Die kleine Konsumtempelkunde

Vor fast 200 Jahren wurde die erste überdachte Einkaufsstraße in den USA eröffnet. Seither hat sich die Welt der Malls und Shopping-center grundlegend verändert: Mit Spaß und Erlebnis locken sie heute die Menschen in ihre Hallen. Und werden dabei zu regelrechten Touristenattraktionen und einem veritablen Wirtschaftsfaktor.

234 Shoppingcenter gibt es in Österreich, die auf einer Gesamtfläche von 4 Millionen Quadratmetern einen Umsatz von 13,1 Milliarden Euro machen – das entspricht etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes im Einzelhandel. Zum Vergleich: In den USA sorgen die Einkaufszentren für 55 Prozent des Einzelhandelsumsatzes.

Über 33.000 Tiere leben in der Unterwasserwelt in der Dubai Mall, darunter auch 400 Haie und Rochen. Die ehemals weltgrößte Shoppingmall zählt jährlich 80 Millionen Besucher und beheimatet 1.300 Shops.

80.500 Menschen arbeiten in den heimischen Shoppingcentern. Dazu zählen 119 Einkaufszentren (Shoppingmalls), 103 Fachmarktzentren (Retail Parks), drei Factory-Outlet-Center, drei Town-Center, fünf Department Stores sowie als Sonderform das Vienna Airport Shopping am Flughafen Wien-Schwechat.

670.000.000 Besucher wurden 2017 in den heimischen Shoppingcentern gezählt. Ihnen stehen 180.000 Parkplätze zur Verfügung.

235.000 Quadratmeter misst die Verkaufsfläche der Shopping City Süd, Österreichs größtem Einkaufszentrum. Die 330 Shops beschäftigen 5.000 Personen, zählen etwa 20 Millionen Besucher und erzielen circa 1,16 Milliarden Euro Umsatz.

„Die Konsumenten flanieren am liebsten dort, wo neben Geschäften auch Gastronomie und Entertainment geboten wird. Die soziale und die haptische Komponente sind ein klarer Vorteil gegenüber dem Onlinehandel.“

Rainer Will Geschäftsführer, Handelsverband

250 Meter lang ist die Skipiste im Einkaufszentrum Xanadu in Madrid. Dort gibt es die Möglichkeit, dass man das ganze Jahr über Skifahren und Shoppen verbindet.

27 Attraktionen – von der Achterbahn bis zum Riesenrad – bietet das Nickelodeon Universe, der größte Indoorfreizeitpark in den USA, der in der Mall of America im US-Bundesstaat Minnesota beheimatet ist.

1.400.000 Quadratmeter misst die Iran Mall bereits jetzt – mit der Eröffnung des zweiten Teiles im Jahr 2020 wird sich das Einkaufszentrum auf einer Fläche von 1,95 Millionen Quadratmetern erstrecken und den Platz des größten Einkaufszentrums der Welt belegen. Schon heute beherbergt es um die 700 Läden, einen Kinokomplex mit zwölf IMAX-Kinos, ein Theater mit 2.000 Sitzplätzen, einen überdachten Vergnügungspark, ein Museum, mehrere Kunstgalerien, einen iranischen Basar, drei Hotels, einen Konferenzsaal mit 3.000 Plätzen, ein Kongresszentrum sowie Tagungs- und Banketteinrichtungen. Am Dach ist ein Sportkomplex mit 15 Sportplätzen untergebracht.

1828 wurde das erste überdachte Einkaufszentrum in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island eröffnet. Die Mall mit dem Namen The Arcade Providence beinhaltet heute neben zahlreichen Shops auch 48 Mikroapartments.

20 - 30 % der 1.300 Shoppingmalls in den USA stehen aktuellen Prognosen zufolge in den nächsten fünf Jahren vor der Schließung. Schuld daran sei vor allem die starke Konkurrenz durch den Onlinehandel, argumentiert zum Beispiel die Credit Suisse in einer neuen Studie. Betroffen seien vor allem kleinere Zentren. Als Gegenmaßnahme empfehlen Experten eine Mischnutzung, also eine ausgewogene Kombination aus Geschäften, Dienstleistungen und Gastronomie.

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