Internationale Summer Academy stärkt Netzwerke für angehende Ingenieurinnen
16 Studentinnen aus 14 Ländern vertieften an der FH Oberösterreich ihr technisches Wissen, arbeiteten an Zukunftsthemen und knüpften internationale Kontakte für ihre berufliche Laufbahn.
Internationale Zusammenarbeit, technologische Zukunftsthemen und interdisziplinärer Austausch standen im Mittelpunkt der diesjährigen „International Summer Academy in Engineering for Women“ (ISAE4W) der FH Oberösterreich. Bereits zum zwölften Mal brachte das Programm angehende Ingenieurinnen aus aller Welt nach Wels. Neben fachlichen Inhalten spielte insbesondere der Aufbau eines internationalen Netzwerks eine zentrale Rolle.
Technologie trifft internationale Zusammenarbeit
16 Teilnehmerinnen aus Marokko, Estland, Belgien, Brasilien, Peru, Australien, Israel, den Philippinen, Kroatien, Italien, Mexiko, Vietnam, Bolivien und Deutschland beschäftigten sich während der beiden letzten Juliwochen mit aktuellen technologischen Fragestellungen.
Die Akademie gliederte sich in sechs Themenbereiche: Mobilität, Energie, Gesundheit und Ernährung, Design und Technologie sowie Kooperation. Forschende und Lehrende der FH Oberösterreich sowie externe Expertinnen und Experten aus der Industrie leiteten Laboreinheiten, Workshops und Projektarbeiten.
Das Programm umfasste unter anderem Design Thinking und kreative Ingenieurmethoden, Leichtbau, Brückenbau, Wasserturbinensimulation, Künstliche Intelligenz, aktuelle Entwicklungen in der Ernährungswissenschaft, Extended Reality, Medizintechnik und das Internet der Dinge.
„Ein wichtiger Benefit der Summer Academy ist das internationale Netzwerk. Viele bleiben jahrelang in Kontakt und profitieren vom internationalen Austausch“, setzt die Organisatorin der Summer Academy, Kamilla Trubicki vom International Office, auf die in Wels entstandenen Freundschaften.
Zukunftstechnologien gemeinsam weiterdenken
Ein Schwerpunkt der Summer Academy lag auf interdisziplinärer Projektarbeit. Unter dem Titel „Die Auswirkungen einer technischen Innovation auf unseren Alltag in 15 Jahren“ entwickelten die Teilnehmerinnen in internationalen Teams Konzepte zu künftigen technologischen Entwicklungen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen.
Dabei kombinierten sie ihr technisches Wissen mit unterschiedlichen kulturellen und fachlichen Perspektiven. Gefragt waren neben technischem Verständnis auch Teamarbeit und kritisches Denken. Die betreuenden FH-Professor*innen Claudia Probst, Karin Nachbagauer und Manuel Selg attestierten den Technik-Studentinnen „spannende Projekte, die viel Potenzial für die Zukunft aufzeigen.“
Einblicke in Wirtschaft, Forschung und österreichische Kultur
Ergänzend zum akademischen Programm erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in die Praxis. Besuche bei Rosenbauer, dem Transfercenter für Kunststofftechnologie (TCKT) sowie dem Department für Medizintechnik der FH Oberösterreich am Campus Linz ermöglichten den Austausch mit Wirtschaft und Forschung.
Abgerundet wurde das Programm durch eine Stadtführung in Wels, einen Besuch des Ars Electronica Center in Linz sowie gemeinsame kulturelle Aktivitäten.
Auch die Teilnehmerinnen ziehen ein positives Fazit. Ashyra aus Australien sagt: „Die Teilnahme an der International Summer Academy for Women in Engineering war ein unvergessliches Erlebnis. Jede Veranstaltung bot neue Perspektiven und wertvolle Einblicke, die mein Verständnis für MINT-Bereiche und die vielfältigen Möglichkeiten, die vor uns liegen, vertieften. Neben den fachlichen Aspekten war das absolute Highlight, großartige Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und echte Freundschaften zu schließen, von denen ich weiß, dass sie lange Bestand haben werden.“
Bruna aus Brasilien hebt insbesondere den interdisziplinären Charakter hervor: „Als Studentin des Bauingenieurwesens wusste ich zuvor nur wenig über andere Ingenieurdisziplinen. Es war inspirierend, etwas über verschiedene Fachgebiete zu lernen, neue Technologien zu entdecken und zu sehen, wie Ingenieurinnen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammenarbeiten, um reale Probleme zu lösen. Diese Erfahrung hat meinen Horizont erweitert und meine Leidenschaft für das Ingenieurwesen gestärkt.“
INFOBOX
Über die FH Oberösterreich
Die FH Oberösterreich ist nach eigenen Angaben die forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs. An den vier Standorten Hagenberg, Linz, Steyr und Wels werden Studiengänge in den Bereichen Informatik, Kommunikation und Medien, Medizintechnik, Angewandte Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Management sowie Technik und Angewandte Naturwissenschaften angeboten. Insgesamt umfasst das Studienangebot 75 Bachelor- und Masterstudiengänge, darunter 32 berufsbegleitende Programme.
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