Mit Mut und Herzblut zum Erfolg

Aus einem klassischen Mühlviertler Milchbetrieb haben Judith Deutschbauer-Rabeder und Günther Rabeder in nur wenigen Jahren das Unternehmen Farmgoodies gemacht. Es werden Mühlviertler Ölsaaten vom eigenen Bauernhof und Landwirten aus der Region zu Speiseölen verarbeitet und österreichweit vertrieben. Aktuell werden jährlich rund 45.000 Flaschen erzeugt. Und das soll noch nicht alles sein – das Unternehmerehepaar hat für die Zukunft noch viel vor.

Vor sieben Jahren übernahm das Ehepaar Judith Deutschbauer-Rabeder und Günther Rabeder den Bauernhof der Eltern in Niederwaldkirchen. Dem klassischen Milchbetrieb folgte eine Stiermast, von der aber mittlerweile nicht mehr viel übrig ist. „Wir wollten nicht klassisch weitermachen und machten uns viele Gedanken, was wir mit dem Hof tun könnten“, erzählt Deutschbauer-Rabeder. Irgendwann ist das Ehepaar dann auf Ölfrüchte gekommen, da es von befreundeten Ölmüllern wusste, dass man nur schwer an heimische Rohware kommt.

Bis die ersten Samen geerntet werden konnten, war es aber ein mühsamer Weg. „Wir haben am Anfang viele blutige Erfahrungen einstecken müssen“, erinnert sich Rabeder. Und als die ersten Leinsamen dann endlich geerntet werden konnten, wollten die Landwirte sie nicht mehr einfach nur verkaufen: „Nachdem wir so viel Liebe reingesteckt hatten, wollten wir unsere Ernte nicht irgendwo auf einen Haufen schütten.“ Deswegen begann das Ehepaar die Ernte zu Speiseölen zu verarbeiten. Darüber, dass es bereits viele Öle am Markt gibt, waren sich die Jungunternehmer bewusst: „Wir sind im Premiumsegment eingestiegen und heben uns durch Qualität und Regionalität von anderen Anbietern ab. Wir wollen mit unseren hochwertigen Produkten die Landwirte wieder mehr in den Vordergrund rücken.“ Die Lebensmittel sollen wieder ein Gesicht bekommen.

Große Nachfrage

Die Nachfrage nach den Produkten ist groß, 2014 gründeten die Mühlviertler ihr Unternehmen Farmgoodies und kehrten ihren vorherigen Berufen den Rücken. „Wir haben uns von gefestigten Einkommensstrukturen gelöst und nicht einschätzen können, wie die Zusammenarbeit als Ehepaar und Geschäftspartner funktioniert und was aus unserem Projekt wird.“ Deutschbauer-Rabeder arbeitete im Marketing bei einer Bio-Hofbäckerei, ihr Mann hatte eine eigene Internetagentur. Für den Schritt brauchte es einiges an Mut: „Wir sind zu diesem Zeitpunkt aber bereits mit so viel Herzblut und Leidenschaft mitten im Projekt gesteckt, dass wir gar nicht mehr anders konnten.“ Mittlerweile bauen 20 Landwirte auf einer Fläche von rund 80 Hektar sechs verschiedene Ölfrüchte für Farmgoodies an. Mit Ausnahme von Mohn-Öl, wo die Kultivierung in Bio bisher noch nicht gelang, ist das gesamte Produktsortiment biozertifiziert. Neuerdings gibt es auch zwei verschiedene Senfe. „Die Bauern sind mit der Idee dafür auf uns zugekommen“, so Deutschbauer-Rabeder. Landwirte hätten viele gute Produkte und Ideen, aber keine Kapazitäten zur Umsetzung. Farmgoodies sei dafür genau der richtige Partner: „Wir übernehmen die Veredelung, die Vermarktung und den Vertrieb.“ Drei Öle werden am Hof in Niederwaldkirchen, drei Öle in der Steiermark gepresst. Das Unternehmerehepaar beschäftigt zwei Teilzeitmitarbeiter für Produktion und Versand. Aktuell gibt es rund 250 Vertriebspartner von Bioläden bis über Apotheken sowie dem Lebensmitteleinzelhandel und die Produkte werden auch ab Hof und im Online-Shop verkauft. Der Schwerpunkt liegt in Oberösterreich, die Öle und Senfe werden aber auch über die Bundesländergrenzen hinweg in ganz Österreich vertrieben. In den nächsten Jahren wolle man weiterwachsen und die Produktpalette ausbauen. Die rasante Entwicklung von einem Hobby zu einem blühenden Unternehmen geht weiter.

Charakteristik verschiedener Öle

Hochwertige Öle können zum Verfeinern bereits fertig gekochter Speisen verwendet werden, um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Mit Ölen kann man viel Würze ins Essen bringen, den Geschmack noch einmal völlig verändern. Außerdem bekomme man so die bestmögliche Dosis der gesunden Inhaltsstoffe, ohne sie zu verändern, so Farmgoodies-Gründerin Judith Deutschbauer-Rabeder. Leinöl etwa hat einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und passe zum Beispiel perfekt zu Erdäpfelgerichten, Topfenspeisen und ins Müsli. Hanföl habe eine entzündungshemmende Wirkung und wirke innerlich und äußerlich bei Hautproblemen. Deutschbauer-Rabeder empfiehlt Hanföl etwa zum Verfeinern von Suppen und Aufstrichen und als Salatöl.

Farmgoodies

Sitz_ Niederwaldkirchen, Bezirk Rohrbach

Gründung_ 2014

Produkte_ 6 Öle (Leinsamen, Raps, Hanf, Mohn, Sonnenblume, Leindotter), 3 Sämereien (Leinsamen, Hanfsamen, Blaumohn), 2 Senfe

Vertragsbauern_ 20 Landwirte, großteils Mühlviertler Raum

Regionalität_ der Begriff werde oft missbräuchlich verwendet. Judith Deutschbauer-Rabeder und Günther Rabeder war es wichtig, „das Thema Regionalität transparent auf dem gesamten Weg beginnend beim Rohstoffanbau über die Veredelung bis hin zu den Kunden durchzuziehen“.

Tipps von den Farmgoodies-Gründern

Bio Leinöl

Gesundheitlicher Mehrwert_ hoher Anteil an Omega3-Fettsäuren, beliebt als Gesundheitsöl (purer Verzehr – 1 EL / Tag hält den „Motor“ am Laufen); Omega3 ist eine essentielle Fettsäure und kann vom Körper selbst nicht gebildet werden. Omega3 muss über die Nahrung zugeführt werden. Omega3 ist ebenfalls im Fisch vorhanden, jedoch genießt die Fischindustrie mit dem hohen Antibiotikaeinsatz kein hohes Vertrauen mehr bei den Konsumenten. Leinöl ist in Österreich sehr beliebt.

Geschmackliche Eigenschaften_ leicht nussig, zarter; Leinöl passt perfekt zu Erdäpfelgerichten (Leinölerdäpfel lokale Spezialität) sowie Topfenspeisen.

Folgende Kombinationen können wir empfehlen_ Gemüse und Rohkost (Kartoffeln, Rettich, Mais, Sauerkraut, Grüne Smoothies), Beilagen, vegetarische Gerichte (Topfenaufstrich, Ricotta), Suppen und Saucen (Mayonnaise, / Meerrettich, Kartoffelcremesuppe), Blattsalate (Endiviensalat, Löwenzahn; Passt herrlich ins Müsli!

Besonderheiten_ Leinöl ist nur begrenzt haltbar – sollte innerhalb von 3,5 Monaten ab Produktion verbraucht werden. Leinöl ist sehr sensibel, reagiert auf Licht und Wärme - unbedingt im Kühlschrank aufheben. Leinöl ist bei uns mit Abstand das meist verkaufte Öl.

Bio Hanföl

Gesundheitlicher Mehrwert_Hoher Anteil an Omega3-Fettsäuren und auch noch Omega6-Fettsäuren. Beide sind mehrfach ungesättigte essentielle Fettsäuren. Hanföl hat eine entzündungshemmende Wirkung und dient zur Reparatur und Regeneration von Körperzellen. Hanföl wirkt innerlich und äußerlich bei Hautproblemen.

Geschmackliche Eigenschaften_ nussig, grasig, duftet und schmeckt etwas nach Heu 
erinnert auch etwas an den Geschmack von Kürbiskernöl; Es eignet sich perfekt zum Verfeinern von Suppen und Aufstrichen und ist natürlich ein perfektes Salatöl.

Folgende Kombinationen können wir empfehlen_ Gemüse und Rohkost (Fisolen / grüne Bohnen, Weißkraut, Lauch-Kartoffel, Sauerkraut, Grüne Smoothies), Zum Garnieren von Fleisch und Fisch, Beilagen, vegetarische Gerichte (Kartoffelnudeln, Polentalaibchen, Kohlsprossen, Hirselaibchen, Topfenaufstrich, Ricotta), Suppen und Saucen (Gervaisaufstrich mit Kren, Hirsecremesuppe, Kartoffelsuppe,…), Süßspeisen (Eisvariationen mit Hanföl), Blattsalate (Kopfsalat grün, Radicchio, Endiviensalat, Rucola / Rauke)

Besonderheiten_ Hanföl wird zunehmend als absolutes Gesundheitsöl wahrgenommen. Aufgrund des nussigen Geschmacks und der höheren Haltbarkeit (ca. 12 Monate ab Produktion) ist es universell und flexibel einsetzbar.

Bio Rapsöl

Gesundheitlicher Mehrwert_ Hoher Anteil an mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Das Rapsöl von farmgoodies hat mit dem „normal“ erhältlichem Rapsöl am Markt nichts zu tun. Durch die einzigartige Verarbeitung auf einer Stempelpresse bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten und im Geschmack grenzt es sich deutlich ab. Durch die Kaltpressung ist es nicht zum Braten / Hocherhitzen geeignet.

Geschmackliche Eigenschaften_ kräftig nussig, geschmacksintensiv; Es ist ein sehr universell einsetzbares Salatöl und äußerst beliebt.

Folgende Kombinationen können wir empfehlen_ Gemüse und Rohkost (Zucchini, Gurken, Karotten), Fleisch und Fisch (Pute, Saftfleisch, Faschierte Laibchen, Carpaccio vom Rind, Thunfisch, Fischfiltes,…), Beilagen, vegetarische Gerichte (Schafkäse, Haferflocken-Gemüsepuffer, Zucchinilaibchen, Ricotta), Suppen und Saucen (Pesto (Basilikum), Vinaigrette, Pfeffersauce, Bärlauchsuppe), Salate (passt sehr universell zu allen Blattsalaten aber auch zu Tomaten-Mozarella)

Besonderheiten_Absoluter Wow-Effekt durch äusserst nussige Note. Rapsöl ist generell am Markt sehr verbreitet, wobei 80% der Konsumenten damit ein geschmacksneutrales günstiges Bratöl assoziieren. Aufgrund des nussigen Geschmacks und der höheren Haltbarkeit (ca. 10 Monate ab Produktion) ist es universell und flexibel einsetzbar.

Bio Leindotteröl

Gesundheitlicher Mehrwert_ Hoher Anteil an mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Auch durchschnittlich hoher Omega-3-Anteil

Geschmackliche Eigenschaften_ gemüsig, erbsig – riecht und schmeckt nach jungem Gemüse; absolutes Überraschungsöl, da nicht sehr bekannt (Leindotter = dotterlein = Camelina) und eine sehr intensive Gewürznote.

Folgende Kombinationen können wir empfehlen_ Gemüse und Rohkost (Zucchini, Gurken, Karotten), Fleisch und Fisch (Pute, Saftfleisch, Faschierte Laibchen, Carpaccio vom Rind, Thunfisch, Fischfiltes,…), Beilagen, vegetarische Gerichte (Schafkäse, Gemüsepuffer, Zucchinilaibchen, Ricotta), Suppen und Saucen (Pesto (Basilikum), Vinaigrette, Pfeffersauce), Salate (passt sehr universell zu jungen Feldsalaten aber auch zu Tomaten-Mozarella – schmeckt sehr frisch)

Bio Sonnenblumenöl

Gesundheitlicher Mehrwert_ Hoher Anteil an mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht zum Hocherhitzen geeignet

Geschmackliche Eigenschaften_ nussig und mild; Es ist ein sehr universell einsetzbares Salatöl und sehr bekannt.

Folgende Kombinationen können wir empfehlen_ Gemüse und Rohkost (Zucchini, Gurken, Karotten), Fleisch und Fisch (Pute, Saftfleisch, Faschierte Laibchen, Carpaccio vom Rind, Thunfisch, Fischfiltes,…), Beilagen, vegetarische Gerichte (Schafkäse, Haferflocken-Gemüsepuffer, Zucchinilaibchen, Ricotta), Suppen und Saucen (Pesto (Basilikum), Vinaigrette, Pfeffersauce, Bärlauchsuppe), Salate (passt sehr universell zu allen Blattsalaten aber auch zu Tomaten-Mozarella)

Mohnöl

Geschmackliche besondere Eigenschaften_ aromatisch, mohnig (erinnert an Omas Mehlspeisenküche); Perfekt in der Dessertküche zum Verfeinern von Eiscremes, Parfaits, Mohnstrudel, Germzöpfen, Mohnnudeln, Germknödel …; Auch zu Gemüserohkost insbesondere Karottensalaten. Ebenso als Salatöl verwendbar zB grüne Blattsalate; Passt herrlich ins Müsli.

Rezepte unter www.farmgoodies.net/rezepte

#Ähnliche Artikel

Völlig durchgeGRÜNt!

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter. Und vor allem viele kluge, überzeugte Köpfe, die das grüne Thema vorantreiben. Einer davon ist Susanne Steckerl. Für die Geschäftsführerin der [Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding](https://www.standort-leonding.at/) ist Nachhaltigkeit auch beruflich zum Herzensthema geworden.

„Etwas aus der Norm, aber interessant“

Was macht ein Politiker dieser Tage am besten mit WhatsApp? Richtig, ein Interview – denn raus kommt’s ja sowieso. Paul Mahr, Bürgermeister von Marchtrenk, geht gerne außergewöhnliche Wege. Als Fan von innovativen Lösungen und kreativen Ideen war es nicht schwer, ihn für unser WhatsApp-Interview zu begeistern. Im Format der etwas anderen Art sprechen wir über seinen Erdrutschsieg, moderne Stadtentwicklung und das E-Mail-Postfach seines Hundes Bali.

„Nicht nur Geschäftsbeziehungen, sondern Freundschaften"

Welche Herausforderungen ergeben sich für Versicherer, wie verändert sich die Branche? Wie hoch ist der Schulungsaufwand für das nötige Know-how und wie berät man richtig? Kathrin Kühtreiber-Leitner, Vorstandsdirektorin der [Oberösterreichischen Versicherung AG](https://www.keinesorgen.at/), im Interview.

Regionen lebenswerter machen

Das [Regionalmanagement OÖ](https://www.rmooe.at/) (RMOÖ) ist als Regionalentwicklungsagentur Schnittstelle zwischen Landespolitik und Gemeindeebene. Das Fachteam Raum- und Regionsentwicklung berät und unterstützt 16 Stadtregionen und entwickelt Strategien mit.

Einfach mal fließen lassen

Ankommen. Durchatmen. Loslassen. Wie wichtig kleine Auszeiten sind, wissen wir spätestens seit der Coronapandemie. Dass es nicht immer zwingend „Vitamin Meer“ sein muss, das Element Wasser für die Erholung aber Gold wert ist, zeigt uns Eurothermen-Geschäftsführer Patrick Hochhauser bei einem kleinen Rundgang. Er gönnt sich mit uns etwas Entspannung im [Eurothermen](https://www.hoteltherme.at/)-Hotel Miraverde in Bad Hall.

Wo der Bürgermeister persönlich vorbeikommt

Standortentwicklung – dazu hat Paul Mahr einen ganz besonderen Zugang. Der [Bürgermeister von Marchtrenk](http://www.marchtrenk.gv.at/POLITIK/Buergermeister) kümmert sich nicht nur um das wirtschaftliche Vorankommen „seiner“ Stadt: Auch das Gemeinschaftsgefühl soll wachsen. Dazu fährt er an einem Wochenende schon mal 100 Kilometer mit dem Rad, um Bürgeranliegen zu erfüllen.

Wenn der Funke überspringt

Susanne Steckerl mit einem Wort zu beschreiben ist schwierig. Vielseitig trifft’s wahrscheinlich noch am ehesten, schmälert aber trotzdem das breite Spektrum, das die Geschäftsführerin der [Agentur für Standort und Wirtschaft](https://www.standort-leonding.at/) zu bieten hat. Nicht nur in dieser Rolle, sondern überhaupt. Wir trafen uns mit der gebürtigen Mühlviertlerin zum Gespräch.

Zielgruppe Senioren: Ein unterschätzter Milliardenmarkt?

Mit Blick auf das Gesundheits- und Pensionssystem wird die Generation 60+ oft als Kostentreiber für den öffentlichen Finanzhaushalt gesehen. „Diese Sicht zeigt aber ein sehr verzerrtes Bild der Senioren“, sagt Josef Pühringer, Landesobmann des [OÖ Seniorenbundes](https://ooesb.at/no_cache/startseite). „Denn die über 60-Jährigen sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Und der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft ist eine große Chance für innovative Unternehmen.“

Hungrig auf echt!

Wie entdeckt man eigentlich ein Land? Am besten wohl mit allen Sinnen: Man riecht die Natur, sieht sich die Landschaft, die Gebäude, die Dörfer und Städte an. Man hört den Menschen zu, die dort leben. Schmeckt, was sie gerne essen. Und spürt (im besten Fall), dass das alles echt ist. Und nicht inszeniert. Gott sei Dank (oder passend zum Herbst: Ernte sei Dank) hat sich Oberösterreich genau das zum Motto gemacht: „Hungrig auf echt.“ Hungrig auf echten Genuss, auf echte Erlebnisse, auf echte Begegnungen. Wo man das alles am besten erleben kann? Bitteschön: eine Landkarte, eine Speisekarte, eine Schatzkarte (kann man nehmen, wie man möchte) für die Zeit der Ernte in Oberösterreich.

„Oberösterreich muss sich international positionieren“

Oberösterreich ist das Wirtschaftsbundesland Nummer eins in Österreich. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer ist das noch lange kein Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen – stattdessen denkt er über die Landesgrenzen hinaus. Wir fragen ihn, wie es uns gelingen kann, auf dem internationalen Parkett mitzuhalten, welche Trends auf dem Weg dorthin entscheidend sein werden und wo wir schon heute vielversprechende Chancen ergreifen.

Innovation aus Oberösterreich: Die digitale Gemeindezeitung

Bürgermeister. Fußballverein. Trachtenmusikkapelle. Pfarre. Täglich gibt es von örtlichen Institutionen und Vereinen Updates für die Leute in der Gemeinde. Als gedruckte Gemeindezeitung, auf verschiedenen Webseiten, auf amerikanischen Social-Media-Plattformen – verstreut und schwierig zu überblicken. Die Digitalisierung in den Regionen ist eine der aktuell größten und wichtigsten Herausforderungen. Newsadoo prescht mit einer digitalen Lösung für die Kommunikation und Information innerhalb der 438 oberösterreichischen Gemeinden vor – Restösterreich soll bald folgen.

Die Zukunft der Gemeinden …

… sehen Österreichs Bürgermeister sehr positiv. Es gibt große Zuversicht, zeigt eine von CommunalAudit | Ramsauer & Stürmer in Auftrag gegebene Studie der IMAS. Nach wie vor eine zentrale Herausforderung: die Digitalisierung.

9 Bundesländer, 9 Inspirationsquellen

Ideen liegen selten am Schreibtisch rum. Meistens finden wir sie dann, wenn wir uns inspiriert fühlen. Von Menschen, von Gesprächen, von Momenten, die uns berühren und von Plätzen, die so etwas wie eine Inspirationsquelle sind. Wir haben sie gefunden: neun dieser Quellen, in jedem Bundesland eine.

„Das Virus ist der Schiedsrichter“

Mitten im zweiten Lockdown gibt sich [Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner](https://www.markus-achleitner.at/) trotz aller Umstände optimistisch. Mit Zuversicht will er das Land Oberösterreich durch die Krise manövrieren. Was es außerdem noch braucht, um gestärkt aus der Krise zu kommen, wie er dem Tourismus Mut macht und was er sich von der Technischen Universität in Oberösterreich erwartet, erfahren wir im Interview.

Oberösterreichisches Know-How im Kampf gegen Wasserknappheit

Ein kleines Unternehmen im oberösterreichischen Bachmanning produziert und plant Wasserrecycling-Lösungen, mit denen die UNO, NGOs und globale Konzerne wie Exxon Mobil die Versorgung ihrer Projekte in wasserarmen Gebieten sicherstellen. Neuestes Projekt der [Wastewater Solutions Group](https://www.wastewater.at/home/): Die Umsetzung einer vollbiologischen Abwasserreinigung für ein Krankenhaus im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago.

Im Angesicht des digitalen Zwillings

Die digitale Transformation wurde in der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie als zentrales Handlungsfeld verankert, um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts langfristig zu sichern. Die Erwartungen an die Forschung könnten dabei kaum größer sein: In der Rolle des Innovationsmotors soll sie sich wiederfinden. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der [Upper Austrian Research](https://www.uar.at/de/home), spricht im Interview darüber, wie die Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich dieser Herausforderung begegnet.

Mur-Valley statt Silicon Valley

Jedes Jahr machen sich 4.000 Menschen in der Steiermark selbstständig – unterstützt werden sie dabei unter anderem von der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG). Das Bundesland verfügt über ein dicht ausgebautes Netz an Technologie-, Gründer- und Wirtschaftsparks und gilt als einer der Start-up-Hotspots des Landes.

Industrieland Steiermark

Innovativ, kooperativ und menschlich: Die steirische Industrie ist relativ gesehen der größte Arbeitgeber der Steiermark. Im europäischen Vergleich liegt sie in Sachen Nachhaltigkeit, Forschung und Entwicklung im Spitzenfeld.