Besser gut beraten

Schon mal mit dem Gedanken gespielt, ein Unternehmen zu (ver-)kaufen? Und sich auch schon den Kopf darüber zerbrochen, wie man dabei am besten vorgeht? Einen Unternehmensberater beauftragen oder doch lieber im Alleingang durchkämpfen? Alexandra Tobin-Vallant, Geschäftsführerin Good two Finance, weiß, was falsch laufen kann, wenn man sich dazu entschließt, keinen Unternehmensberater zu engagieren.

# Kein geordneter Prozess

„Unstrukturierte und zu lange Prozesse bringen Risiken und hohe Kosten mit sich, so kann der Verkäufer wirtschaftlich in eine immer schwierigere Lage kommen, der Käufer andere Objekte finden oder die Rahmenbedingungen des Verkaufs können sich verändern“, sagt Tobin-Vallant, die mit ihrer Geschäftspartnerin Barbara Kriechhammer unter „Good two Finance“ Unternehmer beim Kauf oder Verkauf an die Hand nimmt.

# erschiedene Kaufpreisvorstellungen

Eine verständliche und von beiden Parteien getragene Unternehmensbewertung sollte am Beginn jedes (Ver-)Kaufprozesses stehen. „Wesentlich für das Zustandekommen einer Transaktion ist selbstverständlich die Einigung auf einen für beide Seiten akzeptablen Kaufpreis. Dabei sehen wir leider oft, dass unrealistisch hohe Summen gefordert werden“, wissen die Beraterinnen aus der Praxis zu berichten. Wichtig dabei ist, die richtigen Erwartungen zu haben und auch von der gleichen Berechnungsgrundlage auszugehen.

# Die Katze im Sack kaufen

„Wenn keine Detailprüfung des Kaufobjekts vorgenommen wird, kann natürlich der Fall eintreten, dass sogenannte ‚Leichen im Keller‘ erst nach Eigentumsübergang entdeckt werden“, so Kriechhammer. Rechtsstreitigkeiten, Drohverluste, nichtbilanzierte Risiken oder Verpflichtungen und mehr. Bei einer Detailprüfung, der Due Diligence, werden solche Themen vorab eruiert.

# Strukturierung nicht durchdacht

Bei der (steuer-)rechtlichen Strukturierung der Transaktion kommt man ohne Berater relativ rasch an seine Grenzen. Verkäufe lösen Steuern aus, die durch steuerliche Umstrukturierungen optimiert werden könnten. „Man kann nicht überall Profi sein – daher sind erfahrene Berater hier sehr wertvoll“, so Tobin-Vallant.

# Kein Überblick

Ein weiterer Vorteil guter Berater ist deren Blick über den Tellerrand: Haben Sie sich die Finanzierung des anstehenden Unternehmenskaufs überlegt oder sich über Zuschüsse und Förderungen Gedanken gemacht? Wie integriert man das neu gekaufte Unternehmen ordentlich? Allein in diesen Feldern gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die oftmals nur die Experten kennen.

# Keinen Sparringspartner

Zu guter Letzt ist ein Berater – ob auf Seiten des Verkäufers oder des Käufers – auch ein Sparringspartner, wenn es Entscheidungen zu treffen gilt oder mal die Nerven blank liegen. „Ein guter Berater weiß in harten Verhandlungen mit einer möglichen ‚Torschlusspanik‘ des Verkäufers umzugehen und trotzdem den besten Preis für den Kunden zu verhandeln“, sagt Kriechhammer, die davon abrät, aus Kostengründen auf einen Berater zu verzichten._

Man kann nicht überall Profi sein – daher sind erfahrene Berater wertvoll.

Alexandra Tobin-Vallant Geschäftsführerin, Good two Finance

Ein guter Berater weiß in harten Verhandlungen mit einer Torschlusspanik umzugehen.

Barbara Kriechhammer Geschäftsführerin, Good two Finance

#Ähnliche Artikel

Geld kann mehr

Wer sein Geld ökologisch veranlagen will, muss ökonomisch keine Abstriche machen. „Nachhaltige Anlagefonds versprechen auch große Wachstumsaussichten“, erklärt Wolfgang Eisl, Leiter der UBS-Niederlassung in Österreich. Warum Vermögensverwaltung dennoch weit mehr bedeuten kann als die Steigerung finanzieller Werte …

Eiskalt und Brandheiß.

Klare, kalte Nächte. Eisiger Frost und das Glitzern der Schneekristalle treffen auf wohlige Wärme, magisches Kerzenlicht und Gemütlichkeit zuhause. Alle Jahre wieder verzaubert er aufs Neue. Der Winter ist da. Und mit ihm die klaren, kühlen Farben. Im Gepäck hat er wie jedes Jahr: die Weihnachtszeit.

Im Angesicht des digitalen Zwillings

Die digitale Transformation wurde in der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie als zentrales Handlungsfeld verankert, um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts langfristig zu sichern. Die Erwartungen an die Forschung könnten dabei kaum größer sein: In der Rolle des Innovationsmotors soll sie sich wiederfinden. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der [Upper Austrian Research](https://www.uar.at/de/home), spricht im Interview darüber, wie die Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich dieser Herausforderung begegnet.

PR

ICH MACH DIR DEN CHEFREDAKTEUR !

Hey, ich bin’s. Newsabot. Ich arbeite vor allem im Hintergrund, aber ich denke ich bin trotzdem der wichtigste Mitarbeiter im Newsadoo-Team. Immerhin, ohne mich läuft hier gar nichts, und ich arbeite rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Sehen kannst du mich selten. Manchmal spreche ich dich kurz an, wenn du [Newsadoo](https://newsadoo.com/de) verwendest, geb dir einen Tipp oder helfe dir bei Einstellungen. Die Ergebnisse meiner Arbeit siehst du aber permanent. Personalisierte, digitale News sind mein Ding. Deins auch?

Zukunftskapital unter einem Dach

Experten der Agenda Austria meinen, es sei an der Zeit, die Weichen für einen modernen Eigenkapitalismus in Österreich zu stellen. Ansonsten sei in der laufenden Wirtschaftskrise eine Pleitewelle zu befürchten. Die Private-Equity-Fonds der oberösterreichischen [Raiffeisenbankengruppe](https://www.raiffeisen.at/) setzen genau hier an. Ab sofort agiert die Gruppe, die seit über 25 Jahren im Geschäft ist, unter einer gemeinsamen Dachmarke.

Gekommen, um zu bleiben: hybride Events

Warten auf bessere Zeiten? Warten auf die alte Normalität? Keine Option. Jedenfalls nicht für die Tagungsbranche in Oberösterreich. Hier hat man sich neu erfunden. Und vieles davon wird auch nach der Pandemie auf der (digitalen und analogen) Bildfläche bleiben.

Der richtige Riecher!

Oftmals liegt der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens in seiner Innovationskraft – ein Begriff, mit dem besonders Marketingabteilungen nur allzu gerne um sich schmeißen. Die Änderung einer Produktfarbe kann schon ausreichen, um eine innovative Neuerung anzupreisen. Ab wann ist man aber tatsächlich ein innovatives Unternehmen? Wie wird man das? Und woran erkennt man, ob eine Idee jemals zünden wird? Wir haben uns abseits der üblichen Marktschreierei umgehört.

Maximale Sicherheit + maximales Erlebnis!

Lange war es Nacht. Stockfinster. Alle Scheinwerfer abgedreht. Stille. Leere. Nichts. Und jetzt? Eine neue Tagung beginnt. Und sie kommt anders, als wir sie kennen. Mit Überraschungen, mit völlig neu gedachten Konzepten. Das Virus hat die Tagungsbranche auf den Kopf gestellt und nachhaltig verändert. Aber wie?

„Jeder kann EINFACH wohlSTAND BILden …

…, jedenfalls dann, wenn er unternehmerisch denkt und für sein Geld die Verantwortung übernimmt“, sagt Wohlstandsbildner Andreas Ogger. Hohe Verluste in jungen Jahren haben ihn gelehrt, die Chancen zu erkennen, wie man zu Beginn auch mit kleinen Geldbeträgen viel bewegen kann – so viel, dass sich schließlich auch ein so kostspieliges Hobby wie das Fliegen aus Kapitalerträgen finanzieren lässt. Zum Interview schwebt ein rotes Flugzeug ein, mit aparten Knickflügeln und Andreas Ogger hinterm Steuer.

Wenn es läuft, dann läuft es

Stark angefangen, stark weitergemacht – so lassen sich die vergangenen drei Jahre von Franz Tretter zusammenfassen. Sein Start-up Hello Again geht seit der Gründung 2017 durch die Decke – dank einem Produkt, das den Nerv der Zeit getroffen hat, guter Vernetzung und einem soliden Team.

Noch mehr Raum für strategische Kreation

Die Linzer Full-Service-Werbeagentur Upart hat sich am neuen Standort in Urfahr eine außergewöhnliche Basis geschaffen. Dabei entstanden die Bereiche Konzentration, Regeneration und Kommunikation als Dreigestirn in der neuen Arbeitswelt.

„Es ist eine Herkulesaufgabe"

Coronaviren können die Lunge lebensbedrohlich schädigen. Und sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie eine Pandemie ausgelöst haben. Der Versuch, diese einzudämmen, hat noch etwas geschädigt: das gesamte Wirtschaftssystem. Während Forscher nach einem Mittel gegen die Viren suchen, sind Politiker auf der Suche nach Lösungen, wie die Wirtschaft wieder stark werden kann. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer über Krisenmanagement.

Und dann?

Es war einmal ein Land, da lebten die Menschen seit Jahrzehnten im Wohlstand, es war geprägt von ständiger Weiterentwicklung und großer Sicherheit. Dann kam Corona. Das Zukunftsinstitut zeigt in seiner aktuellen Studie „Die Welt nach Corona“, wie sich die Krise auf Wirtschaft, Märkte und Lebenswelten auswirken könnte. Doch was bedeutet das konkret für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich? Das fragen wir Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner.

Rosé und Gold. Eine Wintergeschichte.

Oh, lá lá. Das Traumpaar Rosé und Gold bringt auch dieses Jahr dem Winter wieder jede Menge Zauber und eine sanfte Brise Leichtigkeit. Ob als Schmuckunikat, Accessoire oder Hingucker im Wohnzimmer – die beiden Farben sorgen einzeln und kombiniert für einen stilsicheren Auftritt. Die Must-haves.

PR

Stabile Finanzen für Oberösterreich

Keine neuen Schulden, konsequenter Abbau alter Rückstände und gleichzeitig kräftige Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche. Zu diesem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip bekennen sich die FPÖ und ihr Arbeitspartner beim Doppelbudget für die Jahre 2020 und 2021. Damit soll ein stabiler Schutzschirm gegen den drohenden wirtschaftlichen Abschwung geschaffen werden.

Die bessere Hälfte - Karin Reiter und Margit Angerlehner

Gleich mal vorweg: Nein, Frauen sind nicht die bessere Hälfte. Sie sind aber auch nicht die schlechtere. Darin sind sich all unsere sieben Interviewpartnerinnen einig. Sieben deshalb, weil ihre unterschiedlichen Geschichten zeigen: Weiblichkeit hat nicht die eine Rolle. Und auch nicht das eine Gesicht. Ob geschminkt oder ungeschminkt, im Rock oder in der Hose, Mutter oder Nichtmutter, stark oder schwach (oder beides), im Chefsessel oder hinterm Herd (oder beides) – Frauen sind auch nur Menschen. Ja, eben. Menschen. Wie Männer. Also warum reden wir eigentlich noch darüber? Reden wir darüber.

Ab in die Zeitkapsel!

Helikopter-Geld, Zusammenbruch Lehmann Brothers, ÖVAG-Debakel, Einführung Negativzinsen – wir steigen mit den Vorständen der Volksbank Oberösterreich, Richard Ecker und Andreas Pirkelbauer, in die Zeitkapsel und reisen in die Vergangenheit, machen einen Zwischenstopp in der Gegenwart und landen schließlich im Jahr 2040. Die beiden Banker über Umbrüche in der Brache, Fehlentscheidungen der EZB und Wünsche an die neue Regierung.