Pick your choice!

Lehre, Studium oder doch FH? Vor dieser Frage stehen die meisten irgendwann auf ihrem Karriereweg. Die richtige Entscheidung zu treffen ist gar nicht so einfach, prägt sie doch das restliche Leben. Dabei könnte man diese Entscheidung eigentlich viel gelassener treffen. Denn: Es kommt gar nicht darauf an, was man macht. Es kommt darauf an, wie man es macht! Egal ob Lehre, Studium oder FH – diese zehn Persönlichkeiten zeigen, dass ein erfülltes Berufsleben eine Frage der Bereitschaft ist.

Die unzähligen Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen machen eine Karriere mit Lehre zu einem Erfolgsweg.

Mario Derntl Geschäftsführer, zukunft.lehre.österreich

Mario Derntl

Geschäftsführer, zukunft.lehre.österreich

Lehre als Mechatroniker bei der voestalpine in Linz

Welche (Karriere-)Möglichkeiten hat Ihnen die Lehre eröffnet?

DERNTLNach meiner Lehrzeit habe ich die Matura nachgeholt, war Landesgeschäftsführer der Lehrlingsunion, eine Weile für Bundeskanzler Sebastian Kurz tätig, war beruflich in den USA und danach bei Siemens in Linz. Zusätzlich habe ich Personalmanagement studiert sowie kürzlich mein MBA-Studium abgeschlossen. Nun habe ich die große Ehre, mich als Geschäftsführer für die größte private Lehrlingsinitiative Österreichs einzusetzen. Die Lehre war definitiv der goldrichtige Startpunkt für mich.

Was konnte Ihnen Ihre Ausbildung nicht bieten?

DERNTLIch war zu Beginn meiner Lehrzeit kein einfacher Jugendlicher und habe es meinen Ausbildern nicht immer ganz leicht gemacht. Entsprechend musste ich auch lernen, mit Widerstand umzugehen. Das haben meine Ausbilder im Nachhinein betrachtet richtig gut gemacht. Außerdem bin ich eher ein praktischer als ein theoretischer Lerntyp, weswegen mir die duale Ausbildung sehr entgegengekommen ist.

Warum würden Sie jungen Menschen eine Lehre als Karriereweg empfehlen?

DERNTLDurch die wertvolle Arbeitserfahrung, das praktische Erlernen von Fachkompetenzen und das Verdienen vom ersten eigenen Gehalt ist man während der Lehrzeit vielen Gleichaltrigen, die eine Ausbildung an einer weiterführenden Schule absolvieren, am Arbeitsmarkt weit voraus. Die unzähligen Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen machen eine Karriere mit Lehre zu einem Erfolgsweg.

Mir hat die Lehre sehr bald auch einen Einblick in die sozialen Belange als Arbeiter geboten.

Werner Steinecker Generaldirektor, Energie AG Oberösterreich und Präsident, zukunft.lehre.österreich

Werner Steinecker

Generaldirektor, Energie AG Oberösterreich und Präsident, zukunft.lehre.österreich

Lehre als Elektriker bei Oberösterreichische Kraftwerke AG

Was hätten Sie beruflich ohne Ihre Lehrlingsausbildung nicht erreicht?

STEINECKERMir hat die Lehre sehr bald auch einen Einblick in die sozialen Belange als Arbeiter geboten. Eine Erkenntnis, die ich sehr gut brauchen konnte, um die Karriereleiter hochzusteigen – sie half mir dabei, nie den Blick für die Arbeiterschaft zu verlieren.

Wenn Sie Ihren Karriereweg rückwirkend betrachten: Was würden Sie wieder genauso machen? Was anders?

STEINECKERIch durfte eine Vielzahl von Ausbildungswegen erleben: Lehre, Abendmatura, Universitätsstudien und ausländische Masterstudien. Die Lehre war für mich sicher der wichtigste Baustein in dieser Sammlung, zumal sie in der höchsten Prägungsphase im Alter zwischen 15 und 20 Jahren stattfand. Was ich intensivieren würde, wäre die sprachliche Ausbildung! Ein Manko von den österreichischen Technikern ist oft das fehlende oder schlechte Englisch.

Worauf kommt es an, damit man als Absolvent ankommt?

STEINECKERMan soll sich immer ein solides Grundmaß an Neugierde bewahren und als Elixier für das persönliche Fortkommen verwenden. Die Grundprinzipien des korrekten Umgangs mit Menschen und ein freundliches, sympathisches Wesen sind gleichermaßen wichtig für einen jungen Lehrling – speziell bei seinem Eintritt in das Berufsleben.

An erster Stelle steht definitiv Freude am Beruf.

Gina Aichbauer Inhaberin, Hairgott Graz

Gina Aichbauer

Inhaberin, Hairgott Graz

Lehre als Friseurin beim Salon Intercoiffeur Erika in Gleisdorf

Wieso haben Sie sich für eine Lehre als Ausbildungsweg entschieden?

AICHBAUERDa ich mich schon seit frühester Kindheit für Mode und Styling interessiert habe, war es für mich naheliegend, einen kreativen Beruf zu ergreifen. Als dann eine Lehrstelle als Friseurin in Gleisdorf frei wurde, musste ich nicht lange überlegen – mein Beruf ist meine Berufung!

Was konnte Ihnen Ihre Ausbildung nicht bieten?

AICHBAUERIch habe eine hervorragende Ausbildung genossen. Dass ich bis heute die einzige Frau in Österreich bin, die als Hairdresser of the Year ausgezeichnet wurde, wäre wahrscheinlich ohne meine Lehre nicht möglich gewesen. Meine ehemalige Chefin war ihrer Zeit voraus: Wir hatten schon damals kontinuierliche Lehrlingsabende, bei denen wir auf alles, was den Friseurberuf ausmacht, vorbereitet wurden.

Worauf kommt es an, damit man als Absolventin ankommt?

AICHBAUERAn erster Stelle steht definitiv Freude am Beruf. Aber auch wenn es geringe Ausbildungslücken gibt, ist das für mich kein Grund, jemanden nicht einzustellen. Denn wenn die Motivation und der Ehrgeiz da sind, kann man vieles nachholen und lernen.

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