USP: Nachwuchskräfte in der Logistik

Fachkräfte im Bereich Logistikmanagement haben vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten im Berufsleben. Sowohl Handel und Industrie als auch der Dienstleistungssektor suchen gezielt nach Absolvent:innen dieser Ausbildung für Jobs im Einkauf, in der Planung oder in der Logistik. Franz Staberhofer, Leiter der Studiengänge „Internationales Logistik-Management“ und „Supply Chain Management“ an der FH OÖ Campus Steyr, spricht mit uns über die Zukunft der Fachkräfteausbildung.

„Wenn Sie wollen, beginnen Sie bitte ehest bei uns zu arbeiten!“ Das ist der Appell der Verantwortlichen vieler Partnerunternehmen der FH OÖ Campus Steyr an die Absolvent:innen des Bereichs Logistikmanagement. Die Fähigkeiten, die diese im Bachelorstudium „Internationales Logistik-Management“ und im Masterstudium „Supply Chain Management“ erwerben, sind am Arbeitsmarkt sehr gefragt. „Unsere Aufgabe ist es aber nicht nur, den aktuellen Bedarf der Unternehmen zu decken, sondern auch, in die Zukunft zu denken“, betont Franz Staberhofer. Inhalte wie Mustererkennung oder Design Thinking, die jetzt gefragt sind, wurden schon vor einigen Jahren in den Lehrplan integriert.

Entscheidende Beiträge für die Gesellschaft

„In der turbulenten Welt, die uns derzeit ereilt hat – und ich spreche dabei nicht nur vom Ukrainekrieg, sondern auch vom Green Deal oder der Deckung des Materialbedarfs – kann Logistikmanagement einen entscheidenden Beitrag leisten“, erklärt Staberhofer. Früher wurde Logistik im Kopf der Menschen einfach nur mit einem LKW verbunden. Mittlerweile weiß man, dass Logistik Versorgungsstabilität und Sicherheit für die gesamte Gesellschaft bietet. Supply Chain Management kümmert sich beispielsweise um das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk und bringt damit Sicherheit in die Unternehmen, um handlungs- und entscheidungsfähig zu sein.

Fachkräfte dringend gesucht

Doch auch an diesem Sektor geht der Fachkräftemangel nicht spurlos vorüber. Im Bachelorstudiengang stehen sogar mehr Studienplätze zur Verfügung, als es Studierende gibt. Wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann? „Durch Bildung, Bildung, Bildung!“, betont Staberhofer. Wichtig sei außerdem, nicht darauf zu hoffen, den Anforderungen der Menschen zufällig zu begegnen, sondern dies planvoll zu tun. Franz Staberhofer ist überzeugt: Begeistern kann man junge Menschen für den Logistikbereich vor allem durch Erleben. Er möchte Logistik im wahrsten Sinne des Wortes angreifbar machen. Und was er sich für die Zukunft der Studierenden wünscht? „Dass sie die Gestaltungsmöglichkeit erkennen und leben.“_

Unsere Absolvent:innen werden von der Wirtschaft dringend gebraucht.

Franz Staberhofer Studiengangsleiter für „Internationales Logistik-Management“ und „Supply Chain Management“, FH OÖ Campus Steyr

Zukunftsskills in der Logistik

  • 1 Thinking out(side) (of) the box

Fachkräfte der Logistik sollen ihr Fach verstehen und dabei branchenübergreifend denken.

  • 2 Soziale Kompatibilität

Von Nachwuchskräften wird auch im Logistikbereich ein hohes Maß an sozialen Fertigkeiten und Soft Skills verlangt.

  • 3 Verantwortungsvolles Handeln

Unternehmen wünschen sich von Absolvent:innen, dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

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