Talentfrei? Gibt es nicht!!

Was fällt Ihnen leicht? Bei welcher Tätigkeit vergeht für Sie die Zeit wie im Flug? Und bei welcher Sache, die Sie stundenlang ausführen, denken Sie sich: „Hey, ich habe mehr Energie als davor!“? Voilà, Sie haben soeben Ihr Talent entdeckt, meint Keynote-Speaker und Unternehmer Ali Mahlodji. In zwei Unternehmen – ÖAMTC und Aspöck Systems – haben wir uns umgesehen, wie dort Mitarbeiter ihre Talente einsetzen.

„Talent ist der Bewusstseinszustand. Du entdeckst deine Gabe und siehst, dass du dir dabei leichttust, während sich andere abmühen“, sagt Ali Mahlodji, der zur Selbstbeobachtung rät, um die eigenen (vielleicht verborgenen) Talente zu entdecken. „Ich habe noch niemanden kennengelernt, der nicht talentiert ist“, sagt der Co-Founder von whatchado, der mittlerweile auch als Europäischer Jugendbotschafter, Keynote-Speaker und Autor sehr gefragt ist.

In seinen Büchern und Vorträgen macht er den jungen Leuten Mut und sagt: „Dein Talent, mit dem du geboren wurdest, ist deine Superkraft: Entdecke sie und hab Vertrauen, dass sich daraus eine Tätigkeit entwickeln lässt. Das ist das Mindset, das wir brauchen. Menschen werden zu dem, was man in sie hineinprojiziert.“ Personalleitern empfiehlt er, in den Zoo zu gehen, um Kinder dabei zu beobachten, wie sie interessiert herumlaufen und viele Fragen stellen, denn: „Berufsorientierung findet im jugendlichen Alter statt. Der Wissensdurst wird in unserem Bildungssystem leider nicht gestillt, sondern eher gehemmt“, sagt der gebürtige Iraner, der außerdem davor warnt, Vorurteile über junge Talente zu stülpen: „Noch immer werden Mädchen, die sich beispielsweise für Softwareentwicklung interessieren, komisch beäugt. Dabei waren die ersten Programmierer der Welt weiblich. In den USA galt Softwareentwicklung früher sogar als Frauenberuf, die Mathematikerin Ada Lovelace war Ende des 18. Jahrhunderts eine wahre Koryphäe.“

„Ich habe noch niemanden kennengelernt, der nicht talentiert ist.“

Ali Mahlodji Keynote-Speaker, Unternehmer

Ali Mahlodji ermutigt dazu, große Träume und Ziele zu haben und gleichzeitig zu erkennen, wofür man im Leben steht. In seinem aktuellen Buch „Entdecke dein Wofür“ geht er darauf näher ein und zeigt, dass jeder von uns sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann. „Viele von uns haben das Gefühl, kein erfülltes Leben zu führen – und wagen dennoch nicht, entscheidende Weichen umzustellen“, sagt der 38-Jährige, der mit dem Buch einen Ratgeber in die Hand gibt, der seine Leser auf den Weg zu ihrem „Wofür“ führen soll, um so zu erkennen, wer sie wirklich sind – und wer sie sein könnten.

Cover

Entdecke dein Wofür

Autor
Ali Mahlodji
Verlag
Gräfe und Unzer
ISBN
978-3-8338-7251-8

Tipp: Wir verlosen auf Facebook vier Exemplare des Buches.

Ein echter gelber Engel

„Ich möchte dauernd noch etwas dazu lernen, gerade im technischen Bereich, wissbegierig war ich schon immer“, sagt Helga Gsöllradl, die ihr Techniktalent früh entdeckte. Schon mit zwölf Jahren wusste Helga Gsöllradl, dass sie später mal „was mit Technik“ machen möchte. Als älteste von drei Schwestern war sie es, die den Part des „fehlenden“ Sohnes auf der kleinen elterlichen Wirtschaft im Ennstal übernahm: „Ich war oft mit meinem Papa unterwegs und habe mir dabei viel abgeschaut, wenn beispielsweise die Motorsägen mal nicht funktioniert haben“, sagt die 45-Jährige, die ihre Leidenschaft nun als erste weibliche Automechanikerin beim ÖAMTC am Stützpunkt in Steyr ausleben kann.

„Mein Talent macht mich unabhängig.“

Helga Gsöllradl KFZ-Technikerin, ÖAMTC

Für ihren Traum der KFZ-Mechaniker-Lehre verließ sie sogar als junges Mädchen das traute Heim und ging in die Berufsschule nach Steyr. Dort war sie als angehende Mechanikerin alleine auf weiter Flur: „Damals war das Klischee, dass Mädchen in der Technik nichts verloren haben, noch viel stärker verbreitet. Es war eine harte Schule, aber ich habe mich nicht beirren lassen, mein Talent auszuleben und mein Ziel zu verfolgen“, sagt die Mutter eines erwachsenen Sohnes, der ebenso wissbegierig und technisch geschickt wie die Mama ist, aber: „Es fehlt ihm an Geduld“, sagt Helga Gsöllradl, die mit Leidenschaft daheim an ihrem persönlichen, stets wechselnden Fuhrpark schraubt. Zweirädrige, aber besonders vierrädrige Italiener haben es ihr dabei besonders angetan. Um ihr Talent ist sie froh, denn: „Es macht mich unabhängig. Mit meinem handwerklichen Geschick kann ich auch im Haushalt alles reparieren.“

Es werde Licht

Bei Aspöck Systems dreht sich seit 40 Jahren alles um das Thema Licht. Mittlerweile hat sich das Unternehmen zu Europas führendem Hersteller vorgefertigter Lichtanlagen für gezogene Fahrzeuge aller Art etabliert. Vom Konzept bis hin zum montagebereiten Produkt entwickelt, produziert und testet Aspöck Systems lichtbezogene Lösungen für LKW-, PKW-Anhänger, Agrarmaschinen, Automotive, Motorräder und Caravans. Darüber hinaus produziert die Firma auch Beleuchtungseinheiten und deckt somit ein breites Spektrum ab.

„Meine Talente sind Geduld und Zielstrebigkeit."

Benjamin Nagl Produktingenieur, Aspöck Systems

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