Alles begann am Küchentisch

Architekt ist ein Traumberuf von vielen, ein eigenes Büro das große Ziel. Markus Fischer und Christian Frömel sind zwei der wenigen, denen das auch gelungen ist. Die F2 Architekten holten kürzlich sogar erstmals den „Immobilien-Oscar“ nach Österreich. Was es dafür braucht und mit welchem Irrglauben über Architektur sie aufräumen möchten, erzählen die beiden in ihrem Büro in Schwanenstadt.

Als Architekt wirst du dir nie einen Porsche leisten können. „Das war einer der ersten Sätze, die wir im Architekturstudium in Wien gehört haben“, erinnern sich Markus Fischer und Christian Frömel fast 20 Jahre zurück. Dabei sitzen die beiden als F2 Architekten in ihrem Büro mit fünfzehn Mitarbeitern in Schwanenstadt und haben kürzlich einen renommierten Architekturpreis bekommen. Nämlich den „World Prix d’Excellence Award“, der laut Wall Street Journal als Immobilien-Oscar gilt und mit den F2 Architekten erstmals seit 28 Jahren nach Österreich ging. Doch wie schafft man es in der Branche zu solch einer Größe? „Als Junger hat man noch viele Flausen im Kopf, glaubt, man dreht gleich alles um und wird mit dem Gewinn eines großen Wettbewerbes bekannt. Doch ohne langjährige Erfahrungen und Kontakte funktioniert es in der Branche nicht und dafür muss man einen langen Weg gehen“, sind sich die F2 Architekten einig. Mit dem Gewinn eines großen Wettbewerbs hat man noch nicht viel erreicht – ganz im Gegenteil: „Große Projekte muss man erst einmal bewältigen können, dabei kann man auch relativ leicht auf die Schnauze fallen.“

Küchentisch statt Garage

Fischers und Frömels gemeinsamer Weg begann gleich nach dem Studium 2001 in Frömels Küche in Grieskirchen: „Die berühmte Garage war bei uns der Küchentisch.“ Von dort weg gab es dann noch vier Zwischenstationen, bis 2016 das selbst geplante Büro in Schwanenstadt bezogen wurde. Für die ländliche Gegend habe man sich bewusst entschieden, erklärt Frömel: „Wir wollten da unseren Sitz haben, wo wir unsere ersten Projekte gemacht haben und wo wir herkommen. Wir hatten uns dann auch schon in Oberösterreich etabliert und keinen Grund gehabt, woanders hinzugehen.“ Fischer hatte eigentlich gar nicht vorgehabt, ein eigenes Büro zu eröffnen: „Ich wollte nach dem Studium nach Amerika gehen und dort weiterstudieren. Es hatte aber einen Charme für mich, von Wien zurück in die Provinz zu gehen, wo ich aufgewachsen bin.“ Wobei man hinzufügen muss: Fischer ist auch eher zufällig zum Architekturstudium gekommen. „Ich wollte Schiffsbauer werden und weil man das in Österreich nicht studieren kann, bin ich zur Architektur gekommen. In meiner Mappe für das Aufnahmegespräch waren nur Schiffsentwürfe drinnen“, erzählt er lachend.

Schiffsentwürfe machen er und sein Firmenpartner nun zwar nicht, aber insgesamt sind die beiden sehr breit aufgestellt: „Wir machen vom Mini-Seehaus mit 16 Quadratmetern über den geförderten Wohnbau, Einfamilienhäuser, Büro- und Gewerbebauten bis hin zu öffentlichen Bauten alles.“ Die Grundentwürfe würden nach wie vor von den beiden Chefs kommen – damit unterscheide man sich von anderen Architekturbüros und das soll auch so bleiben: „Wir sind leidenschaftliche und kreative Architekten und die Entstehung der Projekte mitzuerleben, macht für uns den Reiz des Berufes aus. Wir haben keine Schubladen, aus denen wir fertige Pläne rausziehen. Wenn man Architektur ernsthaft betreibt, hat jedes Projekt andere Grundvoraussetzungen und ist eine neue Herausforderung.“

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