Linz rückt näher an die Donau

Drei Tage und Nächte, von 28. bis 30. Juni, feiert ganz Linz an der Donau. Die zweite Auflage von „Ufern“ bietet ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt – für Linzer und Besucher. Mit dem umfangreichen musikalischen und gastronomischen Angebot zeigt sich das ehemalige Fischerdorf „Alturfahr-West“ erneut von seiner besten Seite.

Schon mal daran gedacht, die Seite zu wechseln? Die Seite der Donau. Denn auch wenn die Landstraße natürlich vieles zu bieten hat, Linz ist mehr. Zum Beispiel ein grünes Dorf mitten in der Stadt. Nein, gemeint ist damit nicht der Urfahranermarkt. Sondern das eher unbekannte Stadtgebiet nebenan, westlich der Nibelungenbrücke. Früher als Fischerdorf bekannt, ist Alturfahr-West mit den Jahren in Vergessenheit geraten. „Warum nur?“ fragt man sich, wenn man an der Donau entlangspaziert und das neu Entdeckte erkundet: Gastgärten, verwinkelte Gassen, Strände und die vielen Aussteller mit selbstgemachtem Kunsthandwerk, landestypischen Getränken, Snacks und Fischspezialitäten aus der Region

Ufern bringt südländisches Flair nach Linz

Ein ganz besonderes Ambiente, das auch Wirtschaftsstadträtin und Mitinitiatorin Susanne Wegscheider zu schätzen weiß. „Die Atmosphäre, die sich an diesen Tagen in Alturfahr-West verbreitet ist einmalig und bringt südländisches Flair nach Linz.“ So eng wie in Italiens Gassen ist es auch tatsächlich. 20.000 Besucher tummelten sich im vergangen Jahr auf der Promenade - angelockt von kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region und einem unterhaltsamen Musik- und Wasserprogramm. Anders als im Vorjahr ist Thomas Pflügel, Inhaber des Fischerhäusls, für die Veranstaltung gut gerüstet. „Der Erfolg im letzten Jahr hat uns etwas überrumpelt. Mit so vielen Gästen haben wir einfach nicht gerechnet. Bereits um acht Uhr abends ist fast alles ausgegangen.“ 100 Kilogramm Shrimps hatte er bis dahin verkauft. Dieses Jahr warten jede Menge Riesengarnelen vor dem Gasthaus auf die hungrigen Besucher. Insgesamt präsentieren rund 50 Aussteller entlang der Donau selbstgemachtes Kunsthandwerk, landestypische Getränke, Snacks und Fischspezialitäten.

Neben dem gastronomischen Angebot wird auch kulturell einiges geboten. Die Ausstellung „Urfahr in alten Ansichten“ etwa, entführt in die Vergangenheit und schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Moderne. Stadtführungen an Bord der MS Helen und die Donauausstellung am Schiff Negrelli eröffnen einen ganz neuen Blick auf Linz. Ein Kinderpark mit Dichterlesungen und Musikeinlagen machen „Ufern“ zu einem Fest für die ganze Familie.

Ziel der Veranstaltung ist nicht nur, Linz näher an die Donau zu bringen. Alturfahr-West soll einem breiten Publikum als Ort der Erholung vorgestellt werden. Spätestens seit „Ufern 2012“ haben viele Linzer den grünen Stadtteil mit der florierenden Gastgartengastronomie und den engen, verwinkelten Gassen für sich entdeckt. Fragt man Silvia Mayr-Pranzeneder, Stadtführerin und Geschäftsführerin des Biergartls an der Donau, nach den Gründen, gerät sie ins Schwärmen. „Alturfahr-West ist mir ans Herz gewachsen - hier kennt man sich noch, trifft sich zufällig und kann eine Art ländliche Idylle genießen. Viele Künstler haben sich heute hier niedergelassen und tun das Ihrige dazu, um diesen Stadtteil zu etwas Besonderem zu machen.“ Bei ihr besonders beliebt im Sommer: Der ruhige Badestrand am Steinmetzplatzl mit Blick auf den Römerberg, auf das Schloss und die Linzer Stadtkulisse. Man hat von hier aus eben ganz Linz im Überblick. Und erlebt damit, dass die Donau keine Grenze ist. Sondern die Verbindung zweier verschiedener Stadtteile – wovon jeder Teil sein gewisses Etwas hat._

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