„Das Ziel vor Augen“

49 Jahre nach Arnold Schwarzenegger holte der Steyrer Fabian Mayr 2016 als dritter Österreicher den Titel Mister Universe. Der Preis für eine der höchsten Auszeichnungen im Bodybuilding war hoch. In einem Vortrag der Kepler Society, dem Alumniclub der Johannes Kepler Uni Linz, erklärt der 28-Jährige, wie man sich zu außergewöhnlichen Leistungen motiviert.

Kenne dein Warum_ Man müsse immer wissen, warum man ein Ziel erreichen will, den Sinn dahinter sehen, betont Mayr. 2014, bei seiner ersten Teilnahme an der Mister-Universe-Wahl, war er einer der jüngsten Teilnehmer. Kurz zuvor bekam er eine Krebsdiagnose – er trat rund drei Wochen nach der Operation trotzdem beim Wettbewerb an, auf den er lange hingearbeitet hatte.

Kleine Schritten zum Erfolg_ Ein großes Ziel solle man auf viele kleine Schritte runterbrechen, sodass man täglich etwas bewältigen könne und dem ganz Großen näherkomme. „Ich habe mir eineinhalb Jahre vor der Mister- Universe-Wahl das Ziel gesetzt, diese zu gewinnen, und dann einen genauen Plan für Essen und Training gehabt, um diesem näherzukommen“, so Mayr. Detail am Rande: In der Aufbauphase nahm er mit einem strikten Ernährungsund Trainingsplan täglich bis zu 7.000 Kalorien zu sich, dabei standen in der Früh sowie am Abend jeweils etwa zehn Eiklar und zwei Eier auf dem Speiseplan.

Richtiges soziales Umfeld_ Bodybuilding polarisiert, man kann die Ausübung des Sportes auch nicht verheimlichen. „Am Weg zum Erfolg trifft man auf verschiedene Menschentypen und da gibt es immer jemanden, der dich nicht versteht. Mein Wunsch, das Ziel zu erreichen, war aber stärker als der Gegenwind“, sagt Mayr und rät, sich Gleichgesinnte zu suchen. Das richtige soziale Umfeld sei ein ganz wesentlicher Faktor.

Visualisiere dein Ziel_ Wenn man etwas wirklich erreichen wolle, dann müsse man sich dies im Kopf immer und immer wieder vorstellen. „Ich habe mir genau vorgestellt, wie sich jede einzelne Muskelfaser meines Körpers anfühlen muss, damit die Pose perfekt ausschaut.“

Belohne dich selbst_ „Auf dem Weg zum Erfolg gibt es keine Abkürzungen, man muss ihn Schritt für Schritt gehen. Vierzehn Wochen Wettkampfdiät und Training sind außerordentliche Strapazen“, sagt Mayr und erklärt, dass die Belohnung danach umso wichtiger ist. Er habe teilweise zu wenig darauf geachtet, war nach zwei Jahren Profi-Karriere „ziemlich ausgelaugt“. Mayr beendete 2017 seine Profisport-Laufbahn._

Der Impulsvortrag war ein Programmpunkt des Veranstaltungsprogrammes des JKU-Absolventenvereins Kepler Society. Verantwortlich dafür ist Maria Silwanis: „Wir bieten den Mitgliedern exklusive Veranstaltungen, unser Programm ist auch allen JKU-Alumni und Studierenden zugänglich. Es umfasst Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen, Informatives und Geselliges.“

Infos unter: www.jku.at/jku-alumni

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