Wie man (auf) eine Vision bauen kann

Manche Entscheidungen sind so tragend, dass man gerne vorweg schon sehen, spüren und wissen möchte, wie sich diese auswirken. Die Entscheidung zum Eigenheim zum Beispiel. Immerhin handelt es sich dabei meist um die größte Investition des Lebens. Damit man die nicht dem Zufall überlassen muss, stellt das Visualisierungsbüro b3d visual communication in Linz sowohl das Äußere als auch den Innenraum von geplanten Häusern so dar, als würde man (jedenfalls virtuell) schon darin wohnen.

Wer behauptet, Reisen in die Zukunft wäre nicht möglich, der kennt Boris und Zoran Beslic noch nicht. Wir sitzen in ihrem Visualisierungsbüro b3d im Linzer Lux Tower. Und halten die Luft an. Gleich werden wir unser Traumhaus betreten ... und feststellen, welche Änderungen es noch braucht, damit es tatsächlich ein Traumhaus werden kann.

Nicht alles lässt sich planen. Ein Haus schon.

Mit dem Hausplan der Baufirma (der nur mit viel Vorstellungskraft ein Wohngefühl aufkommen lässt), 100 Ideen und fast genauso vielen Bildern sowie Pinterest-Pinnwänden saßen wir ein paar Wochen zuvor mit Boris und Zoran Beslic am selben Tisch. Es war ein anregendes Gespräch, Ideen wurden ausgetauscht, Wunschträume einem Realitätscheck unterzogen. Schnell war klar: Die beiden (Vater und Sohn übrigens) haben nicht nur eine Ahnung von Trends und einen verdammt guten Geschmack. Sie haben auch die nötige Erfahrung, um sofort zu wissen, ob und wie ein Wunsch realisierbar ist.

Das liegt wohl einerseits daran, dass Zoran Beslic, Geschäftsführer von b3d, das Unternehmen vor fünfzehn Jahren gegründet hat und schon damals mit fotorealistischen 3D-Visualisierungen Zukunftsmusik spielte. Andererseits beschäftigte sich sein Sohn Boris bereits während seines Wirtschaftsinformatikstudiums mit interaktiver Software. „Ich habe virtuelle Besichtigungen weiterentwickelt“, erzählt Boris Beslic. „Diese Technologien ermöglichen es, Immobilien vor Baubeginn für Interessenten so realitätsnah wie möglich darzustellen.“ Bauträger nutzen das, um ihre potentiellen Kunden von ihrer Immobilie zu überzeugen. Aber auch private Bauende setzen auf das Know-how von Innenarchitekten, 3D-Artists und Designern von b3d, um aus ihrem Traum schließlich ein Traumhaus zu machen.

Hereinspaziert! Ins Haus, das erst gebaut wird.

Es geht los. Was zuvor noch der große Flatscreen an der Wand war, ist jetzt unser Haus. „Wir haben euren Baugrund von allen Seiten fotografiert, sodass ihr jetzt ganz genau sehen könnt, welche Aussicht ihr habt“, erklärt Zoran Beslic. Nicht nur das. Wir können auch die Lichtverhältnisse sehen und ausprobieren, wie etwa die Sonneneinstrahlung an einem Septembertag um 17 Uhr ist. „Dieses Tool habe ich gerade neu entwickelt“, fährt Boris Beslic fort und lächelt stolz. „Ihr könnt euch die Belichtung von eurem Haus zu jeder Tages- und Nachtzeit ansehen.“ Und das alles probieren wir aus. Wir stellen uns auf die Terrasse (also jedenfalls fühlt es sich tatsächlich so an, als würden wir dort stehen) und überlegen, ob wir genug Abendsonne für ein paar Schwimmlängen im Pool haben. Wir betrachten die Fassade von allen Seiten, entscheiden uns ziemlich schnell für kleine Änderungen, auf die wir davor nie gekommen wären. Die aber einen großen Unterschied für uns machen.

Wie groß der Unterschied ist, sehen wir ein paar Tage später, als wir den adaptierten Plan und die dazugehörigen Bilder von b3d bekommen – und uns mehrmals vergewissern, ob wir munter und bei vollem Verstand sind. Denn irgendwie fühlt sich das schon seltsam an. Wie kann jemand aus den vielen Wünschen und losen Ideen, die wir in unseren eigenen Worten (also definitiv nicht im Architekten-Fachjargon) auf den Tisch geworfen haben, exakt den Plan entwerfen, der unser Traumhaus widerspiegelt? Vielleicht sind Boris und Zoran Beslic ja so etwas wie Visualisierungsdolmetscher. Man gibt ihnen Ideen und einen Grundplan und sie setzen diese in eine Visualisierung um, mit der man plötzlich die Sprache von Planern und Architekten verstehen kann. Man erlebt es einfach. Das eigene Haus.

Haussache unkompliziert

Und zwar so oft und wo und wann man will. Denn den Link zur „b3d journey“ bekommt man einfach per E-Mail. „Das ist eine Webanwendung, die virtuelle Rundgänge in einem 3D-Grundriss ermöglicht“, sagt Boris Beslic. „Es war uns wichtig, dass die Rundgänge am Laptop, am Handy oder auf einem Tablet betrachtet werden können, ohne spezielle Software zu benötigen.“ Damit kann man durch das Projekt „gehen“ und es aus allen möglichen Perspektiven ansehen. So wird schnell klar, ob der Boden vielleicht doch aus Holzdielen sein sollte, die Wandfarbe dunkler oder die Couch größer besser wirken würde oder dass ein Fenster an einer anderen Stelle sinnvoller platziert wäre. Bei der Vergabe, etwa an einen Generalunternehmer, lässt sich so unmissverständlich festlegen, wie die Immobilie aussehen soll, damit man schließlich den vereinbarten Preis bezahlt.

Aber auch, wenn man einzelne Gewerke selbst als Bauende ausschreiben und vergeben möchte, ist eine Visualisierung, wie sie b3d anbietet, äußerst hilfreich. „Wir arbeiten auch oft mit Tischlern zusammen, die unsere Ideen perfekt umsetzen“, so Beslic junior. Unter den Referenzen findet man klingende Namen – vom Fußballprofi bis zur Starmoderatorin. Die beste Werbung sei ohnehin Weiterempfehlung. Entweder, wenn die Bauherren schließlich Besuch empfangen und vom Werdegang ihrer Immobilie erzählen. Oder, etwa ein Jahr davor, wenn sie auf den Link zur Visualisierung klicken und schon mal virtuell durch ihr Traumhaus führen. Fühlt sich fast gleich an._

Diese Technologien ermöglichen es, Immobilien vor Baubeginn für Interessenten so realitätsnah wie möglich darzustellen.

Boris Beslic Geschäftsführer, b3d visual communication

Kontakt:

b3d visual communication

Boris und Zoran Beslic

www.b3d.at

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