Innovation Ziegelhaus?

Ziegel werden seit der Jungsteinzeit vor etwa 7.000 Jahren als Baumaterial verwendet. Warum der Baustoff trotzdem modern ist, weiß Maximilian Etzenberger, Geschäftsführer von Etzi-Haus und Austrohaus.

Was haben Ziegelhäuser, was andere Häuser nicht haben?

ETZENBERGERZiegelhäuser sind sehr langlebig und können über Jahrzehnte hinweg Lebensraum bieten. Außerdem sind sie extrem wertbeständig und auf lange Sicht auch energieeffizienter als Häuser in Holzbauweise. Man spricht da vom Kachelofen-Effekt, die Häuser speichern Wärme und geben sie dann über längere Zeit ab. Das wird im Energienachweis zu wenig berücksichtigt.

Wohin wird sich der Baustoff Ziegel in den nächsten Jahren weiterentwickeln?

ETZENBERGERWir planen momentan, die Fertigung von Ziegelwänden in einer Produktionshalle. Die Wände werden in einem Werk in Zusammenarbeit von Mensch und Maschine hergestellt, auf die Baustelle transportiert und dort aufgestellt. Grundsätzlich gibt es diese Technologie schon, wir wollen diese aber weiter optimieren und einen Fertigungsgrad erreichen, den vor uns noch keiner gemacht hat. Wir wollen zum Beispiel die Elektrotechnik und Installationen bereits in der Halle in die Wände integrieren, sodass auf der Baustelle nur noch alle Leitungen verbunden werden müssen.

Welche Vorteile bringt diese Innovation der Baufamilie?

ETZENBERGERDadurch werden Produktionskosten gesenkt und die Bauzeit kann um die Hälfte verkürzt werden. Außerdem können wir schon im Winter vorfertigen und sind nicht so sehr von der Witterung auf den Baustellen abhängig. Darüber hinaus bringt es auch Vorteile für unsere Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel am Bau ist enorm, da muss man etwas bieten. Wir wollen ein Rotationssystem einführen, sodass die Mitarbeiter nicht das ganze Jahr über den unterschiedlichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind. Besonders für ältere Arbeiter bietet die Fertigungshalle eine Alternative: Die Arbeit am Bau ist hart und fordernd. Mit der Fertigungshalle können wir unseren Mitarbeitern Arbeitsstellen bieten, die für den Körper weniger kräfteraubend sind.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter auf dem neuesten Stand bleiben?

ETZENBERGERWir setzen da stark auf junge Abteilungsleiter, zwischen 25 und 35. Die sind sehr begeisterungsfähig und immer auf der Suche nach Neuerungen. Wir versuchen, alle Mitarbeiter dazu zu motivieren, offen zu sein und sich weiterzubilden. In den ruhigeren Phasen im Dezember und Jänner halten wir deshalb Schulungen ab, in denen sie sich mit neuen Werkzeugen, Materialien und Techniken vertraut machen können._

Die Bauzeit kann um die Hälfte verkürzt werden.

Maximilian Etzenberger Geschäftsführer, Etzi-Haus und Austrohaus

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