×


Wir wollen dir schreiben ...

... und zwar pünktlich donnerstags.


Der Newsletter ist kostenfrei und kann jederzeit abbestellt werden.

„Wir pimpen den Gebäudebestand“

Oder wie es konkret gemeint ist: „Wir maximieren die Standort-Performance bestehender Gebäude.“ So erklären Christian Peneder, Geschäftsführer der Peneder Gruppe, und Robert Punzenberger, Geschäftsführer der FIX Gebäudesicherheit, den neuen Geschäftszweig, den sie gemeinsam erschließen. Das Führungsduo über seine Vision und den Mut, den es dafür braucht.

Im Regen geht es durch die Straßen des beschaulichen Atzbachs in Oberösterreich, rundum liegen grüne Felder. „Das Ziel befindet sich auf der linken Seite“, lässt die monotone Stimme aus dem Navigationssystem verlauten. Ein letzter Hinweis, der so kurz vor der Ankunft gar nicht mehr nötig gewesen wäre. Denn vor uns ragt ein zeitloses „Gesamtkunstwerk“ empor: die 15.000 Quadratmeter große Zentrale des Spezialisten für Industrie- und Gewerbebau. „Die Basis“, wie sie das Peneder-Team nennt. Wie man uns am Empfang erklärt, stellen neben funktionalen und ästhetischen Aspekten vor allem Nachhaltigkeit und Ökologie zentrale Elemente des Gebäudes dar. So verfügt es etwa über ein auf Biomasse basierendes Heiz- und Kühlsystem, Wärmerückgewinnungsanlagen zur Warmwasserbereitung, und es nützt modernste Gebäudeleittechnik zur optimalen Energiesteuerung. Kein Zufall. Denn mit diesem „Aushängeschild“ lebt Peneder bereits seit 2010 am eigenen Best-Practice-Beispiel vor, wie zukunftsfit Gebäude längst sein können. Und dass sie den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen.

Standort-Performance maximieren

Aber spulen wir etwas zurück. 1922 als Handwerksbetrieb gegründet, ist die Firma Peneder heute in zwei Bereichen tätig: Brandschutz sowie Bau und Architektur – in vierter Generation unter der Leitung von Christian Peneder, dessen Urgroßvater vor mehr als 100 Jahren den Grundstein für das international tätige Industrieunternehmen mit Zweigniederlassungen in der Schweiz und in Deutschland legte. Seit Jahrzehnten im Neubau etabliert, geht der Experte für Industriebau nun neue Wege. „In Zukunft fokussieren wir uns über den Neubau hinaus auch auf den Bestandsbau. Nicht nur auf die Gebäude, sondern gesamte Standorte, die wir ganzheitlich betrachten“, erklärt Robert Punzenberger die Erweiterung des Portfolios. Er leitet die Geschicke der FIX Gebäudesicherheit, eines Tochterunternehmens der Peneder Gruppe, das auf Facility-Management und -Services spezialisiert ist. An der Seite von Christian Peneder werden die sich gegenseitig ergänzenden Kompetenzen der beiden in Zukunft noch stärker gebündelt.

Eingespielt ist das „neue“ Führungsduo schon über einen längeren Zeitraum. Seit vielen Jahren betreuen Punzenberger und sein Team zahlreiche Gebäude des Mutterkonzerns. „Jetzt werden unsere Schnittstellen noch enger, sodass wir unsere Kunden optimal von beiden Seiten aus betreuen können: sowohl im Industrie- und Gewerbebau als auch in der Nachbetreuung“, betonen die beiden. Zum einen gebe es immer weniger Grundstücke, deren Preise zudem stetig steigen, und das Zubetonieren sowie die Bepflasterung von „Greenfield“ nehme ab. „Zum anderen spüren wir die steigende Nachfrage, das Potential bestehender Standorte voll ausschöpfen zu wollen. Sei es energietechnisch, bei den Materialflüssen oder in Sachen Betriebsabläufe und Gebäudemanagement.“ Gerade die Themen Klimaneutralität und neue Arbeitswelten gewinnen an Bedeutung, wie die langjährigen Branchenexperten wissen. „Speziell auf diese sehr individuellen Bedürfnisse abgestimmt haben wir Pakete geschnürt, die für unsere Kunden einfacher umzusetzen und auch leichter zu finanzieren sind, und wir stehen ihnen über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude tatkräftig zur Seite.“

Mut in der Unternehmens-DNA

Ein bedeutsames Stichwort. „Gebäude sind schließlich meist Lebenswerke, an die im Laufe der Zeit zwar immer wieder angebaut wird. Dass ein Unternehmen in kurzer Zeit zehnmal neu baut, ist jedoch untypisch.“ Kleinere Schritte im Bestand zu machen ist daher nahe am Puls der Zeit, den die Doppelspitze mit ihrer strategischen Neuausrichtung bewusst fühlt. Mit jahrelanger Expertise sowohl im Bau als auch Gebäudemanagement vereint das Führungsduo so glaubwürdig das Beste aus beiden Welten. Auch auf menschlicher Ebene scheinen sich die beiden gut zu ergänzen. „Uns verbindet im Wesentlichen das gleiche Mindset, das macht vieles einfacher.“ Beide nicken. „Christian ist ein kaufmännischer Spezialist und ein großer Visionär …“, beginnt Punzenberger seine Einschätzung, „… und Robert ist jemand, der einfach anpackt – mit großem technischen Know-how“, ergänzt Peneder. „Entscheidend ist, dass wir jeweils die Kompetenzen des anderen wertschätzen.“ Erneut ein kurzes Nicken. „Und zusammen sind wir nicht so leicht aufs Glatteis zu führen“, bemerken beide mit einem Lachen.

Eine Neuausrichtung bedeutet immer auch, Mut zu haben. Woher nehmen die beiden diesen in Zeiten, in denen die meisten Wachstum nicht mehr als selbstverständlich betrachten? „Mut, Weitblick und Innovationskraft sind Werte, die nicht ohne Grund tief in der Firmenphilosophie rund um den Leitspruch ‚fast forward‘ verankert sind.“ Im Umgang mit neuen Herausforderungen helfen ihnen im Vorfeld definierte Ziele sowie eine klare Kommunikation. Und vor allem: das Lernen aus alten und neuen Aufträgen. „Darin investieren wir sehr viel Energie, um die hohen Standards unserer Neubauprojekte auch im Bestandsbau liefern zu können – etwa die Garantie eines fixen Preises und eines fixen Datums der Fertigstellung.“ Wie erste Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen, seien aber auch diese Hürden gut zu nehmen. „Und das Schöne daran ist: Wir haben Spaß an dem, was wir machen. Das treibt uns voran.“_

#Gedankensprung

mit Christian Peneder

Was ich an unserem Führungsduo schätze_ Robert ist ein tatkräftiger Mensch, der die Dinge in die Hand nimmt und sie großartig umsetzt.

Dieses Wort sollen alle auf Anhieb mit Peneder verbinden_ Standort-„Pimper“

Die Zukunft der Baubranche in einem Satz_ mehr Qualität, mehr Architektur und ein größerer Beitrag zur Schönheit

Unsere Rolle darin wird sein_ wesentlich zu gestalten.

Wir sehen das Unternehmen als lebendigen Organismus, der sich stets weiterentwickeln muss.

Christian Peneder Geschäftsführer, Peneder Gruppe

#Gedankensprung

mit Robert Punzenberger

Was ich an unserem Führungsduo schätze_ Christian ist erstens ein toller Chef und zweitens ein bemerkenswerter Visionär.

Dieses Wort sollen alle auf Anhieb mit Peneder verbinden_ Fast forward!

Die Zukunft der Baubranche in einem Satz_ Der Gebäudebestand ist die Zukunft.

Unsere Rolle darin wird sein_ den Gebäudebestand zu pimpen.

Gemeinsam wollen wir das Potential bestehender Gebäude voll und ganz ausschöpfen.

Robert Punzenberger Geschäftsführer, FIX Gebäudesicherheit

#Ähnliche Artikel

Nähe leben – aber wie?

Wer sind sie, die Hidden Champions der Region, die den Standort Österreich langfristig wettbewerbsfähig machen und die für Generationen denken und handeln? Wir holen fünf Unternehmen und Universitäten vor den Vorhang und richten auch an die Politik die Frage, was es braucht, damit (Familien-)Unternehmen nachhaltig und innovativ wirtschaften können.

„Wir betrachten Familie und Unternehmen gesamtheitlich“

Welche steuerlichen und rechtlichen Fragen beschäftigen Familienunternehmen aktuell? Wie kann man gemeinsam mit der Familie den Betrieb nachhaltig in die Zukunft führen? Und was zeichnet gute Beratung aus? Darüber haben wir mit Florian Meindl, Steuerberater und Partner bei BDO Austria, gesprochen.

Haben wir ein „Nachwuchsproblem“?

Bis 2027 stehen etwa 41.700 KMU mit über 400.000 Arbeitsplätzen zur Übergabe an. In vielen Fällen ist eine Betriebsübergabe oder -übernahme noch nicht geregelt. Mit ein Grund dafür ist, dass nachkommende Generationen die Familienbetriebe nicht mehr automatisch fortführen. Stehen wir vor einem schwierigen Generationswechsel in der Unternehmenslandschaft? Darüber spricht Wolfgang Mazal, Professor für Arbeits- und Sozialrecht, im Interview.

Nachhaltig für Generationen

Die Scheuch Group entwickelte sich in den vergangenen 60 Jahren von der kleinen Spenglerei zum internationalen Großunternehmen. Wie es dem Familienunternehmen gelang, von sechs auf 1.500 Mitarbeitende zu wachsen, wie es mit innovativen Lösungen zum Umweltschutz beiträgt und was es braucht, um generationenübergreifend zu handeln, darüber sprechen wir mit Geschäftsführer und Eigentümer Stefan Scheuch.

Worüber wir gerade nachdenken …

Du bist, was du denkst. Der Spruch erklärt sich von selbst, wenn man erst mal mit Julia Speiser und Sebastian Ganthaler über ihre Gedanken spricht. Die beiden führen das Familienunter-nehmen Entholzer Fenster und Türen in vierter Generation – wir wollten von ihnen wissen, welche Gedanken sie gerade so beschäftigen.

„Herz und Seele“ …

… stecken in einem familiengeführten Betrieb wie dem Innviertler Bauunternehmen Waizenauer, sind sich Silvio Vitale und seine Frau Doris sicher. Sie leiten das Unternehmen seit 17 Jahren gemeinsam und planen bereits die Übergabe an die nächste Generation. Die beiden berichten uns, was den Erfolg und die Einzigartigkeit des Familienunternehmens ausmacht und wo die Zukunft hinführen wird.

Wenn Drohnen Kümmel pflanzen, …

… ist das kein KI-generiertes Zukunftsszenario, sondern gelebte Realität beim oberösterreichischen Forschungsprojekt „Digiherb“. Im Lebensmittel-Cluster der Standortagentur Business Upper Austria übernimmt dieses eine Vorreiterrolle und erforscht den Drohneneinsatz im Anbau von Blaumohn und Kümmel.

„Wir werden zum Umdenken gezwungen“

Der neueste Trend beim Bauen? Schwarz. Genauer gesagt: Schwarzmalen. Verwunderlich ist das ja nicht – die Aufnahme von Krediten ist wesentlich schwieriger geworden, die Energiepreise sind in die Höhe geschnellt, die Baupreise für Materialien und Leistungen ebenso. Vom Schwarzmalen halten Julia Speiser und Sebastian Ganthaler von Entholzer Fenster und Türen dennoch nichts. „Das ist problem- und nicht lösungsorientiert.“ Sie sehen vielmehr auch Chancen in dieser Trendwende.

J&B und ihre Geschichte bei W&H

Familie und Karriere im selben Unternehmen miteinander vereinbaren? Ja, das kann klappen! Johannes und Bettina Felber haben sich beim Medizintechnikhersteller W&H kennengelernt und vor Kurzem eine Familie gegründet. Wir wollen von ihnen wissen, wie sie ihren neuen Alltag beruflich und privat managen.

Das kleine 1 x 1 für zukunftsfitte Unternehmen

Energiekrise, Arbeitskräftemangel und eine neue EU-weite Compliance-Richtlinie – die Unternehmer:innen des Landes sind zuletzt stark gefordert. Worauf es jetzt vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ankommt, welche Unterstützung die Politik dabei leistet und wie die Industrie und ein traditioneller Familienbetrieb mit den Herausforderungen umgehen? Ein Überblick.

Familienunternehmen – ein Auslaufmodell?

„Da würden wir widersprechen“, antworten Heiko Kleve und Tobias Köllner überzeugt. Für die beiden Soziologen steht fest: Dank traditioneller Werte, Leidenschaft und ihrer Flexibilität blicken Familienunternehmen vielversprechenden Zukunfts-perspektiven entgegen.

Die liebe Familie .. und wie sie unsere Karriere beeinflusst.

Die Familie können wir uns nicht aussuchen. Die Karriere schon? Ganz so einfach ist es nicht, denn beides können wir nur selten getrennt voneinander betrachten. Die Familie lenkt uns (un-)bewusst auf unserem Karriereweg. Sei es durch ihre Vorbildfunktion, mit Erwartungen, Werten oder auch mit einem Unternehmen, das einen Nachfolger sucht.

„Die meisten waren von meinem Mut begeistert“

Stellen Sie sich vor, Sie sind 33 Jahre alt und entscheiden sich dazu, ein Haus zu bauen. Sie wollen sesshaft werden und Ihren Familientraum leben. Und plötzlich kündigen Sie Ihren Job und gehen bei dem Unternehmen, das gerade Ihr Haus gebaut hat, in die Lehre. Klingt verrückt? Vielleicht. Doch nicht für Christoph Steiner. Er hat genau diesen Schritt bei Genböck gewagt.

Weshalb es sich lohnt, in Zukunftstalente zu investieren …

… lebt [Fronius International](https://www.fronius.com/) seit jeher vor. Fachkräftemangel? Leider dennoch. Aber das oberösterreichische Familienunternehmen bleibt weiter aktiv und beschäftigt so viele Lehrlinge wie nie zuvor und konnte trotz Coronakrise beständig weiterwachsen. Wie das geht und welche Rolle der Zusammenhalt in einer so großen „Familie“ spielt, verraten Andreas Edlinger, Bereichsleitung HR-Generalisten und Bettina Huemer, Leiterin der Lehrlingsausbildung im Interview.

Was können Familien unternehmen?

Jedes zweite Unternehmen in Österreich ist ein Familienunternehmen im engeren Sinn. Zählt man auch die Einpersonengesellschaften dazu, sind es fast 90 Prozent. Diese erzielen insgesamt Umsätze in Höhe von rund 442,1 Milliarden Euro. Die Bedeutung von Familienunternehmen für Österreichs Wirtschaft ist damit unumstritten.

100 Jahre Geschichte. Und viel Mut für die Zukunft.

Vom einfachen Handwerksbetrieb zum internationalen Unternehmen mit knapp 400 Mitarbeitern – das ist die Geschichte der [Peneder Holding](https://www.peneder.com/) mit den Bereichen Industrie- und Gewerbebau, Architektur sowie Brandschutz. In vierter Generation schreibt Christian Peneder (gemeinsam mit seiner Cousine) diese Geschichte fort. Warum er für die PenederVision 2030 erst kürzlich einen Bungeesprung gewagt hat und welche Rolle Emotionen, Mut und Exzellenz in seinem Familienbetrieb spielen? Er erzählt es uns.

Wer übernimmt den Familienbesitz? Günther Jauch!

Seit 1805 befindet sich das [Weingut von Othegraven](https://www.von-othegraven.de/) in Familienbesitz. Dank des Fernsehmoderators, Produzenten und Journalisten Günther Jauch ist es das auch geblieben. Vor elf Jahren haben er und seine Frau Thea das Weingut übernommen. Wie es dazu kam und wo die Wahrscheinlichkeit höher ist, Millionär zu werden: als Gast bei „Wer wird Millionär?“ oder beim Weinbau.

Keep burning!

Sie brennen. Strotzen meist vor Leidenschaft, Engagement und Emotion. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Familienunternehmen gelten als Motor der heimischen Wirtschaft. Doch wie kann das unternehmerische Feuer an die nächste Generation weitergegeben werden? Daniela Huemer, Partnerin der [Rechtsanwaltskanzlei Haslinger / Nagele](https://www.haslinger-nagele.com/), über fünf Erfolgsfaktoren für eine gelungene Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen.