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JKU-Campus bekommt Forschungsfabrik

28. August 2017

JKU-Campus bekommt Forschungsfabrik
28.08.

Es sei „ein großer Wurf“ für den Standort Oberösterreich und ein wichtiger Schritt in Richtung europäischer Spitze, wie Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Präsentation der LIT Factory sagt. Die JKU bekommt eine offene Forschungsplattform, mit der zukünftig die Potentiale und Technologien der Digitalisierung entwickelt, erprobt und gelehrt werden können. Forscher und Unternehmen können in der Fabrik zusammenarbeiten, um branchenübergreifende Lösungen für Produkte und Produktion zu schaffen. „Damit wollen wir die Schwelle zur universitären Forschung, insbesondere für die KMUs senken“, so Uni-Rektor Meinhard Lukas. Prototypen und Produktionsprozesse können getestet werden, ohne dass die eigene Fabrik eines Unternehmens für solche Probeläufe stillstehen muss. „Der schnelle Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft bringt uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Regionen“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl.

Großes Interesse der Wirtschaft

Dass die Unternehmen interessiert sind, zeige sich an ihrem Engagement für das Projekt: Für die dreijährige Aufbau- und die spätere Nutzungsphase konnte man von 23 Firmen Zusagen in Höhe von rund zehn Millionen Euro erreichen, vom Bund erhielt man außerdem eine Förderzusage von zwei Millionen Euro. Der Rest wird vom Land und der Stadt Linz (jeweils zwei Millionen) finanziert. Ein erster Anwendungsfall: Die Entwicklung eines faserverstärkten Leichtbauteils für Audi, an der die Unternehmen Borealis und Engel beteiligt sind. In der Kunststoffindustrie soll mit der Forschung begonnen werden, beschränken wolle man sich darauf aber nicht: „Die Pilotfabrik ermöglicht unterschiedlichste Produktionsmöglichkeiten, von der Getriebehalterung bis zu individualisierten Medizintechnikprodukten“, sagt Lukas.

Ab 2021 soll die LIT Factory bis vorerst 2033 in Betrieb gehen. Im Endausbau soll sie rund 25 Mitarbeiter beschäftigen und eine Produktionskapazität von 500 Tonnen pro Jahr erreichen. Neben der Maschinenhalle wird es auch Kreativwerkstätten und Co-Working-Arbeitsplätze geben, die JKU-Forscher, Industrie und Wirtschaft gemeinsam nutzen können.







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Redaktion
Michaela Albrecht
Fotos
JKU/Hroß, Riepl Riepl Architekten ZT GmbH
Erschienen
28.8.2017
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