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 Die drei K großen der Arbeitswelt
Menschen

Die drei K großen der Arbeitswelt

6. Oktober 2025

Die wirtschaftliche Situation ist für viele Unternehmen herausfordernd – und mit ihr befindet sich auch der Jobmarkt stark im Wandel. Bettina Kern, Geschäftsführerin von KERN engineering careers, weiß, welche Trends auf uns zukommen und warum es unverzichtbar ist, in der Unternehmensführung darauf einzugehen. Ein Gespräch über KI, Kompetenzen und Kommunikation.

„Nur noch 14 Schritte bis zum nächsten Karrieresprung“, liest man am Treppenaufgang des Linzer Büros von KERN engineering careers. Die Lust auf einen solchen Karrieresprung teilen im Moment viele Menschen. In unsicheren Zeiten ist der Wunsch nach Sicherheit im Job groß. Darum verlassen etablierte Fachkräfte ihre Unternehmen und wechseln in vermeintlich stabilere Branchen wie den öffentlichen Sektor, die IT, das Handwerk oder das Bank- und Versicherungswesen. Gerade deswegen lohnt es sich für Unternehmen, auch in stagnierenden Zeiten auf gutes Employer Branding, Personalentwicklung und Weiterbildungsmöglichkeiten zu setzen. Bettina Kern ist seit Jahren im Recruiting tätig und sieht die Trends kommen und gehen. Diese drei K werden laut ihr die kommenden Jahre stark prägen:

Unsicherheiten nicht zu kommunizieren, ist immer der schlechteste Ratschlag.
Bettina Kern
Geschäftsführerin, KERN engineering careers

#1 Künstliche Intelligenz

Dass KI nachhaltig beeinflusst, wie wir arbeiten, ist längst kein Geheimnis mehr. Was jetzt zählt, ist der Umgang mit diesem neuen „Kollegen“. „KI kann viele Dinge, in denen wir schlecht sind, oder die wir vielleicht gar nicht gerne machen – seien es administrative Tätigkeiten, Recherchen oder andere Routineaufgaben. Doch die menschliche Komponente ist etwas, das ein Roboter nur sehr schwer ersetzen kann.“ Unsere Aufgabe: kritisch zu denken und nicht alles blind zu übernehmen. „Unsere Gefühle, unsere Emotionen sind das, was uns sympathisch macht und den Unterschied zwischen uns und einem Computer auszeichnet.“

#2 Kompetenzen

All das bedeutet aber auch, dass wir uns neue Kompetenzen aneignen, flexibler werden und umdenken müssen. Ein Beispiel für so eine Zukunftskompetenz: gut zu prompten und der KI genau zu kommunizieren, wie sie arbeiten soll, damit wir mit dem Ergebnis zufrieden sind. „Die KI gibt uns eine Grundlage, was wir daraus machen, entscheiden wir.“ Und: Wir sollten unsere zutiefst menschlichen Fähigkeiten wieder stärken. „Was der Mensch oft verlernt hat: das Zuhören. Denken Sie an einen wirklich guten Verkäufer. Der wird viel mehr zuhören als reden.“ 

#3 Kommunikation

Was oft den zentralen Unterschied macht, ob Mitarbeitende im Unternehmen bleiben oder nicht: die interne Kommunikation. Gerade wirtschaftliche Themen sind schwierig zu kommunizieren, sollten aber immer direkt angesprochen werden. „Ehrlichkeit währt am längsten und wenn schwierige Zeiten kommen oder der Rotstift angesetzt werden muss, sollten die Mitarbeitenden es direkt von ihrer Führungskraft erfahren – nicht aus den Medien.“_

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Antje Wolm

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