• Newsletter
  • Jobs
  • Werben
DIE MACHER DIE MACHER
  • Print
  • Abo
  • Konto
0,00 € 0 Warenkorb
  • Menschen
  • Podcast
  • Digitalwelten
  • MACHERjobs
  • Karriere
  • Lifestyle
  • Unternehmen
  • Zukunft
  • Karrieresprung
  • SchonGewusst
  • Menschen
  • Podcast
  • Digitalwelten
  • MACHERjobs
  • Karriere
  • Lifestyle
  • Unternehmen
  • Zukunft
  • Karrieresprung
  • SchonGewusst
 Was wäre, wenn …
Menschen Zukunft

Was wäre, wenn …

28. Mai 2026

Oberösterreich hat sich mit einer neuen Strategie zum Ziel gesetzt, Europas KI-Leitregion zu werden. Wir nehmen Landeshauptmann Thomas Stelzer mit auf eine Reise durch mögliche Szenarien rund um die Künstliche Intelligenz – von Arbeitsmarktherausforderungen über Nachhaltigkeitsziele bis hin zu Unicorn-Chancen.

 … KI in Oberösterreich mehr Arbeitsplätze vernichtet als schafft? 

Thomas Stelzer | Bei jedem technologischen Umbruch sind gewisse Berufsgruppen weggefallen, aber es sind ebenso viele neue dazugekommen. Bei der KI wird es genauso sein. Sie bringt Erleichterungen und schafft gleichzeitig neue Berufsbilder, zum Beispiel in der Wartung und Programmierung. Außerdem beschäftigt uns der Fachkräftemangel sowieso stark. Wenn die Wirtschaft wieder stärker wächst, wird dieses Phänomen größer. Wir müssen uns also damit auseinandersetzen, wie wir Arbeit durch Technologie unterstützen können.

 … Oberösterreich tatsächlich die europäische  Spitzenposition beim Thema KI erreicht – woran würden Sie dies messen? 

Thomas Stelzer | An Patenten, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Startups. Und daran, dass wir ein starker Industrieproduktionsstandort bleiben können. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir mitten in Europa unter den herrschenden Bedingungen so stark auftreten. Die KI hat das Potential, uns das weiterhin zu ermöglichen.

 … die großen Tech-Konzerne aus den USA und China die  industrielle KI so dominieren, dass regionale Strategien  faktisch irrelevant werden? 

Thomas Stelzer | Das ist in Teilen schon Realität. Daher ist wichtig, sich darauf zu besinnen, wo unsere Nischen sind. Die starke Nähe zwischen Wissenschaft und Industrie ist unser Vorteil: Wir kommen schneller in die produzierende Anwendung und sind dadurch bei Entwicklungen vorne mit dabei.

 … sich zeigt, dass KI-Systeme trotz aller „Human-  Centered“-Ansätze systematische Diskriminierungen  reproduzieren, etwa bei Bewerbungen oder Kreditvergaben? 

Thomas Stelzer | Neue Technologien sollen uns nützen, keine schädlichen Auswirkungen haben. Darum sehen wir uns genau an, was die Technologie leisten kann, was davon wir integrieren möchten und was nicht, und schließen Unerwünschtes durch Regulierungen aus.

Das größte Ziel in den kommenden Jahren ist es, KI als Chance zu nutzen, um unsere Gesellschaft voranzubringen.
Thomas Stelzer
Landeshauptmann, Oberösterreich

 … ein oberösterreichisches KI-Startup zum europäischen Unicorn wird und Tausende hochqualifizierte Jobs in die Region bringt? 

Thomas Stelzer | Die Vorstellung gefällt mir! Wir unterstützen Forschung und Lehre an den Universitäten und Fachhochschulen, um die jungen Menschen bestmöglich für den Arbeitsmarkt zu rüsten. In unserem gesamten Bildungsangebot – von der Lehre bis zu den höheren Schulen – vermitteln wir Grundzugang zur Technologie. Dennoch werden wir auch Fachkräfte aus anderen Ländern brauchen, wenn wir den hohen Arbeitskräftebedarf in Zukunft decken wollen.

 … Bürgerinnen und Bürger sich gegen KI-Einsatz in der Verwaltung wehren, weil sie der Technologie nicht Vertrauen? 

Thomas Stelzer | Bei jedem Technologieschub gibt es Ängste, das ist absolut verständlich. Unsere Aufgabe ist: informieren, Bewusstsein schaffen und Sicherheit geben, dass wir in der öffentlichen Verwaltung nicht einfach experimentieren, sondern sehr klar geregelt und unter Beobachtung handeln.

 … Oberösterreich durch seine KI-Exzellenz zum Magnet für internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher wird – welche Rahmenbedingungen bieten Sie ihnen? 

Thomas Stelzer | Viele internationale Fachkräfte sagen uns: Ihr wisst gar nicht, welcher Schatz sich in Oberösterreich verbirgt. Städtischer Bereich, Industrie, Natur, Erholungsmöglichkeiten – alles in relativer Erreichbarkeit. Darüber hinaus die hohe Sicherheit und unsere Gesundheits- und Sozialversorgung: Was Lebensqualität anlangt, ist Oberösterreich weltweit auf einem Toplevel unterwegs.

 … der Energiehunger der KI-Rechenzentren  den Klimazielen Oberösterreichs fundamental widerspricht? 

Thomas Stelzer | Dazu dürfen wir es nicht kommen lassen. Diese Technologie braucht extrem viel Energie. Darum investieren wir in erneuerbare Energieversorgung, zum Beispiel Wasserkraft, PV, Geothermie und Speicher. Und wir schließen Kooperationen: mit Bayern für Rechenzentren, mit anderen Bundesländern, wenn es um große Investitionen geht.

 … KI die Work-Life-Balance der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher dramatisch verbessert und zu kürzeren Arbeitszeiten bei gleichem Wohlstand führt? 

Thomas Stelzer | Dass KI die Art und zeitliche Gestaltung unseres Arbeitens beeinflusst, ist klar. Wir stellen uns mit verschiedenen Arbeitsmodellen darauf ein. Ich hoffe aber, dass Menschen weiterhin in ihrer Arbeit Sinn sehen, gerne Zeit in sie investieren und Freude daran haben. 

 … sich zeigt, dass die meisten Unternehmen KI zwar spannend finden, aber in der Praxis an Fachkräftemangel, fehlenden Daten oder Budget scheitern – wie unterstützt das Land konkret? 

Thomas Stelzer | Wir investieren massiv in Forschung und Lehre vor Ort. Wir tragen dazu bei, dass die Unternehmen gute Leute halten können. Und wir müssen im Rechtsrahmen schauen: Wie machen wir Anwendungen rechtlich möglich, wenn es beispielsweise um den Zugriff auf sensible Daten geht.

 … oberösterreichische KMU durch KI ihre Produktivität verdoppeln und auf Augenhöhe mit Weltkonzernen konkurrieren können? 

Thomas Stelzer | Das ist gewünscht! Unsere Stärke ist das internationale Geschäft. Viele Unternehmen behaupten sich auf Weltmärkten, manche sind Weltmarktführer. Mit KI soll das weiter gelingen. Nur so halten wir Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land.

 … andere Bundesländer ähnliche KI-Strategien fahren – braucht es mehr Koordination in Österreich oder ist Wettbewerb zwischen den Regionen produktiv? 

Thomas Stelzer | Gesunder Wettbewerb ist produktiv und spornt an. In wesentlichen Fragen wie zum Thema Energie, wo kleinere Regionen überfordert sind, ist Abstimmung jedoch höchst vernünftig. Und das tun wir.

 … die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an unterschiedlichen Zeithorizonten scheitert? 

Thomas Stelzer | Grundlagenforschung muss unbeeinflusst von Zielsetzungen möglich sein, denn Forschung bedeutet, etwas Neues zu finden. Gleichzeitig müssen Unis mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Das Großartige an Oberösterreich ist diese unkomplizierte Nähe. Es sind immer beide Stränge nötig: Grundlagenforschung und angewandte Bereiche.

 … die EU-AI-Act-Regulierung so komplex wird, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen abgeschreckt werden? 

Thomas Stelzer | Die Gefahr ist gegeben. Die EU neigt zu sehr vielen Regelungen, was schädlich für den technologischen Fortschritt sein kann. Wir müssen darauf achten, dass Regulierungen nicht überbordend werden und nur dort entstehen, wo sie wirklich sinnvoll sind. 

 … die KI-Transformation in Oberösterreich nicht disruptiv, sondern evolutionär verläuft? 

Thomas Stelzer | Vielleicht ist es nicht spektakulär, aber kleinere Schritte führen ebenfalls zum Ziel und tragen zur verlässlichen Entwicklung bei. Natürlich hofft man auf den Big Bang. Mir ist trotzdem wichtig, die Entwicklungen Schritt für Schritt zu unterstützen. Daraus entsteht Fortschritt.

 … die größte Herausforderung nicht die Technologie ist, sondern die Veränderungsbereitschaft in Unternehmen? 

Thomas Stelzer | Das ist ein menschliches Phänomen: Man sucht in einem Moment das Neue, im nächsten verlässt einen vielleicht der Mut. Der Drang nach vorne und die Angst vor dem Neuen sind zwei Seiten einer Medaille. Darum: Bewusstseinsbildung, Aufklärung, die Faszination vorneweg stellen, damit sich viele Ängste legen.

 … 2030 KI zwar etabliert, aber die europäische Spitzenposition noch nicht erreicht ist? 

Thomas Stelzer | Ich würde die Strategie auch dann als Erfolg bewerten, weil wir weitergekommen sind. Unser Anspruch bleibt, in unseren Nischen an der Spitze mitzumischen, nur so erhalten wir unsere hohe Lebensqualität. Das größte Ziel in den kommenden Jahren ist es, diesen enormen Technologieschub als Chance zu nutzen, um unsere Gesellschaft voranzubringen._

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Max Mayrhofer

Previous post
Next post
  • Digitalwelten 598
  • Karriere 915
  • Menschen 1365
  • Unternehmen 936
  • Zukunft 1535
Weitere Artikel
Schon gewusst

Salzburg Wohnbau: Starkes Bauprogramm, Wohnraum für alle Generationen und ressourcenschonendes

28. Mai 2026

Mit einem breiten Bauprogramm, einem kontinuierlich wachsenden Verwaltungsbestand und konsequenten Investitionen in ressourcenschonendes Bauen zieht die Salzburg Wohnbau eine positive

Schon gewusst

One100 GmbH erhält Investment von Hansi Hansmann

28. Mai 2026

Weyregg am Attersee/Wien. Sperrfrist: 26.05.2026, 09:00 Uhr. Der bekannteste österreichische Business Angel beteiligt sich mit seinem Family Office mit einer

MACH ES! gesund Podcast

Glück ist kein Zufall

28. Mai 2026

20.000 Entscheidungen pro Tag. 95 Prozent davon treffen wir, ohne es zu merken. Und genau da – in diesem blinden

DIE MACHER DIE MACHER
Newsletter Anmeldung
Newsletter Anmeldung

Kategorien

Digitalwelten
Karriere
Lifestyle
Zukunft
Menschen
Unternehmen
Podcast

Menü

Abo
Print
Über uns
Kontakt
Jobs
Konto

Rechtliches

Impressum
Datenschutz
AGB für Inseratkunden
Werben bei DIE MACHER
Cookie Einstellung
© MACHER MEDIA HOUSE GMBH 2026.
MILEZO
  • Print
  • Abo
  • Konto
  • Print
  • Abo
  • Konto