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 Viel mehr als heiße Luft
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Viel mehr als heiße Luft

30. März 2026

Wie bleibt man trotz multipler Krisen handlungsfähig? Welche Prozesse muss man bewusst anders denken? Und was kommt auf die Branche noch alles zu? Markus Steinbrecher, Geschäftsführer des Sanitär- und Heizungsgroßhändlers Holter, spricht über die Strategien in herausfordernden Zeiten und darüber, warum der Mensch im Handwerk unverzichtbar ist.

Der Neubau schwächelt aktuell etwas, die Sanierung nimmt wieder leicht fahrt auf. Wie hat sich Holter darauf eingestellt? 

Markus Steinbrecher | Wir sehen zwar im Neubau eine leichte Erholung, aber leider noch nicht die gewünschte Trendwende. Auch wenn die Kreditvergabe wieder etwas gestiegen ist, werden aktuell, gemessen am Bedarf, noch viel zu wenige Wohnungen gebaut. Wir bei Holter sind sehr breit aufgestellt. Wir entwickeln individuelle Lösungen, sowohl für Sanierungsprojekte als auch für Neubauten. Egal, ob es sich um ein barrierefreies Bad handelt oder um ein nachhaltiges Energiemanagementsystem für das gesamte Haus, gemeinsam mit unseren Installateurpartnern bieten wir Komplettlösungen an.

Wir sind eine absolute Zukunftsbranche.
Markus Steinbrecher
Geschäftsführer, Holter

Was machen sie anders, um handlungsfähig zu bleiben? 

Markus Steinbrecher | Wir optimieren laufend unsere Prozesse. Besonders wichtig sind künftig die Bereiche Automatisierung und Digitalisierung. Hier stehen wir vor einigen Änderungen, die notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich erweitern wir kontinuierlich unsere Dienstleistungen und unser Serviceangebot. Bei all unseren Verbesserungen, Änderungen und nachhaltigen Lösungen stehen aber unsere Kunden im Mittelpunkt. Auf sie richtet sich immer unser Fokus.

 Wie machen Sie nachhaltige Heiz- und Energielösungen für Ihre Kunden einsatzfähig? 

Markus Steinbrecher | Wir haben einen technischen Außen- und Innendienst, eine eigene Planungsabteilung und ein professionelles und top geschultes Service-Team. Wir bieten alles aus einer Hand und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Unser Herzstück ist sicher unser Zentrallager am Hauptstandort in Wels. Bestellt ein Installateur bis 18:15 Uhr, hat er die Ware am nächsten Morgen in ganz Österreich. Diese Verlässlichkeit ist nicht nur ein enormer Wettbewerbsvorteil, sondern einer der wichtigsten Serviceleistungen für unsere Kunden.

Welche Prinzipien leiten Ihre Entscheidungen? 

Markus Steinbrecher | Drei Dinge: klare Kommunikation, auch bei unangenehmen Entscheidungen. Langfristiges Denken statt Aktionismus. Und der empathische, wertschätzende Umgang mit Menschen. Gerade wenn wir über KI reden, wird das Miteinander im Handwerk noch wichtiger. Das Zwischenmenschliche auf der Baustelle kann keine KI ersetzen.

Worauf muss sich die Branche in fünf Jahren einstellen? 

Markus Steinbrecher | Es ist schwierig, in den aktuellen Zeiten überhaupt so weit in die Zukunft zu blicken. Aber ich denke, unsere Branche wird an Wichtigkeit gewinnen. Die Energiewende, die EU-Klimaziele, der riesige Sanierungsbedarf – wir sind eine absolute Zukunftsbranche. Die Herausforderung ist der demografische Wandel: Wie schaffen wir die Anforderungen, wenn uns Arbeitskräfte fehlen? Das wird ein Schulterschluss sein, aber wir werden das schaffen._

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Antje Wolm

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