Ein ausgeklügeltes System

Das Immunsystem – unser Freund und Helfer. Es wird aktiv, um uns gesund zu halten und uns vor Krankheiten zu schützen. Eine Mammutaufgabe, denn Erreger gelangen regelmäßig über Atemluft und Nahrung, aber auch über trockene Schleimhäute oder Wunden in den Organismus. Auf welche Mechanismen das Immunsystem beim Schutz unseres Körpers zurückgreift, erklärt Arbeitsmedizinerin Dorothea Gallistl-Niel vom Klinikum Wels-Grieskirchen.

„Das Immunsystem des Menschen ist ein ausgeklügeltes biologisches Abwehrsystem aus spezialisierten Organen, Geweben, Zellen und Eiweißen.“, sagt Dorothea Gallistl-Niel. Seine Aufgaben sind das Erkennen, Bekämpfen und Eliminieren von eindringenden Krankheitserregern. Das können Bakterien und Viren, Pilze, Parasiten oder Fremdstoffe sein. Man unterscheidet das angeborene und das erworbene Immunsystem.

Angeborenes Immunsystem

Die wichtigsten Komponenten des Immunsystems bilden alle äußeren und inneren Oberflächen des Körpers, wie Haut und Schleimhäute. Zusätzlich zu diesem mechanischen Schutz vor dem Eindringen von Krankheitserregern blockieren chemische Stoffe, zum Beispiel Magensäure, das Anlagern von Bakterien oder Viren. Durch ihre ständige Bewegung hindern auch die Flimmerhärchen in den Bronchien und die Darmmuskulatur Erreger daran, sich festzusetzen. Auch das Freisetzen von Körperflüssigkeiten wie Schweiß, Urin oder Tränen kommt unter anderem dieser Funktion nach. Sollte es einem Erreger doch gelingen, in den Körper zu gelangen, werden Abwehrzellen und Eiweiße aktiv. Die Fähigkeit, bereits eingedrungene Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten zu eliminieren, kommt aber insbesondere den vielfältigen Zellen unseres Immunsystems zu, den Leukozyten. „Sie sind hochwirksam und lernfähig“, erklärt Dorothea Gallistl-Niel, Arbeitsmedizinerin am Klinikum Wels-Grieskirchen, „einerseits besitzen sie die angeborene Fähigkeit zur Bekämpfung von Erregern, andererseits sind sie lernfähig und können Immunität gegen bestimmte Erreger ausbilden.“

Erworbenes Immunsystem

Zum erworbenen Immunsystem zählen die T- und B-Lymphozyten sowie die Antikörper. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn das angeborene Immunsystem den Erreger nicht vernichten kann. Dafür braucht es etwas Vorlaufzeit, denn sie müssen den Angreifer erkennen, gezielt bearbeiten und abspeichern, um ihn später rascher zu bekämpfen. Durch diese Erinnerungsfunktion wird der Körper nach durchgemachter Krankheit immun gegen bestimmte Erreger. Zumindest in einem solchen Ausmaß, dass er die Erkrankung bei einer erneuten Infektion nur abgeschwächt oder sogar unbemerkt durchläuft. Dieses Prinzip macht sich der Mensch durch Impfungen zunutze: Durch gezieltes Verabreichen von Antigenen wird das Bilden von Antikörpern erreicht, welche im Falle einer Infektion einen schweren Krankheitsverlauf verhindern.

Die Zellen unseres Immunsystems sind hochwirksam und lernfähig.

Dorothea Gallistl-Niel Arbeitsmedizinerin, Klinikum Wels-Grieskirchen

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