Stimmungsmacher

Der heimische Arbeitsmarkt wird zunehmend unattraktiver, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sinkt im internationalen Vergleich. Das ist ein zentrales Ergebnis der von uns gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Ramsauer & Stürmer Consulting befragten Top-Manager und Unternehmer. Einigkeit herrscht auch beim Thema Arbeitszeit: Fixe und unflexible Arbeitszeitreglungen müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören, es braucht dringend eine Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die von uns von der Arbeitnehmerseite eingeholten Statements könnten aber nicht gegensätzlicher sein.

Bewertung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen/

Arbeitszeitregelungen

Johann Ortner , Betriebsrat, Siemens AG Österreich: „Es gibt genug Spielraum durch die Regelungen im Kollektivvertrag, die Arbeitszeit auszuweiten und wir praktizieren das bei Siemens auch. Wir konnten bisher die engsten Termine mit ein wenig Kreativität einhalten. Bei der Thematik geht es den Arbeitgebern nur darum, sich die Überstundenzuschläge zu ersparen und den Personalstand niedrig zu halten. Die Arbeitszeitregelungen gibt es, um die Arbeitnehmer zu schützen. Die Menschen brauchen Erholungszeiten.“

Josef Kinast , Leiter Niederlassung Linz, Siemens AG Österreich: „Als sehr exportorientiertes Unternehmen brauchen wir zur Absicherung der heimischen Arbeitsplätze eine Arbeitszeitflexibilisierung. Die Ausdehnung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden bei aktiver Reisezeit war ein erster Schritt im Interesse der Unternehmer und Mitarbeiter. Wir verlieren durch die starren Regelungen die besten jungen Leute ins Ausland, denn diese wachsen mit den neuen Technologien auf und wollen flexibler arbeiten. Es geht dabei nicht um den Abbau von Sozialleistungen oder der Erhöhung der Jahresarbeitszeit, sondern nur um mehr Flexibilität.“

Karl Lehner , Vorstandssprecher, Oberösterreichische, Gesundheits- und Spitals-AG (gespag): „Das Thema Arbeitszeit betrifft den Spitalsbetrieb ganz anders als die restliche Wirtschaft – unsere Vorschriften sind erheblich enger. Wir müssen es auf der einen Seite schaffen, dass unsere Mitarbeiter geschützt sind und die Patienten nicht übermüdet betreuen. Auf der anderen Seite profitieren die Mediziner aber sehr von der Erfahrung und vielen Einsätzen. Das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz beruht auf einer EU-Richtlinie, Österreich hat diese strenger umgesetzt. Das Problem ist auch, dass das Gesetz keine Rücksicht auf die verschiedenen Krankenanstalten nimmt und daher etwa die gleichen Regelungen für das AKH in Wien und einem regionalen Spital gelten.“

Klaus Luger , SP-Bürgermeister, Stadt Linz: „Wir leben in einer internationalen Konkurrenzwelt, wo es mehr Flexibilität bedarf – aber die Änderung der Arbeitszeitregelung darf keine Einbahnstraße sein, damit sich die Unternehmer Lohnkosten ersparen. Die Interessen der Arbeitnehmer müssen gewahrt bleiben, es braucht klare Regelungen. Derzeit haben wir noch ein sehr enges Korsett. Die Stadt Linz beschäftigt im Ars Electronica im Futurelab Kreative und Wissenschaftler und wenn diese mit Menschen in den USA und Japan zusammenarbeiten, ist es bei denen gerade Nacht oder umgekehrt. Diese Menschen möchten länger als zehn Stunden arbeiten und wenn das freiwillig abläuft, dann soll man sie nicht bevormunden.“

Andreas Schuller , Betriebsrat, CNH Industrial Österreich mit Sitz in St. Valentin: „Eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit ist nicht notwendig. Wir haben eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, eine weitere Ausdehnung ist den Mitarbeitern nicht mehr zumutbar. Hinter jedem Mitarbeiter steht eine Familie. Es gehört zur Erholung dazu, dass jeder mit seiner Familie etwas unternehmen oder in einem Verein tätig sein kann. Ein Zwölf-Stunden-Tag ist sowieso unvorstellbar – wir sehen jetzt schon, wie anstrengend ein Neun-Stunden-Tag ist. Es bringt den Leuten auch nichts, wenn sie einmal einen ganzen Tag daheim sind und dafür an einem langen Arbeitstag etwa die Kinder nicht rechtzeitig vom Kindergarten abholen können.“

Dominik Wührer , Vorsitzender, Österreichische Gewerkschaftsjugend Oberösterreich: „Viele Forderungen lassen sich mit den bestehenden Regelungen in den Kollektivverträgen erfüllen. Die Betriebsräte dürfen dafür nicht als Gegenspieler der Geschäftsführung gesehen werden, sondern die beiden müssen zusammenarbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine weitere Flexibilisierung brauchen – will einzelne Änderungen aber nicht generell ausschließen.“

Andreas Stangl , Geschäftsführer, Gewerkschaft der Privatangestellten Druck, Journalismus, Papier (GPA djp): „Die Wirtschaft hat noch nie einen Auftrag nicht gemacht, weil dies das Arbeitszeitgesetz oder ein Kollektivvertrag nicht zugelassen hätte. Wir haben eine der flexibelsten Arbeitszeiten in ganz Europa. Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz, um die Arbeitnehmer zu schützen. Es gibt viele Tätigkeiten, wo man es körperlich nicht schafft, zwölf Stunden zu arbeiten. In jungen Jahren ist es vielleicht lustig, länger zu arbeiten, aber was ist mit den 40- und 50-Jährigen? Die Arbeit über zehn Stunden ist unverantwortlich und ich glaube auch nicht, dass die Menschen da noch produktiv sind. Es gibt keine Statistik die zeigt, dass die jungen Leute wegen unflexiblen Regelungen ins Ausland arbeiten gehen.Die Unternehmer wollen keine Überstundenzuschläge bezahlen und sobald es Regelungen gibt, dass die Mehrstunden Normalarbeitszeit sind, kann der Arbeitnehmer es sich auch nicht mehr aussuchen und muss länger arbeiten. Es gibt genug Möglichkeiten, dass anlassbezogen, für einzelne Projekte, Überstunden geleistet werden können.“

Christian Huber , Geschäftsführer, CNH Industrial Österreich mit Sitz in St. Valentin: „Unser Geschäftsbereich, die Landwirtschaft, ist sehr stark saisonal und damit wir die Spitzen abdecken können, brauchen wir unbedingt Änderungen bei den Arbeitszeitregelungen. Weiters stehen wir in direktem Konkurrenzkampf mit Schwesternunternehmen in England und Italien. Diese Werke können ohne Limitierung der täglichen Arbeitszeit viel flexibler reagieren. Die Arbeitszeit von monatlich 167 Stunden soll nicht ausgeweitet werden. Es braucht mehr Flexibilität mit einem Durchrechnungszeitraum von einem Monat. Eine Erhöhung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden wäre wünschenswert. Wir haben ein gutes Verhältnis mit den Betriebsräten. Diese wären auch zu mehr Flexibilität bereit, aber auf der überbetrieblichen Ebene zeigt man dazu eher weniger Interesse und stellt kontraproduktive Forderungen für den Wirtschaftsstandort. Österreich liegt bereits im Spitzenfeld der sozialen Gerechtigkeit. Besonders die Jungen, die in der digitalen Welt aufwachsen, wollen flexibler arbeiten und nicht in ein System eingezwängt werden.“

Laurenz Pöttinger , Mitinhaber & Geschäftsführer, Pöttinger Metallwerkstätten: „Die Vorgesetzten und Mitarbeiter sind längst überwiegend auf einer Augenhöhe und daher wäre mehr Flexibilität möglich. Man soll den Menschen mehr Eigenverantwortung geben. Im öffentlichen Dienst gibt es Regelungen mit Höchstgrenzen von dreizehn Stunden pro Tag und Möglichkeiten für Sonderfälle. Strafen sind mir keine bekannt. Es gibt viele Regelungen – es ist schwer, da durchzufinden. Wenn eine Firma einen Betriebsrat hat, wird eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen. Wenn es keinen Betriebsrat gibt, muss mit jedem Arbeitnehmer eine schriftliche Vereinbarung abgeschlossen werden und der Unternehmer braucht eine arbeitsmedizinische Unbedenklichkeitsbescheinigung. Warum ersetzt ein Betriebsrat einen Arbeitsmediziner? Mit einer Erhöhung der Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden wäre viel getan. Es will kein Unternehmer einem Mitarbeiter etwas wegnehmen, wir bezahlen die Überstunden. Unsere Mitarbeiter verstehen oft gar nicht, warum wir so streng reagieren müssen. Durch die Digitalisierung wird sich einiges verändern, die physische Anwesenheit in den Betrieben wird weniger werden und dafür sind die Regelungen nicht mehr zeitgemäß.“

#Ähnliche Artikel

Regionen lebenswerter machen

Das [Regionalmanagement OÖ](https://www.rmooe.at/) (RMOÖ) ist als Regionalentwicklungsagentur Schnittstelle zwischen Landespolitik und Gemeindeebene. Das Fachteam Raum- und Regionsentwicklung berät und unterstützt 16 Stadtregionen und entwickelt Strategien mit.

Einfach mal fließen lassen

Ankommen. Durchatmen. Loslassen. Wie wichtig kleine Auszeiten sind, wissen wir spätestens seit der Coronapandemie. Dass es nicht immer zwingend „Vitamin Meer“ sein muss, das Element Wasser für die Erholung aber Gold wert ist, zeigt uns Eurothermen-Geschäftsführer Patrick Hochhauser bei einem kleinen Rundgang. Er gönnt sich mit uns etwas Entspannung im [Eurothermen](https://www.hoteltherme.at/)-Hotel Miraverde in Bad Hall.

„Etwas aus der Norm, aber interessant“

Was macht ein Politiker dieser Tage am besten mit WhatsApp? Richtig, ein Interview – denn raus kommt’s ja sowieso. Paul Mahr, Bürgermeister von Marchtrenk, geht gerne außergewöhnliche Wege. Als Fan von innovativen Lösungen und kreativen Ideen war es nicht schwer, ihn für unser WhatsApp-Interview zu begeistern. Im Format der etwas anderen Art sprechen wir über seinen Erdrutschsieg, moderne Stadtentwicklung und das E-Mail-Postfach seines Hundes Bali.

Völlig durchgeGRÜNt!

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter. Und vor allem viele kluge, überzeugte Köpfe, die das grüne Thema vorantreiben. Einer davon ist Susanne Steckerl. Für die Geschäftsführerin der [Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding](https://www.standort-leonding.at/) ist Nachhaltigkeit auch beruflich zum Herzensthema geworden.

„Nicht nur Geschäftsbeziehungen, sondern Freundschaften"

Welche Herausforderungen ergeben sich für Versicherer, wie verändert sich die Branche? Wie hoch ist der Schulungsaufwand für das nötige Know-how und wie berät man richtig? Kathrin Kühtreiber-Leitner, Vorstandsdirektorin der [Oberösterreichischen Versicherung AG](https://www.keinesorgen.at/), im Interview.

Hungrig auf echt!

Wie entdeckt man eigentlich ein Land? Am besten wohl mit allen Sinnen: Man riecht die Natur, sieht sich die Landschaft, die Gebäude, die Dörfer und Städte an. Man hört den Menschen zu, die dort leben. Schmeckt, was sie gerne essen. Und spürt (im besten Fall), dass das alles echt ist. Und nicht inszeniert. Gott sei Dank (oder passend zum Herbst: Ernte sei Dank) hat sich Oberösterreich genau das zum Motto gemacht: „Hungrig auf echt.“ Hungrig auf echten Genuss, auf echte Erlebnisse, auf echte Begegnungen. Wo man das alles am besten erleben kann? Bitteschön: eine Landkarte, eine Speisekarte, eine Schatzkarte (kann man nehmen, wie man möchte) für die Zeit der Ernte in Oberösterreich.

Wenn der Funke überspringt

Susanne Steckerl mit einem Wort zu beschreiben ist schwierig. Vielseitig trifft’s wahrscheinlich noch am ehesten, schmälert aber trotzdem das breite Spektrum, das die Geschäftsführerin der [Agentur für Standort und Wirtschaft](https://www.standort-leonding.at/) zu bieten hat. Nicht nur in dieser Rolle, sondern überhaupt. Wir trafen uns mit der gebürtigen Mühlviertlerin zum Gespräch.

Zielgruppe Senioren: Ein unterschätzter Milliardenmarkt?

Mit Blick auf das Gesundheits- und Pensionssystem wird die Generation 60+ oft als Kostentreiber für den öffentlichen Finanzhaushalt gesehen. „Diese Sicht zeigt aber ein sehr verzerrtes Bild der Senioren“, sagt Josef Pühringer, Landesobmann des [OÖ Seniorenbundes](https://ooesb.at/no_cache/startseite). „Denn die über 60-Jährigen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Und der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft ist eine große Chance für innovative Unternehmen.“

Wo der Bürgermeister persönlich vorbeikommt

Standortentwicklung – dazu hat Paul Mahr einen ganz besonderen Zugang. Der [Bürgermeister von Marchtrenk](http://www.marchtrenk.gv.at/POLITIK/Buergermeister) kümmert sich nicht nur um das wirtschaftliche Vorankommen „seiner“ Stadt: Auch das Gemeinschaftsgefühl soll wachsen. Dazu fährt er an einem Wochenende schon mal 100 Kilometer mit dem Rad, um Bürgeranliegen zu erfüllen.

„Oberösterreich muss sich international positionieren“

Oberösterreich ist das Wirtschaftsbundesland Nummer eins in Österreich. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer ist das noch lange kein Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen – stattdessen denkt er über die Landesgrenzen hinaus. Wir fragen ihn, wie es uns gelingen kann, auf dem internationalen Parkett mitzuhalten, welche Trends auf dem Weg dorthin entscheidend sein werden und wo wir schon heute vielversprechende Chancen ergreifen.

9 Bundesländer, 9 Inspirationsquellen

Ideen liegen selten am Schreibtisch rum. Meistens finden wir sie dann, wenn wir uns inspiriert fühlen. Von Menschen, von Gesprächen, von Momenten, die uns berühren und von Plätzen, die so etwas wie eine Inspirationsquelle sind. Wir haben sie gefunden: neun dieser Quellen, in jedem Bundesland eine.

Innovation aus Oberösterreich: Die digitale Gemeindezeitung

Bürgermeister. Fußballverein. Trachtenmusikkapelle. Pfarre. Täglich gibt es von örtlichen Institutionen und Vereinen Updates für die Leute in der Gemeinde. Als gedruckte Gemeindezeitung, auf verschiedenen Webseiten, auf amerikanischen Social-Media-Plattformen – verstreut und schwierig zu überblicken. Die Digitalisierung in den Regionen ist eine der aktuell größten und wichtigsten Herausforderungen. Newsadoo prescht mit einer digitalen Lösung für die Kommunikation und Information innerhalb der 438 oberösterreichischen Gemeinden vor – Restösterreich soll bald folgen.

Die Zukunft der Gemeinden …

… sehen Österreichs Bürgermeister sehr positiv. Es gibt große Zuversicht, zeigt eine von CommunalAudit | Ramsauer & Stürmer in Auftrag gegebene Studie der IMAS. Nach wie vor eine zentrale Herausforderung: die Digitalisierung.

„Das Virus ist der Schiedsrichter“

Mitten im zweiten Lockdown gibt sich [Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner](https://www.markus-achleitner.at/) trotz aller Umstände optimistisch. Mit Zuversicht will er das Land Oberösterreich durch die Krise manövrieren. Was es außerdem noch braucht, um gestärkt aus der Krise zu kommen, wie er dem Tourismus Mut macht und was er sich von der Technischen Universität in Oberösterreich erwartet, erfahren wir im Interview.

Oberösterreichisches Know-How im Kampf gegen Wasserknappheit

Ein kleines Unternehmen im oberösterreichischen Bachmanning produziert und plant Wasserrecycling-Lösungen, mit denen die UNO, NGOs und globale Konzerne wie Exxon Mobil die Versorgung ihrer Projekte in wasserarmen Gebieten sicherstellen. Neuestes Projekt der [Wastewater Solutions Group](https://www.wastewater.at/home/): Die Umsetzung einer vollbiologischen Abwasserreinigung für ein Krankenhaus im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago.

Im Angesicht des digitalen Zwillings

Die digitale Transformation wurde in der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie als zentrales Handlungsfeld verankert, um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts langfristig zu sichern. Die Erwartungen an die Forschung könnten dabei kaum größer sein: In der Rolle des Innovationsmotors soll sie sich wiederfinden. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der [Upper Austrian Research](https://www.uar.at/de/home), spricht im Interview darüber, wie die Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich dieser Herausforderung begegnet.

Mur-Valley statt Silicon Valley

Jedes Jahr machen sich 4.000 Menschen in der Steiermark selbstständig – unterstützt werden sie dabei unter anderem von der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG). Das Bundesland verfügt über ein dicht ausgebautes Netz an Technologie-, Gründer- und Wirtschaftsparks und gilt als einer der Start-up-Hotspots des Landes.

Industrieland Steiermark

Innovativ, kooperativ und menschlich: Die steirische Industrie ist relativ gesehen der größte Arbeitgeber der Steiermark. Im europäischen Vergleich liegt sie in Sachen Nachhaltigkeit, Forschung und Entwicklung im Spitzenfeld.