Großteil der Jugend kann mit Geld umgehen

Großteil der Jugend kann mit Geld umgehen

Kann die oberösterreichische Jugend mit ihrem Geld umgehen? Das wollte die Fachhochschule OÖ mit einer Studie herausfinden, die vom Land und der Sparkasse in Auftrag gegeben wurde. 78 Prozent der Befragten gaben an, sorgsam mit ihrem Geld umzugehen.

Allerdings sind 29 Prozent der Jugendlichen der Meinung, es sei heutzutage völlig normal, Schulden zu machen. Jeder fünfte Klient der Schuldnerberatungsstellen in Oberösterreich ist mittlerweile jünger als 25 Jahre, dieser Wert bleibt seit Jahren konstant hoch. Gründe für Verschuldungen wären hauptsächlich eine mangelnde Budgetplanung und die Verschlechterung der Einkommenssituation durch Arbeitslosigkeit. "Studien wie diese zeigen, wie Jugendliche mit ihrem eigenen Geld umgehen und in welchen Bereichen Unterstützung gefragt ist", sagt Michael Rockenschaub, Vorstandsdirektor der Sparkasse Oberösterreich. Man wolle mit unterschiedlichsten Angeboten den Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie so zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Geld motivieren.

Wenn Jugendliche etwas kaufen, ist das Preis-Leistungsverhältnis für 74 Prozent entscheidend, auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Am häufigsten wird Geld für Kleidung und Accessoires, für das Ausgehen und für Verpflegung und Kosmetik ausgegeben, mehr als 70 Prozent nutzen das Internet zum Einkaufen. Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dort überlegter einkaufen zu können als im Geschäft.

Hoch ausgeprägt ist die Zahlungsmoral: Wird Geld ausgeborgt, will die überwältigende Mehrheit (98 Prozent) dies schnell wieder zurückzahlen. Drei Viertel der Befragten gaben an, regelmäßig Geld zu sparen, männliche Lehrlinge können aufgrund der meist höheren Lehrlingsentschädigung im Mittel 50 Euro pro Monat mehr sparen als weibliche Lehrlinge.