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 Vom Nice-to-have zum Must-have
Lifestyle Menschen

Vom Nice-to-have zum Must-have

„Eigentlich ist das der geilste Job der Welt“, erzählt uns Karl Prinz, kurz bevor wir die Aufnahme unseres Podcastinterviews starten. Als Corporate Health Consultant bei EGYM Wellpass hilft er Unternehmen dabei, abwechslungsreiche Sport- und Well-Being-Angebote als flexiblen Benefit zu etablieren, um so die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu stärken. „Win-win-win“, wie er sagt.

Mal angenommen, du betrittst einen Raum, in dem zehn Leute sitzen. Sieben davon legen die Stirn in Falten, kneifen die Augen zusammen, seufzen genervt. Wie sehr wünschst du dir, dass dies nicht ihre Reaktion auf deine Ankunft ist? Die gute Nachricht lautet: Es liegt nicht an dir. Aber über die schlechte Nachricht müssen wir dennoch sprechen. Denn laut der Mavie Stress Studie 2025 fühlen sich sieben von zehn Österreichern häufig oder sehr häufig gestresst – weniger als die Hälfte bewertet die eigene mentale Gesundheit als gut oder sehr gut. Zudem beklagen 40 Prozent, dass sich ihr Stresslevel in den vergangenen Jahren verschlechtert hat.

Woran das liegt? Mit 54 Prozent geht die Goldmedaille an die Arbeit als Stressfaktor Nummer eins. Deutlich dahinter rangieren finanzielle Sorgen mit 26 Prozent und die Familie mit 18 Prozent auf dem „Siegertreppchen“. Die Folgen: Reizbarkeit, Schlafstörungen, Überforderung und Konzentrationsprobleme. Alles Faktoren, die die Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und Belastbarkeit von Mitarbeitenden einschränken. Und sich zugleich durch passende Sport- und Gesundheitsangebote präventiv lindern lassen. „Unser Ziel ist es daher, dass sich die Gesellschaft mehr bewegt, die Menschen sportlicher werden und sich gesünder ernähren. Dafür schaffen wir passende Angebote für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden“, so Karl Prinz, Corporate Health Consultant bei EGYM Wellpass.

Wir müssen das Thema betriebliche Gesundheitsförderung noch größer und relevanter machen.
Karl Prinz
Geschäftsführer Corporate Health Consultant, EGYM Wellpass

Well-Being als Win-win-win

Das Prinzip ist denkbar einfach: Mitarbeitende, deren Unternehmen Wellpass nutzen, erhalten Zugang zu tausenden Sport- und Wellnesseinrichtungen – von Fitnessstudios über Schwimmbäder bis hin zu Yoga- und Pilatesstudios. „Bis auf typische Risikosportarten ist bei unseren rund 14.000 Partnern im deutschsprachigen Raum für alle was dabei. Hinzu kommen mehrere tausende Onlinekurse, die auch von zu Hause oder unterwegs genutzt werden können.“ Wichtig sei, dieses Angebot so niederschwellig wie möglich zu gestalten. So gelinge es, auf immer flexibler werdende (Tele-)Arbeitsmodelle und Schichtarbeit zeitgemäß zu reagieren. „Im Schnitt ist nur jeder zehnte Mitarbeiter bereits regelmäßig sportlich aktiv. Wir schaffen es erfahrungsgemäß, die Zahl der aktiven Personen auf bis zu 30 Prozent anzuheben.“

Für Prinz entsteht so eine Win-win-win-Situation: Mitarbeitende profitieren von einer Vielzahl an Aktivitäten, die sie ohne jeweils eigene Abos und Verträge nutzen können; Unternehmen hingegen stärken die Gesundheit ihrer Belegschaft und zugleich ihre Arbeitgebermarke nach innen wie außen. 

„Darüber hinaus profitieren auch die Sportpartner von neuen Kunden, die sie ohne unser Zutun womöglich nicht hätten.“ Nicht zuletzt ist aber der vierte Win vielleicht der wichtigste. Denn das Mehr an Prävention entlastet langfristig auch das heimische Gesundheitssystem. „Und genau das ist unser Ansatz. Wir haben eine ganz klare Vision: Transform Healthcare from Repair to Prevention.“_

Schon gewusst?

Rund 3,7 Millionen Erwerbstätige sind mindestens einem körperlichen oder psychischen Risikofaktor ausgesetzt – das sind ca. 86 % aller Erwerbstätigen.

Leistungs- und Termindruck, Konflikte mit Vorgesetzten und mit Kolleginnen sind die Top-Stressfaktoren im Berufsalltag.

2024 waren 70 % der Versicherten in Österreich mindestens einmal im Krankenstand.

In den 2020er Jahren liegt die Zahl der Krankenstände bisher bei jährlich rund 15 Tagen pro erwerbstätiger Person.

Allein 2022 summierten sich die Kosten der Ausfälle auf über fünf Milliarden Euro – also 1,2 Prozent des BIP.

 

Quellen | WKO Fehlzeitenreport, Statistik Austria, Mavie Stress Studie 2025

Redaktion

  • David Bauer

Fotos

Karl Prinz

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