Pitch Perfect: In 4 Steps zur perfekten Präsentation auf Englisch

Vorträge zu halten ist ohnehin nicht sonderlich angenehm – noch schlimmer wird es für viele, wenn sie dabei auch noch Englisch sprechen müssen. Expertin Michaela Sames-Pramhas erklärt, worauf es bei der Vorbereitung ankommt.

#1 Preparation is key

Gerade, wenn die Englischkenntnisse schon etwas angestaubt sind, lohnt sich gute Vorbereitung. Michaela Sames-Pramhas empfiehlt ein gezieltes Vorgehen: „Es ist wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. Dazu muss jeder für sich selbst wissen: Wie viel Zeit habe ich noch bis zu dem Termin? Wie viel Zeit will ich investieren? Was will ich erreichen?“ Dabei sei es sinnvoll, sich Gedanken über die Gestaltung des Vortrags zu machen: In jeder Branche gebe es „key words“ , die sehr oft fallen. Um professioneller zu präsentieren, empfehle es es sich, deren richtige Aussprache vorab zu üben und so Versprecher zu vermeiden. „Darüber hinaus sollte man Synonyme wie ‚to take on‘ und ‚to hire‘ oder häufige Wortpaare wie ‚reach‘ und ‚goal‘ parat haben, um den Vortrag sprachgewandter und flüssiger zu gestalten“, so Sames-Pramhas.

#2 Enjoy the journey

Grundsätzlich sei es wichtig, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass das Lernen einer Fremdsprache ein Privileg und vor allem eine Freude ist. „Leider vergisst man das, wenn es eine Weile eher mühsam ist“, so Sames-Pramhas. Deshalb empfiehlt sie, das Lernen in den Alltag einzubauen, indem man sich zum Beispiel ganz klassisch die Lieblingsserie auf Englisch ansieht – vielleicht auch mit englischen Untertiteln. „Wenn ich mich auf ein bestimmtes Event vorbereiten möchte, kann ich mir auch Artikel zu dem Thema suchen – davon profitiere ich nicht nur sprachlich, sondern auch fachlich.“ Letztlich gelte es, sich die positiven Seiten des Lernens vor Augen zu halten: „Alle bewundern schließlich Menschen, die mehrere Sprachen beherrschen. Das würde ich immer im Hinterkopf behalten.“

#3 Take your time

Schweißnasse Hände. Trockener Hals. Die Beleuchtung blendet. Die Sekunden vor dem Start eines Vortrages sind oft die reinste Tortur – wenn der Vortrag dann auch noch statt in der Muttersprache auf Englisch gehalten werden muss, gerät er nicht selten zu einer hektischen Stotterpartie. „Unabhängig von der Sprache, in der vorgetragen wird, ist die wichtigste Regel beim Sprechen vor Publikum: tief Luft holen, ein freundliches Gesicht im Publikum suchen und langsam sprechen“, so Sames-Pramhas. Gerade bei Vorträgen, in denen Englisch auch für die Zuhörenden eine Fremdsprache ist, bräuchten diese Zeit, um die Informationen zu verarbeiten. „Während des Sprechens nehmen wir die Zeit ganz anders wahr. Was wir oft schon als zu langsam empfinden, ist für das Publikum erst ein angenehmes Sprechtempo.“

#4 Pobody is Nerfect

„Nichts ist schlimmer, als etwas vorzuspielen, das man nicht ist“, sagt Sames-Pramhas. Ein sprachlich perfekter Vortrag, der aber Wort für Wort auswendig gelernt ist, wirke steif und unnatürlich. Viel sympathischer sei es, gut vorbereitet, aber frei und ungezwungen zu sprechen. „Wir haben da oft sehr hohe Ansprüche, aber Native Speaker sind geduldig und verzeihen viele Fehler – wir selbst verstehen es ja auch, wenn Nicht-Muttersprachler nicht perfekt Deutsch sprechen.“ Sollte das Lampenfieber zuschlagen und ein Wort aus dem Gedächtnis verschwunden sein, könne man auch ruhig Hilfe aus dem Publikum annehmen: „Das macht den Sprecher nahbar und baut die Distanz zum Publikum ab.“_

# Zur Person

Michaela Sames-Pramhas hat langjährige Business-Erfahrung. In ihrer Agentur Moving Up bietet sie personalisierte Sprachkurse für Businesskunden an. Gemeinsam werden Ziele definiert – das kann die Vorbereitung auf einen speziellen Vortrag oder auch die allgemeine Verbesserung der Sprachkenntnisse sein. Anschließend wird in gemeinsamen Onlinesessions am Erreichen dieser Ziele gearbeitet, auch für das eigenständige Lernen werden für die Kunden Inhalte nach ihren persönlichen Bedürfnissen zusammengestellt.

www.moving-up.at

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