Globale Krisen, geopolitische Spannungen und Lieferengpässe haben in den letzten Jahren gezeigt, wie verwundbar internationale Warenströme sein können. Gerade für ein Exportland wie Österreich ist eine stabile Versorgung essenziell. Mit dem neuen VNL-Lieferkettenmonitor wird nun ein innovatives Werkzeug eingeführt, das Unternehmen bei der Risikominimierung unterstützt.
Der Verein Netzwerk Logistik (VNL) hat in Zusammenarbeit mit dem Wiener KI-Startup Prewave eine Lösung entwickelt, die Unternehmen frühzeitig auf potentielle Risiken aufmerksam macht. Der VNL-Lieferkettenmonitor analysiert weltweit Lieferanten und bewertet sie anhand von Faktoren wie Nachhaltigkeit, finanzieller Stabilität und regulatorischer Compliance.
„Reibungslose Produktionsprozesse sind für unser exportstarkes Bundesland entscheidend. Der neue Lieferkettenmonitor hilft unseren Unternehmen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Risiken effizient zu steuern”, erklärte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Vorstellung des Projekts.
Die Grundlage des Systems bildet eine KI-gestützte Plattform von Prewave. Sie verarbeitet Daten aus mehr als 400 Sprachen und über 200 Risikotypen, um Unregelmäßigkeiten in globalen Lieferketten zu identifizieren. Unternehmen erhalten damit präzise Einblicke und können rechtzeitig reagieren. Harald Nitschinger, Mitgründer von Prewave, hebt hervor: „Mit unserer Plattform bieten wir Unternehmen nicht nur Transparenz, sondern auch die Möglichkeit, proaktiv auf Risiken zu reagieren.”
Der Monitor bietet eine intuitive Lösung insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die oft nicht über die Ressourcen für komplexe Compliance-Prozesse verfügen. Durch den gezielten Einsatz künstlicher Intelligenz können Risikoberichte effizient erstellt und gleichzeitig regulatorische Anforderungen wie das deutsche Lieferkettengesetz oder die EU-Entwaldungsverordnung erfüllt werden.
VNL-Obmann Franz Staberhofer betont die Vorteile: „Unsere Mitglieder erhalten einen digitalen Feldstecher, der sie frühzeitig auf Probleme hinweist und sie durch den Dschungel der Compliance-Vorgaben navigiert.”
Parallel zu dieser technologischen Innovation gibt es auf politischer Ebene eine Bewegung hin zu weniger Bürokratie. Die EU-Kommission hat angekündigt, Berichtspflichten für Unternehmen zu reduzieren und das Lieferkettengesetz um ein Jahr zu verschieben. Achleitner sieht das als wichtigen Schritt, warnt aber: „Den Ankündigungen aus Brüssel müssen auch Taten folgen. Die EU muss eine Industriepolitik betreiben, die Wettbewerbsfähigkeit sichert.”
Mit dem neuen Lieferkettenmonitor wird Oberösterreich zu einem Vorreiter in der intelligenten Steuerung von Lieferkettenrisiken. Die Verknüpfung von datengetriebenen Analysen, künstlicher Intelligenz und politischer Weichenstellung könnte Unternehmen den entscheidenden Vorteil in einer zunehmend volatilen Welt bieten.
Land OÖ / Denise Stinglmayr
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