern. Am Software Competence Center Hagenberg zählt die Arbeit am nächsten Level der digitalen Transformation zu den täglichen Aufgaben. CEO Markus Manz und Lukas Fischer, Research Manager Data Science, nehmen uns mit auf eine Reise in die digitale Zukunft Österreichs.