Mut lohnt sich

Unter dem Motto „Trau di – spür die Unternehmenslust!“ steigt am 27. und 28. September der JW Summit, ein Gründerevent der Jungen Wirtschaft, in der Linzer Tabakfabrik. Hochkarätige Speaker wie Verkaufstrainer und Bestsellerautor Dirk Kreuter oder Motivationstrainer Tobias Beck sollen die Jungunternehmer voranbringen. Zwischen den Vorträgen gibt es Zeit für Erfahrungsaustausch, Kooperationsmöglichkeiten und exklusive Einblicke.

Tobias Beck weiß, wie wichtig es ist, den eigenen Stärken zu vertrauen: Anfang 20 arbeitet er im Entenkostüm in Disney World und lebt bei einer Gastfamilie in einem sozialen Problemviertel Floridas, lernt auf seinen Reisen das Leben mit seinen Schatten- und Sonnenseiten kennen. Später baut er einen Direktvertrieb mit mehr als 1.900 Partnern auf, das Gefühl, seine Berufung gefunden zu haben, stellt sich aber erst danach ein: als Motivationstrainer. Mittlerweile hat er mehr als 250.000 Menschen aus ihrer Komfortzone geholt – indem er ihnen den eigenen Spiegel vorhält. Am 27. September werden es wieder einige mehr werden, wenn Beck am JW Summit zum Thema „Bewohnerfrei! Durch Veränderung der Unternehmenskultur zu mehr Erfolg“ spricht. „Es war uns wichtig, dass einerseits alle Speaker Mut vermitteln und sich andererseits inhaltlich bei ihren Themen unterscheiden. Damit können wir ein breites Spektrum bieten, egal ob Vertriebsprofi, Kundengewinnerin, Veränderungspionier oder Kommunikationsexperte – hier findet sich jeder Teilnehmer wieder“, sagt Christoph Heumader, Bundesvorsitzende-Stellvertreter und Landesvorsitzender-Stellverteter der Jungen Wirtschaft Oberösterreich.

Wie die eigenen Preise am besten durchsetzen?

Unter die Kategorie „Vertriebsprofi“ fällt eindeutig Dirk Kreuter: Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann beginnt er schon 1991 mit produktbezogenen Verkaufstrainings, heute zählt er für viele zu den führenden Verkaufstrainern im deutschsprachigen Raum. Kreuter ist Expertenmitglied der American Society for Training and Development und hat als Autor oder Co-Autor mehr als 30 Bücher auf den Markt gebracht, einige davon schafften es in Bestsellerlisten. Am JW Summit wird er über „Mut zum Preis!“ sprechen – wie Unternehmen ihre Preise am besten beim Kunden durchsetzen können. Was Mut bedeutet, weiß auch Daniela A. Ben Said – sie arbeitete für 3,5 D-Mark pro Stunde in einer Pommesbude, startete 1998 im Keller der Eltern ein eigenes Weiterbildungsinstitut und wurde mittlerweile mehrmals für ihre Coachings ausgezeichnet. Sie will am Summit den Besuchern vermitteln, wie durch Verblüffung wirkungsvoll und mutig neue Kunden gewonnen werden können. Aber kann Mut überhaupt vermittelt werden? „Gänsehaut, Herzrasen, Spannung, Vorfreunde und der Stolz, dass man es getan hat – das alles werden wir bei unserem Summit spür- und erlebbar machen“, sagt Heumader. „Mutig zu sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun.“ Im Unternehmerdasein könne zwar nicht jede Situation kontrolliert und vorausgeplant werden, es gebe auch keine absolute Gewissheit, dass es klappt. „Man muss Risiken eingehen, Entscheidungen treffen, kleine und große. Aber es lohnt sich, und genau das möchten wir aufzeigen“, so Heumader.

Best-Practice-Beispiele vor Ort

Das soll nicht nur durch die Speaker funktionieren, sondern auch durch die „Open Studios“ – in der Tabakfabrik angesiedelte Unternehmen öffnen ihre Pforten und geben wertvolle Einblicke in den Alltag. So zeigen etwa Softwarehersteller Catalysts, Smec oder die Marketingagentur Lunik2, wie das Tagesgeschäft funktioniert, auch die neue Grand Garage, eine Experimentierwerkstatt für Start-ups, oder die „Strada del Start-up“ können von den Teilnehmern besichtigt werden. Die Möglichkeiten vor Ort waren auch der Grund, warum sich die Junge Wirtschaft für die Tabakfabrik als Veranstaltungslocation entschieden hat – sie gilt als Start-up-Hotspot des Bundeslandes. „Wir möchten den Gründerspirit vermitteln, das geht am besten an einem Ort, an dem Veränderung an der Tagesordnung steht“, erklärt Heumader._

Mutig zu sein bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun.

Christoph Heumader Bundesvorsitzender-Stv. und Landesvorsitzender-Stv., JW OÖ

TOP-Speaker am JW Summit ‘19

  • Motivationstrainer Tobias Beck holte bereits mehr als 250.000 Menschen aus ihrer Komfortzone am JW Summit sollen es noch mehr werden.
  • „Mut zum Preis!“: Vertriebsprofi und Bestsellerautor Dirk Kreuter erzählt, wie Unternehmen ihre Preise am besten durchsetzen können.

#Ähnliche Artikel

Yeah! Ich hab eine gute Idee. Und jetzt?

Aller Anfang ist schwer. Wie starte ich meine Karriere als Unternehmer? Gründungsmythen, To-dos, wichtige Anlaufstellen und Tipps im Überblick. Gründer müssen nicht alles wissen, sondern nur, wo sie sich Hilfe holen können.

„Es gibt kein Patentrezept“

Bernhard Aichinger ist Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Oberösterreich und selbst Gründer und Geschäftsführer einer Internetagentur. Wie sieht er die Rahmenbedingungen für Gründungen – und welche Forderungen stellt die JW als Interessensvertretung?

Die spinnen, die Gründer! Oder?

Jährlich werden rund 50 Gründungsvorhaben mit Produkten oder Dienstleistungen vom Start-up-Inkubator tech2b unterstützt. Raphael Friedl, Johanna Köhler und Nina Gruber von tech2b und die Geschäftsführung der beiden Start-ups Tetan und Blockhealth über ihren gemeinsamen Weg vom Ideenspinnen zur Marktreife.

„Jetzt ist eine gute Zeit zum Gründen“

Zehn Jahre war Florian Gschwandtner das Gesicht des oberösterreichischen Vorzeige-Start-up Runtastic – mit Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen. Mit uns spricht er über sein neues Buch „So läuft Start-up“, die Gründungszeit von Runtastic und wohin er nun laufen wird.

Here we go!

Da wäre also mal die echt gute Idee. Der Mut. Das Vorhaben. Aber wie startet man durch? Egal aus welcher Situation heraus gegründet wird, am Anfang der Selbstständigkeit sollte eine gute Organisation stehen. Alexander Stockinger vom Gründerservice der WKOÖ und Daniela Mair-Köck von der Kreditgarantiegesellschaft und Unternehmensbeteiligungsgesellschaft KGG/UBG über verschiedene Gründungsmöglichkeiten, Geschäftsmodelle und den Sinn von Business- und Finanzplänen in der frühen Gründungsphase.

Von mehr Pop und Feedback-driven-Companies

Peter Karacsonyi, Gründer von Kape Skateboards, Josef Trauner, Schöpfer der digitalen Feedbackplattform Usersnap, und Newsadoo-Mastermind David Böhm gehören mit ihren vor bereits einigen Jahren gegründeten Start-ups wohl eher schon zum Urgestein der Szene. Das Funkeln in ihren Augen ist aber immer noch zu sehen, wenn jeder einzelne über sein Baby berichtet. Drei spannende Unternehmen im Porträt.

Kann man Unternehmertum lernen?

Viele heute weltweit führenden Unternehmen wurden von Schulabbrechern in Garagen gegründet. Trotzdem ist die Förderung des unternehmerischen Gedankens in Bildungseinrichtungen äußerst wichtig – darin sind sich Experten einig. Wie gelingt das am besten und wie gut ist Oberösterreich aufgestellt?

Was erfolgreiche Gründer anders machen ...

Zugegeben: Ob ein Unternehmen langfristig erfolgreich ist, hängt von unzähligen Faktoren ab, die der Gründer nicht alle beeinflussen kann. Trotzdem gibt es einige Strategien und Verhaltensweisen, die sich oft bei jenen beobachten lassen, die es geschafft haben. Zehn Punkte, die vielleicht den Unterschied ausmachen können.

Zum Unternehmer geboren?

Manche Gründer scheinen wie zum Entrepreneur geboren. Neue Studien weisen darauf hin, dass es scheinbar tatsächlich eine genetische Prädisposition gibt – manchen wird das Unternehmertum schon in die Wiege gelegt. Wie ist das möglich und was bedeutet das? Nikolaus Franke, Leiter des Instituts für Entrepreneurship & Innovation an der WU und akademischer Direktor des Professional MBA Entrepreneurship & Innovation der WU Executive Academiy, im Interview.

Und ab!

Ein Hippie im Geiste, der mit Ende 40 Brillen designt, eine Oberösterreicherin, die das It-Starlet Kim Kardashian und die Oscar-Prominenz mit falschen Wimpern versorgt und zwei junge Architekturstudenten, die einen mit Virtual Reality durch das zukünftige Zuhause führen. Wir haben wieder spannende Start-ups unter die Lupe genommen.

PR

Ausgezeichnet

„It’s up to you!“ Unter diesem Motto hat die Junge Wirtschaft junge erfolgreiche Gründer oder Übernehmer mit dem OÖ. Jungunternehmerpreis 2018 ausgezeichnet. Neun Preisträger in drei Kategorien, die mit neuen Ideen und innovativen Lösungen wichtige Impulse für Oberösterreichs Wirtschaft setzen und zeigen, was mit schöpferischer Kraft sowie unerschütterlichem Willen möglich ist.

Wenn Gründerberater selbst gründen

Die beiden Wirtschaftsanwälte Christian Pindeus und Fritz Ecker haben jahrelang Gründer in Finanzierungs- und Rechtsfragen beraten, nun gründen sie selbst. Die beiden haben als Partner einen neuen Standort der Wiener Kanzlei Oberhammer Rechtsanwälte in Wels eröffnet.

Einmal durchstarten, bitte!

Erfolgreich gestartet. Erfolgreich am Markt gelandet. Und nun? Wachsen, expandieren – am Ball bleiben! Thomas und Maria Reischauer begleiten seit über 30 Jahren Start-ups und Unternehmen. Ihre Erfahrungen zu Strategien und Maßnahmen für ein erfolgreiches Wachstum vom Start-up zum Unternehmen.

PR

Ausgezeichnet

„Show your passion – erfolgreiche Jungunternehmer auf die Bühne“: Unter diesem Motto zeichnete die Junge Wirtschaft (JW) neun junge erfolgreiche Gründer oder Übernehmer mit dem OÖ Jungunternehmerpreis 2019 aus. Es wurden neun Jungunternehmer in drei Kategorien vor den Vorhang geholt, die zeigen, dass es sich lohnt, seiner Leidenschaft zu folgen und an sich und seine Unternehmensidee zu glauben.

Innovation trifft Genuss

Ein Ehepaar, das Kaffeekultur nach Österreich holen will, eine einzigartige Technologie, durch die Wasser mit Geschmack angereichert wird, und ein Onlinedienstleister für den rasant wachsenden Gamestreaming-Markt: drei spannende Jungunternehmen aus Oberösterreich.

Von der Kasse zur Couch

Drei völlig unterschiedliche Probleme, drei digitale Lösungen mit Potential – wir haben mit den Köpfen dahinter über ihre vielversprechenden Projekte gesprochen.

Musterschüler Oberösterreich?

In welchen Bereichen ist der oberösterreichische Wirtschaftsstandort Klassenprimus, wo braucht er noch Förderunterricht? Das haben wir Produktionsunternehmen in ganz Oberösterreich gefragt. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl nehmen zu den Kritikpunkten von Unternehmen und Interessensvertretungen Stellung, zeigen Stärken und Schwächen des Standortes auf und argumentieren die Notwendigkeit des potentiellen Standortentwicklungsgesetzes.