Bühne frei für ...

... einen internationalen Kongress. Oder ein Teambuilding-Seminar. Einen Produktlaunch oder auch ein Führungskräftetraining. Die Zahl der Business-Events steigt – und mit ihr die Möglichkeiten für deren Austragung. Während durch die wachsende Veranstaltungsbranche einerseits immer mehr Anbieter in den Markt drängen, steigen andererseits auch die (individuellen) Erwartungen der Tagungsgäste im Hinblick auf Technik, Versorgung, Ambiente und Rahmenprogramme. Ein Blick auf den oberösterreichischen Tagungsmarkt zeigt, wie sich Akteure in der Tagungsindustrie profilieren können.

„Es heißt, bei der Organisation von Veranstaltungen stellen Tagungen und Kongresse die Königsdisziplin dar. Wer hier keine Spitzenleistung erbringt, hat im Wettbewerb ganz rasch das Nachsehen.“ Karin Pernica weiß das, denn sie ist seit acht Jahren Geschäftsführerin des Tourismusverbandes der Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach und leitet in einer Doppelfunktion das Veranstaltungs- und Tagungszentrum Atrium Bad Schallerbach. Damit werden regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze gesichert – denn die Tagungsindustrie ist als wesentlicher Wirtschaftszweig in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Mehr als 18.000 Veranstaltungen konnte die Tagungsbranche im Jahr 2015 verzeichnen – und diese Zahl nimmt stetig zu, wie etwa der Meeting Industry Report Austria (MIRA) zeigt. Zudem verraten die Zahlen des Trendbarometers: Mit dem Geschäftstourismus, einem der am schnellsten wachsenden Märkte in der Tourismusbranche, wächst auch die Anzahl an Destinationen und Locations. In dem sich zuspitzenden Wettbewerb sind Flexibilität, Professionalität und vor allem Individualität gefragt – und zwar mehr denn je, wie Pernica bemerkt: „Diese Begriffe sind nicht nur Schlagworte, sondern stellen genau jene Herausforderung dar, die es in immer höherem Maße zu bewältigen gilt, um im ohnehin schwierigen Markt bestehen zu können.“ Während die Anforderungen an eine Location immer höher werden, verkürzen sich gleichzeitig die Investitions- und Innovationszyklen. In der Tourismusbranche müsse man deshalb besonders auf die Bedürfnisse und Erwartungen von Organisatoren eingehen. Ein besseres Verständnis der Faktoren, die ihre Entscheidungen bestimmen, sei entscheidend um zu überzeugen. Was genau sind nun diese Faktoren? Unter welchen Kriterien entscheidet man sich für eine Veranstaltungsstätte?

„Die Herausforderungen sind von zwei Seiten zu betrachten: Zum einen was den internen Moderator betrifft, der die Teilnehmer bei einem Seminar anleitet. Der Trainer sollte das Format lebendig gestalten, er muss die Leute dazu animieren, mitzumachen und ihm seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu braucht er hohes Wissen an Livekommunikation und sollte verschiedenste Werkzeuge einbauen, die technisch natürlich am neuesten Stand sind“, sagt Andreas Zebisch vom oberösterreichischen Convention Bureau und ergänzt: „Was überhaupt nicht geht ist, dass jemand einen 20-minütigen Frontalvortrag mit Powerpoint-Präsentation hält. Um wirklich die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer zu bekommen, muss er volles Edutainment bieten.“ Und das Haus selbst? „Das muss sowieso alle Stücke spielen“, so Zebisch. Unterhaltsames Lernen also, das durch modernste technische Lösungen möglich gemacht wird. Gut, aber ist das schon alles was es braucht, um seine Gäste zu beeindrucken? Ingrid Krieger, die gemeinsam mit Andreas Zebisch potentielle Veranstalter durch die Vermittlung freier Kapazitäten bei ihren Partnerbetrieben unterstützt, sieht auf der Anbieterseite noch eine weitere Aufgabe, die sich zusehends verschärft: „Die Buchungen werden immer kurzfristiger – und weil die Anfragen spontaner kommen, ist dementsprechend auch die Verfügbarkeit der gewünschten Locations oft nicht gegeben.“ Das Angebot sei zwar prinzipiell groß, allerdings gebe es oft keinen Spielraum bei den Buchungen mehr. „Der Vorteil des Convention Bureau ist, dass wir als Ideengeber und Berater fungieren und schnell eine Location mit den nötigen Anforderungen vermitteln können“, so Krieger.

Als Kernkompetenz einer erfolgreichen Destination im Tagungstourismus beschreibt das Team des oberösterreichischen Convention Bureau jedoch eines: den steigenden Individualisierungstrend. „Wenn ich den nicht erfülle – sowohl als Trainer, indem ich auf die unterschiedlichsten Anfragen meiner Gruppe eingehe, als auch als Location selbst – bin ich außen vor“, sagt Krieger. Individuellen Ansprüchen gerecht zu werden, und zwar in allen Bereichen einer Tagung, sei das Wichtigste für einen Anbieter. „Nehmen wir an, eine kleine Gruppe von vier Personen möchte ein Gründermeeting veranstalten. Bei der Buchung geben sie bekannt, dass einer davon vegan, der andere vegetarisch, der nächste glutenfrei isst und der vierte ein Bier dazu will. Das darf dann überhaupt kein Thema sein – und obendrein muss es auch noch gut schmecken“, eklärt Zebisch. Anforderungskriterien wie diese würden wir in Oberösterreich aber sehr gut erfüllen, „und das hebt uns im Bereich der Flexibilität ab“, sagt das Team beinahe im Chor. Es sind Veranstaltungslocations wie das Atrium Bad Schallerbach, die in Oberösterreich professionelle Dienstleistungen in der Organisation von Tagungen und Kongressen und ebenso die notwendige Infrastruktur dafür bieten. Daneben braucht es aber auch Anbieter für Side-Events und besondere Incentives, um das Team zu motivieren und neue Blickwinkel für den Berufsalltag zu entdecken. Und davon gibt es in Oberösterreich jede Menge – hier eine Auswahl von vier unterschiedlichen Adressen für ebenso unterschiedliche Anforderungen.

Watzinger Powersports

Aus dem Alltag ausbrechen und sich in ein Abenteuer stürzen. Ein Gefühl der Freiheit erleben. Wer hat das nicht schon einmal herbeigesehnt? In Reichenau kann man ausprobieren, wie sich das anfühlt. Zum Beispiel bei einer Quad-Tour durch das Mühlviertel. Das schweißt zusammen. Und weckt müde Geister.

Dabei genießt man die freie Fahrt durch ein weitläufiges Areal, auf zwei verschiedenen Touren kann man mit dem allradbetriebenen Geländefahrzeug über Stock und Stein düsen. „Die kleine Quad-Safari dauert etwa zwei Stunden, bei der großen Runde ist man bis zu drei Stunden unterwegs“, sagt David Watzinger, Abteilungsleiter bei Watzinger Powersports. Nach einer kurzen Einschulung auf dem Firmengelände in Reichenau folgt man dem Tour-Guide durch die Landschaft im Mühlviertel. Was folgt, ist nichts für schwache Nerven, denn die Touren, die zu 90 Prozent im Offroad-Gelände verlaufen, haben es in sich: „Das ist teilweise wirklich extremes Gelände, wo auch Seilwinden benötigt werden – hier braucht man echtes Teamwork“, so Watzinger. Die Strecke wird aber nicht ohne Pause zurückgelegt: Beim kurzen Boxenstopp im Wirtshaus lassen sich die Energiereserven wieder auftanken – auch das schweißt zusammen.

Vor mehr als 60 Jahren als Landmaschinenhandel gegründet, hat das Traditionsunternehmen in Reichenau sein Angebot auf insgesamt vier Standbeine erweitert. Zum Angebot an motorisierten Freizeitgeräten zählen unter anderem Jetskis, Motorräder, Motorroller, Schneemobile, Quads und All Terrain Vehicles.

www.powersports-x.at

Atrium Bad Schallerbach

Bei der Wahl des Veranstaltungsortes für einen (internationalen) Kongress denken die meisten in erster Linie an eine Großstadt. Was vor allem an den guten Verkehrsanbindungen, einer breiten Hotelauswahl und einem vielfältigen Kultur- und Gastronomieangebot liegt. Ein Thermenort mit ruhiger Lage im Grünen kann das aber auch. Gutes Beispiel: das Atrium Bad Schallerbach.

Flexible Technik- und Raumlösungen ermöglichen es, dort ein kleines Seminar für zehn Personen oder aber auch einen Kongress für bis zu 700 Personen zu veranstalten. Dabei ist jede Veranstaltung einzigartig, wie Karin Pernica in ihrer langjährigen Position als Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Bad Schallerbach und des Tagungszentrums Atrium bemerkt hat: „Keine Tagung gleicht einer anderen. Große Kongresse sind aber schon eine andere Liga und erfordern eine sehr komplexe Planung.“ Die Bundestagung des österreichischen Maschinenrings, eines der führenden Dienstleistungsunternehmen in allen ländlichen Regionen Österreichs, ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben. Dazu wurde nicht nur der Innenbereich des Atriums mit dem Europasaal und allen weiteren Seminarräumen angemietet, sondern auch die gesamte Außenfläche genutzt. „Das war eine Messe und ein Kongress zugleich und wohl eine der herausforderndsten Veranstaltungen, die wir je organisiert haben“, erzählt Pernica. Ein wichtiger Faktor bei Großveranstaltungen wie diesen sei nicht nur, tagsüber ein konzentriertes Arbeitsumfeld zu schaffen und abends für ausreichend Rahmenprogramm zu sorgen, sondern ebenso eine ausreichende Bettenkapazität zur Verfügung zu stellen. „Mit dem Verbindungsgang in das angrenzende Thermenhotel und vier weiteren Hotels im fußläufigen Umkreis ist diese bei uns aber in jedem Fall gesichert“, so Pernica.

www.atrium-badschallerbach.at

Seminarzentrum d’accord

Ein Unternehmen steht und fällt mit seinem Team. Und weil im Berufsalltag Zwischenmenschliches häufig auf der Strecke bleibt, möchte Irmgard Yetkin die Menschen durch das Medium Kochen wieder zusammenbringen. „Genussvoll Tagen“ lautet das Motto ihrer Teambuilding-Events, die Mensch und Genuss in den Mittelpunkt rücken sollen.

„Wenn im Team etwas nicht stimmt, kann das für ein Unternehmen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben. Ist der Zusammenhalt gegeben, profitiert es hingegen enorm“, sagt Yetkin, die im gemeinsamen Kochen den idealen Weg sieht, die Gruppendynamik zu stärken. „Gemeinsames Kochen verbindet – wenn man auf diese Weise zusammenarbeitet, entstehen die Rollen ganz von selbst. Die Aufgaben werden nicht einfach vergeben, sondern man muss sich einig werden und an einem Strang ziehen“, so die ausgebildete Sozialpädagogin. In den neu eröffneten Räumlichkeiten in Linz-Urfahr können Unternehmen ein Seminar für bis zu vierzehn Personen mit anschließendem Teambuilding kombinieren, ohne dabei den Ort wechseln zu müssen.

www.d-accord.at

Horse Training Center Hellmayr

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten sind gute Führungskräfte gefragt. Klar, schließlich entwickeln sich gute Teams nicht einfach von selbst. Aber wussten Sie, dass Pferde bei der Weiterentwicklung des eigenen Führungsstils der ideale Partner sein können? Sie wollen als Herdentiere geführt werden und folgen einem Leittier – aber nur, wenn sie dieses als geeignet erachten.

„Der Grundgedanke unseres Programms „Horse Leadership – der Code der Herde“ ist, dass Pferde uns als intuitive Herdentiere Aufschluss über unser Auftreten, unsere unbewusste Körpersprache und die Arbeit im Team geben können“, erzählt Pferdetrainer Wolfgang Hellmayr, der das Familienunternehmen in Stadl-Paura führt. Wer mit Pferden kommunizieren möchte, der müsse sich auf die nonverbalen Signale, die jeder unentwegt aussendet, rückbesinnen. Denn beim Pferd wirken keine großen Reden oder edle Anzüge - als intuitive Wesen scannen sie ihr Gegenüber in Sekundenschnelle und geben ehrliches Feedback. „Sie reagieren positiv auf angenehme Signale und suchen das Weite, wenn ihnen etwas unangenehm ist“, sagt Hellmayr.

Übersetzt auf die Berufswelt bedeutet das: Schwingt ein Chef schön formulierte Reden, sieht dabei aber niemandem in die Augen und lässt die Schultern hängen, werden seine Inhalte zwar gehört, aber nur halbherzig gelebt. Ein Pferd ist da deutlicher: Bekommt es keine klaren Signale, dann wird es die Mitarbeit verweigern und sich lieber frisches Gras suchen als mit dem Menschen zu arbeiten. Das Interesse eines Pferdes gewinnt nur, wer authentisch, respektvoll, aber auch durchsetzungsfähig ist.

www.friesen.at

Eventresort Scalaria

Wer eine Veranstaltung wirkungsvoll inszenieren möchte, der muss die Sinne des Publikums ansprechen, klare Botschaften transportieren und Emotionen wecken. Im Eventresort Scalaria ist man davon überzeugt, dass jede Veranstaltung ihr eigenes Drehbuch hat – und führt gemeinsam mit seinen Kunden Regie.

„In den letzten Jahren gab es einen Wandel vom Lösungsanbieter zum Erlebnisanbieter. Das heißt, dass eine Veranstaltung heute sowohl Erlebnischarakter als auch Wohlfühlambiente bieten muss. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam die Marketingphilosophie einer Firma, egal welcher Branche, umzusetzen“, sagt Peter Gastberger, Geschäftsführer des Eventhotels am Wolfgangsee. Um das zu ermöglichen, stehen insgesamt vier Inszenierungswelten in verschiedenen Größen sowie ein Projektteam aus drei planenden und sieben umsetzenden Abteilungen zur Verfügung. „In vielen Fällen organisieren wir Innovationsvorstellungen und Produktpräsentationen“, erzählt Gastberger und fügt hinzu: „Dabei ist es notwendig, ein Gefühl für das Unternehmen zu bekommen.“ Die Veranstaltung selbst müsse nicht immer groß sein, sondern den richtigen Aufhänger haben und in sich perfekt sein. „Kleinere Motivations- und Strategiemeetings sind bei uns ebenso üblich“, so Gastberger.

www.scalaria.com

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