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 FH Oberösterreich wird zur UAP
Isolde Perndl, (Kaufmännische Geschäftsführerin der Fachhochschule Oberösterreich), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und Michael Rabl, (Präsident der Fachhochschule Oberösterreich).
Schon gewusst

FH Oberösterreich wird zur UAP

23. Juni 2026

Ein Jahr nach der „Strategie FH Oberösterreich 2040″ folgt der nächste große Schritt: Die Fachhochschule positioniert sich international neu und bekommt einen neuen Namen – UAP, University of Applied Sciences Upper Austria.

Im Jahr 2025 wurde die „Strategie FH Oberösterreich 2040″ präsentiert. Rund 365 Tage später folgt nun die internationale Neupositionierung der Hochschule. Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner sieht darin einen konsequenten nächsten Schritt: „Vor rund einem Jahr haben wir mit der ‚Strategie FH Oberösterreich 2040′ einen klaren Zukunftskompass vorgestellt. Nun setzen wir den nächsten großen Entwicklungsschritt und positionieren die Hochschule im internationalen Wettbewerb neu.”


Warum eine neue Marke?

Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Fachkräften: Der Fachkräftemonitor zeigt laut Achleitner, dass Oberösterreich bis 2040 rund 151.000 Fachkräfte fehlen werden. Diesen Bedarf könne man nicht allein mit heimischen Potenzialen decken. Im Studienjahr 2025/26 kamen von insgesamt 5.716 Studierenden bereits mehr als 1.100 aus dem Ausland. Eine international verständliche Marke soll die Sichtbarkeit der Hochschule im weltweiten Wettbewerb um Studierende und Forschende erhöhen.

Der neue Name UAP – University of Applied Sciences Upper Austria steht laut Pressemitteilung für zwei Kernbegriffe: Das „U” für University im internationalen Sprachgebrauch, das „AP” für Applied – angewandtes Wissen, das in Unternehmen, Forschung und Gesellschaft wirksam wird. Die Einführung des neuen Markenbilds ist mit Jänner 2027 vorgesehen.


Vier Standorte mit eigenem Profil

Mit der Neupositionierung wird auch das Profil der vier Fakultäten geschärft:

  • Technology Campus Wels (Fakultät für Technik & Angewandte Naturwissenschaften) wird Pilotstandort für ein individualisiertes MINT-Studium.
  • Management Campus Steyr (Fakultät für Wirtschaft & Management) wurde bereits zum dritten Mal im CHE-Ranking zur besten Management-Fachhochschule Österreichs gekürt und startet den neuen englischsprachigen Bachelor „International Business & Economics”.
  • Digital Campus Hagenberg (Fakultät für Informatik, Kommunikation & Medien) bekommt einen Neubau für den Technologie- und Bildungsstandort.
  • Social Campus Linz (Fakultät für Medizintechnik & Angewandte Sozialwissenschaften) forscht unter anderem im neuen Josef Ressel-Zentrum zu dreidimensionalem, licht-moduliertem Gewebedruck für die Regeneration von Muskelgewebe.

Internationalisierung als Schwerpunkt

Hochschulpräsident Michael Rabl betont die Doppelstrategie aus Studierendenorientierung und anwendungsorientierter Forschung. Ein neues Student Support Center soll künftig internationale Studierende bei Studienorganisation, Wellbeing und Karriereplanung unterstützen. Bereits heute lernen rund 90 internationale Studieninteressierte im Programm „Pre-Placement Deutsch” über „Berlitz on Demand” schon im Heimatland Deutsch. Ab 2027 bietet die FH außerdem eine österreichweit gültige Studienberechtigungsprüfung an, die auch Personen ohne facheinschlägige Vorbildung den Hochschulzugang ermöglicht.


Strategie wird bereits gelebt

Kaufmännische Geschäftsführerin Isolde Perndl verweist auf bereits erzielte Umsetzungserfolge – von schlankeren Organisationsstrukturen bis zu nachhaltigen Infrastrukturmaßnahmen wie dem Ausbau von Photovoltaikanlagen. Auch für Mitarbeitende gibt es Neuerungen: Mit dem Gesundheitsprojekt „Connected4Health” und einer neuen Kooperation mit dem Universitätssportinstitut (USI), die ab sofort zusätzliche Sportkurse in Linz und Wels bietet, will die FH Wohlbefinden und Bindung von Talenten stärken.

Redaktion

  • Zofia Wegrzecka

Fotos

Charlotte Guggenberger / Land OÖ

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