Es beginnt im Kleinen

Auch wenn es ein allgemeines Umdenken braucht: Kleine Maßnahmen sind der erste Schritt, um die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Welche Schritte setzen Unternehmen und Persönlichkeiten? Wir haben nachgefragt.

Helena Kirchmayr

Wie beschäftigt man sich in der Landespartei mit dem Thema Nachhaltigkeit?

KirchmayrWir beschäftigen uns seit Jahren sehr intensiv mit den Themen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. Für uns ist es wichtig, Klimapolitik mit Hausverstand anzugehen. Klar ist auch, dass wir das Problem hauptsächlich mit dem Setzen von Anreizen und nicht mit Verboten lösen wollen.

Welche Schritte wurden konkret gesetzt?

KirchmayrGanz wichtig ist mir das Verbot von Ölheizungen in Neubauten, das mit 1. September 2019 in Kraft getreten ist. Ein weiteres Ziel der Energiestrategie des Landes ist, dass wir bis 2030 97 Prozent der Stromerzeugung mit erneuerbarer Energie abdecken wollen.

Was kann Oberösterreich überhaupt leisten – ist der Einfluss in der Welt nicht viel zu klein?

KirchmayrWir sind ein Innovationsbundesland und haben Unternehmen, die Weltmarktführer im Bereich Nachhaltigkeit sind. Da wäre etwa Erema, die im Kunststoffrecycling Weltmarktführer sind, oder Agru, die mit „The Ocean Cleanup“ Plastik aus den Weltmeeren entfernen wollen. Das sind nur zwei Beispiele von vielen – wir können mit einem guten Beispiel vorangehen.

Verändern Sie privat Ihr Leben, um die Umwelt zu schützen?

KirchmayrIch sehe das pragmatisch. An erster Stelle steht das Mülltrennen. Auch die Plastikeinkaufstasche habe ich gegen einen Einkaufskorb getauscht. Für mich ist auch klar, dass ich regional einkaufe, Fleisch und Gemüse bei Bauern aus der Region besorge. Meiner Tochter habe ich beigebracht, dass man beim Zähneputzen das Wasser abdreht. Bei der Kaffeemaschine muss man auch nicht unbedingt die kleinen Kapseln verwenden, sondern lieber direkt Bohnen. Man kann schon mit kleinen Schritten etwas beitragen – ich gehe auch viel zu Fuß.

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