Schluss mit Jammern. Weltspitze ist möglich.

Davon waren die Diskussionsteilnehmer unseres Business-Talks beim WTA-Turnier Generali Ladies Linz jedenfalls überzeugt – gemeinsam mit Backaldrin, der Energie AG OÖ Telekom und der Reichel Business Group luden wir zur Diskussion über den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und wie es gelingen kann, an die Weltspitze zu kommen.

Wie kann man ambitionierte Ziele erreichen, auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind?

Andreas Kolar, Finanzvorstand, Energie AG OÖ Telekom

„Wir sind in den vergangenen Jahren vor großen Herausforderungen gestanden. Gejammert haben wir aber nicht, sondern haben uns mit entsprechender Managementqualität neu orientiert, nach anderen Geschäftsfeldern umgeschaut und sind noch näher zum Kunden gegangen."

Werner Pamminger, Geschäftsführer, Business Upper Austria

„Um den Wirtschaftsstandort zu stärken, müssen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und diese sind etwa im Bildungsbereich das duale Ausbildungssystem und die HTLs.“

Andreas Fill, Geschäftsführer, Fill GesmbH

„Wer jammert, tut meistens zu wenig. Die Firma Fill wächst ausschließlich über Fachkräfte und die finden wir auch. Aber die Leute kommen nicht alleine zu uns, wir bieten einiges an in Bezug auf die Arbeitgebermarke. Zum Beispiel waren vor kurzem etwa 800 junge Menschen bei uns und wir zeigten ihnen, was in unserem Betrieb möglich ist. Viele davon bewerben sich für eine Schnupperlehre und es bleiben am Schluss genügend Bewerbungen über, sodass wir jede Lehrstelle fünffach besetzen könnten.“

Martina Ritter, Olympiateilnehmerin in Rio 2016 im Radsport

„Vor vier Jahren habe ich mir das Ziel gesetzt, bei Olympia teilzunehmen. Ich habe alles daran gesetzt, um hinzukommen, alles diesem Ziel untergeordnet. Wenn man so einen großen Wunsch hat, ist es ganz einfach, auf alles andere zu verzichten.“

Peter Michael Reichel, einer der drei höchstrangigen Funktionäre der WTA weltweit

„Österreich ist sehr konservativ. Wenn man mit seinem Unternehmen pleitegeht, hat man einen schweren Stand beim Comeback. Es ist schwierig, es als Unternehmer noch einmal zu schaffen. Dagegen ist das Silicon Valley berühmt dafür, dass viele gescheitert sind – hier gibt es einen riesigen Mentalitätsunterschied.“

Persönliche Ratschläge an ...

... jeden einzelnen Menschen:

„Ich empfehle jedem, der sein Talent entdeckt hat, aber nicht sicher ist, ob er den Mut haben soll, in dieses zu investieren, mein Lebensmotto: Ich kann, ich will, ich werde.“ - Martina Ritter

... alle Pessimisten des Landes:

„Ich unterscheide Unternehmer und Unterlasser: Jeder Mitarbeiter im Unternehmen kann Unternehmer sein – jeder kann etwas unternehmen. Man muss immer wieder etwas Neues unternehmen und dann geht etwas weiter.“ - Peter Michael Reichel

... alle Unternehmer des Landes:

„Unternehmer müssen sich zusammentun, dann kann man auch etwas schaffen und braucht nicht zu warten, dass von politischer Seite etwas passiert.“ - Andreas Fill

... die Politiker des Landes:

„Politiker brauchen Mut für Veränderungen – es wird nicht schlechter, es wird anders.“ - Werner Pamminger

... alle Finanzvorstände des Landes:

„Mir fehlt das Verständnis für’s Jammern in Österreich – wir haben ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent, sind in der Tourismus- und Exportwirtschaft wirklich stark. Die Zeiten haben sich geändert, wir haben die Finanzkrise hinter uns.“ - Andreas Kolar

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