Einkaufsverhalten: Ein Umdenken in Österreich

Einkaufsverhalten: Ein Umdenken in Österreich

Die AMA hat eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben, um das Einkaufsverhalten der Österreicher in der „neuen Normalität“ zu analysieren. Die Ergebnisse wurden heute im Zuge einer Online-Pressekonferenz veröffentlicht.

Die österreichische Bevölkerung geht aktuell seltener Einkaufen, dafür in größeren Mengen. Das ist aufgrund der momentanen Situation wenig überraschend – ebenso der bestätigte Aufschwung der Lieferdienste. Interessante Erkenntnisse liefert jedoch die Frage, welche Aspekte den Menschen beim Lebensmitteleinkauf seit Beginn der Krise wichtig sind: „Regionale Herkunft und Lebensmittel aus Österreich sind im Ranking deutlich höher als in der Vergangenheit. Die Frische der Produkte und Saisonalität werden geschätzt. Das Preiskriterium beziehungsweise die Affinität zum Aktionskauf hat hingegen deutlich nachgelassen. Das sind Entwicklungen, die bemerkenswert sind“, so Michael Blass, Geschäftsführer von AMA Marketing.

Die Studie ergab, dass auch in der Zeit nach Corona einiges davon Bestand haben soll: „Die Menschen sprechen davon, dass sie viel stärker auf die Herkunft der Lebensmittel achten wollen, weil es ihnen offensichtlich ein Anliegen ist, dass die Versorgungsketten regional und innerhalb des Landes gut funktionieren.“ Darüber hinaus möchten die Österreicher künftig mehr biologische Produkte kaufen und die bäuerliche Direktvermarktung stärker nutzen . „Das sind eine Menge von Ausblicken, die optimistisch stimmen können. Wenn nur die Hälfte der guten Vorsätze, die Konsumenten jetzt artikulieren, in die Praxis umgesetzt wird, wird das eine gute Zeit für die österreichische Land- und Lebensmittelwirtschaft“, so Blass.