99,67 Prozent Gesamtzufriedenheit. 19-mal „Salzburgs bestes Seminarhotel“. Solche Zahlen entstehen im Hotel Ammerhauser nicht auf dem Papier. Sondern, indem nichts dem Zufall überlassen wird und trotzdem nichts inszeniert wirkt.
Kein Suchen. Kein Warten. Kein „Das müsste eigentlich funktionieren“. Die Technik im Seminarraum läuft, in der Pause steht der Kaffee bereit, das richtige Zimmer wartet auf den richtigen Gast. Selbstverständlich? Nur, wenn sich jeden Tag jemand darum kümmert. „Ein Seminarhotel lebt davon, dass jedes Detail funktioniert, von der Technik im Raum bis zur Tasse Kaffee in der Pause, und genau darauf legen wir jeden Tag unseren Fokus“, sagt Maria Ammerhauser.
Sie prüft sogar die Zimmereinteilung noch einmal persönlich. Eine Kleinigkeit, könnte man meinen. Für Maria entscheidet sich aber genau dort oft, ob ein Aufenthalt rund läuft. „Das Wichtigste ist es meiner Meinung nach, konstant abzuliefern.“ Dabei helfen vor allem jene Menschen, die das Haus seit Jahren kennen: Viele Mitarbeiter sind lange im Team, neue erleben im täglichen Miteinander, was persönliche Gastfreundschaft bedeutet. „Herzlichkeit steckt an, wenn man sie jeden Tag vorlebt.“
Maria nennt das „Wachstum nach innen“. Nicht mehr Zimmer. Nicht mehr Gäste. Nicht mehr um jeden Preis. Worauf sie dafür bewusst verzichtet? Auf Schönrederei. Braucht ein Zimmer eine Renovierung, spricht sie es aus. Kann sich das Haus eine Investition gerade nicht leisten, ebenso. „Dieses ehrliche Ansprechen, das ist für mich der Kern von Wachstum nach innen. Lieber weniger versprechen und mehr halten.“
Auch Nachhaltigkeit findet hier nicht auf Hochglanzbroschüren statt, sondern im Alltag: Strahlregler reduzieren unbemerkt den Wasserverbrauch, regionale Lieferanten kennt Maria persönlich, bei Schleuderpreisen sagt sie Nein. „Nachhaltigkeit ist bei uns kein Verkaufsargument, sondern gehört einfach dazu.“ Kein großes Etikett. Keine Schönrederei. Kein Blabla. Und vielleicht beginnt genau dort das gewisse Etwas: wo man sich nichts schönredet – sondern ehrlich genug ist, zu sehen, was noch besser werden darf. _
Kathrin Gollacknerfotografie
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