Zehn Schritte zum garantierten Burnout!

Wer für seinen Job brennt, der darf nicht davor zurückscheuen, sich die Finger zu verbrennen – oder die Seele. Wir verraten Ihnen zehn Tipps, die Sie mit Vollgas ins Burnout führen.

1. Verzichten Sie auf Hobbys!

Die Tarockrunde, der Gesangsverein oder der Salsakurs lenken Sie nur von Ihrer Arbeit ab und können getrost bis zur Pension warten. Sie haben wahrlich Wichtigeres zu tun!

2. Verbringen Sie mehr Zeit im Büro!

Massenhaft Überstunden sind das markanteste Zeichen von wahrer Motivation. Nur wer viel Zeit an einem mit Papierstapeln überladenen Schreibtisch verbringt, bringt auch wirklich etwas weiter.

3. Pfeifen Sie auf Freunde und Familie!

Am besten verbringen Sie auch Ihre Freizeit mit Kollegen und Geschäftspartnern, damit Sie Ihre Arbeit stets weiterentwickeln können.

4. Muten Sie Ihrem Körper ruhig etwas zu!

Schlaf wird überschätzt, genauso gesunde und ausgewogene Ernährung. Mit Sport, Spaziergängen oder sonstigen körperlichen Aktivitäten verplempern Sie bloß Ihre wertvolle Zeit. Der Körper ist nur das Vehikel auf dem Weg zum Erfolg! Sollte Sie einmal eine Erkältung, eine Grippe oder die Tuberkulose erwischen, pumpen Sie sich am besten mit Medikamenten voll, um sich schnell wieder ins Büro schleppen zu können.

5. Nehmen Sie Ihre Arbeit mit nach Hause!

Am Abend, am Wochenende oder auch im Urlaub können Sie konzentriert und in Ruhe jene Projekte erledigen, die in der regulären Arbeitszeit keinen Platz mehr gefunden haben.

6. Sagen Sie Ja!

Vor allem, wenn Ihre Kollegen oder Ihr Vorgesetzter Ihnen neue Aufgaben zuteilen. Arbeiten Sie Ihre To-do-Liste jeden Tag minutiös ab und lassen Sie nichts noch so Unwesentliches unter den Tisch fallen! Schließlich streben Sie stets nach Perfektion.

7. Behalten Sie stets die Kontrolle!

Und zwar über sämtliche Prozesse. Wer Aufgaben delegiert, läuft Gefahr, dass unfähige Dilettanten die ganze Angelegenheit verhunzen. Vertrauen Sie niemandem und betreiben Sie exzessives Mikromanagement bis ins kleinste Detail!

8. Bleiben Sie erreichbar!

Und das rund um die Uhr. Jede Sekunde könnte ein wichtiger Anruf oder eine geschäftsentscheidende E-Mail, ein spannender Tweet oder eine Breaking-News-Meldung kommen. Und das wollen Sie auf keinen Fall verpassen!

9. Vertrauen Sie auf die Technik!

Dank Handy, Tablet oder Laptop sind Sie nicht nur stets informiert: Die technischen Geräte bieten auch viel sinnvollere Beschäftigungsmöglichkeiten als die langweilige Natur mit ihrem schnöden Grün und ihrer unnötigen Frischluft.

10. Ignorieren Sie die Warnzeichen!

Nur weil Sie trotz ständiger Müdigkeit schlecht schlafen, dauerhaft ruhelos sind oder wenig Appetit verspüren, ist das noch lange kein Grund, um leiser zu treten. Wer wirklich Großes erreichen will, muss manchmal über seine Grenzen gehen. Im Zweifelsfall können Sie mit Koffein, Tabletten und Energy-Drinks nachhelfen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Drei Fragen an …

Michael Stingeder, Fachgruppenobmann Persönliche Dienstleister, Wirtschaftskammer OÖ

Erst im vergangenen Mai hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burnout offiziell als psychische Erkrankung anerkannt. Als Ursache wird „chronischer Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird“, genannt. Die drei Dimensionen des Syndroms umfassen Erschöpfung, zynische Distanz zum eigenen Job sowie verringertes Leistungsvermögen.

Burnout trifft längst nicht mehr nur Manager, sondern alle Bevölkerungsgruppen. Wer ist besonders gefährdet?

StingederDie Risikogruppe sind vor allem Menschen, die vom Leistungsgedanken getrieben sind. Wichtig ist es zu lernen, wo die Grenzen meiner Möglichkeiten sind, und Wesentliches von nicht Wesentlichem zu unterscheiden, egal ob beruflich oder privat.

Was soll ich tun, wenn ich erste Warnsignale bei mir entdecke?

StingederMan muss unterscheiden zwischen einem richtigen Burnout und Überforderung. Wenn ich selbstreflektiert bin und erkenne, dass etwas nicht stimmt, dann habe ich gute Chancen, das Ruder herumzureißen, bevor das System komplett zusammenbricht. Da ist es wichtig, das soziale Umfeld einzubinden und externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, ob das jetzt Freunde, der Stammtisch oder eine professionelle Begleitung sind, um Lösungsansätze zu finden. Bei einem richtigen Burnout schaffe ich das nicht mehr. Da hilft nur mehr der Arzt oder Psychotherapeut.

Was kann ich als Vorgesetzter machen, um meine Mitarbeiter vor Burnout zu schützen?

StingederDer Firmenchef hat nichts davon, wenn der Mitarbeiter ein Superprojekt hinlegt, aber danach drei Monate im Burnout ist. Es geht ums Managen von Zeit, Leistung und Pausen. Man muss aber auch den Mitarbeitern die Eigenverantwortung überlassen. Das ist eine Frage der Kommunikation und des Vorlebens.

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