Ein Tiefziehwerkzeug, das seinen eigenen Verschleiß meldet. Eine Komposttoilette, die in Äthiopien Hygieneartikel für Mädchen finanziert. Eine Bahnkupplung, die halb Europa auf ein gemeinsames System bringen soll. Die FH Oberösterreich zog bei ihrer Pressekonferenz Bilanz über ein Forschungsjahr, das in Umsatz, Projekten und internationaler Vernetzung neue Bestwerte brachte.
Bei der Pressekonferenz am 4. August präsentierten Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Hochschulpräsident Michael Rabl, Vizepräsident für Forschung & Entwicklung Johann Kastner sowie Rudolf Mark, Vorsitzender des F&E-Beirats und Geschäftsführer der MARK Metallwaren GmbH, die Forschungsbilanz 2025. Das Ergebnis: ein Gesamtumsatz von 35,7 Millionen Euro inklusive der F&E-Beteiligungen, ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rechnet man die Beteiligungen heraus, wuchs der Umsatz sogar um 10 Prozent. 562 Forschungsprojekte liefen 2025 an der Hochschule, 575 wissenschaftliche Publikationen entstanden daraus – erarbeitet von 230 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 242 Professorinnen und Professoren.
Für Achleitner ist die Zahl mehr als eine Statistik. „Innovation ist der entscheidende Faktor für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand”, sagt der Landesrat und verweist auf die 103 Millionen Euro, die das Land heuer für Wissenschaft und Forschung bereitstellt – so viel wie nie zuvor. „Wir müssen um das innovativer sein als wir teurer produzieren.”
Über 600 Unternehmen und Institutionen profitieren von der Forschungsleistung der FH OÖ, rund 60 Prozent davon sind KMU. 58 Prozent der Projekte greifen Green-Deal-Themen auf, 64 Prozent haben einen Schwerpunkt in Digitalisierung und KI. Bei den FFG-Projekten liegt die Hochschule mit 129 gestarteten Projekten in vier Jahren österreichweit an der Spitze aller Fachhochschulen, auch bei den Josef Ressel Zentren ist sie mit sechs von 18 laufenden Zentren führend. „Im Jahr 2025 forschten 242 FH-Professorinnen und Professoren und 230 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 562 Forschungsprojekten”, fasst Rabl zusammen und betont die enge Verzahnung von Forschung und Lehre als österreichweites Alleinstellungsmerkmal.
Ab Mitte Jänner 2027 tritt die Hochschule unter neuem Namen an: UAP – University of Applied Sciences Upper Austria. „Das bedeutet, dass wir auch in der Forschung noch mehr auf internationale Kooperationen, Themen von überregionaler Tragweite und auf das Einwerben von EU-Forschungsfördermitteln setzen”, erklärt Rabl. Wie ernst es der Hochschule damit ist, zeigen vier 2026 eingeworbene Horizon-Projekte – etwa FUTURe2, bei dem die FH OÖ gemeinsam mit der ÖBB und 45 Partnern aus elf Ländern eine energieautarke Stromversorgung für Eisenbahnkreuzungen entwickelt, oder FUTURE4FREIGHT, wo es unter 67 Partnern aus 15 Ländern um den intelligenten Güterzug geht.
Vizepräsident Johann Kastner bringt die Breite der Forschung auf zehn fakultätsübergreifende Center of Excellence, von Smart Production bis zur sozialen Innovation. Zu den jüngsten Meilensteinen zählen das im Oktober 2025 eröffnete Wasserstoff-Forschungszentrum in Wels (7,7 Mio. € Infrastrukturinvestition), der Start der zweiten FFOQSI-Förderperiode für Lebensmittelforschung (19,4 Mio. €) sowie zwei neue Josef Ressel Zentren – eines zur Weichteilregeneration in Linz unter Jaroslaw Jacak, eines zu digitalen Zwillingen in Wels unter Christian Zehetner. Nicht jedes Projekt zielt direkt auf den Markt: Unter der Leitung von Claudia Probst entstehen im Projekt SAFE gemeinsam mit Universitäten in Äthiopien und Ghana autonome Modellschulen mit wasserlosen Komposttoiletten, deren Erträge unter anderem Hygieneartikel für Mädchen finanzieren.
Wie sich diese Forschung im Betriebsalltag anfühlt, weiß Rudolf Mark aus erster Hand. Sein Unternehmen MARK Metallwaren arbeitet seit Jahren mit dem Campus Wels an der Blechumformung von morgen zusammen, drei gemeinsame FFG-Projekte sind bereits abgeschlossen, ein viertes – FusionTool-AI, gemeinsam mit der RISC Software GmbH – startet im September 2026. Insgesamt kamen dabei rund neun Millionen Euro an gemeinsamen Projekten zusammen. „Als Unternehmen schätzen wir den unkomplizierten Zugang zur FH-Forschung, die anwenderorientierte Umsetzung, die gute technische Ausstattung an der FH OÖ und die schnelle Umsetzung der Forschungsanliegen”, sagt Mark. „Wir freuen uns auch darüber, dass wichtige Ansprechpersonen über viele Jahre konstant bleiben.”
Hanna Burkart gewinnt das Traumstipendium, Marie-Andrée Pellerin den Digitalkunstpreis und Lisa Reiter den Talenteförderpreis Die Energie AG hat kürzlich die
Jeder kann heute posten, sprechen, Wissen teilen. Doch je lauter die Welt wird, desto schwieriger wird es, wirklich durchzudringen. Die
Teresa ist hier verwurzelt wie die Weinreben rund ums Haus. Levin kommt aus Belgien, hat im Noma gelernt und ist