Schneller und genauer JKU-KI
schlägt
Experten

Künstliche Intelligenz lässt Experten alt aussehen

Eine Künstliche Intelligenz (KI) der Johannes Kepler Universität sollte bestimmte Proteine in einer Zelle erkennen – und hat menschliche Experten dabei um längen geschlagen. Die KI war schneller und genauer.

Forscher am Institut für Machine Learning an der Johannes Kepler Universität.

Nachdem Künstliche Intelligenzen bereits in Brett- und Computerspielen ihre Überlegenheit demonstriert haben, zeigt die Johannes Kepler Universität (JKU) nun einen Fortschritt in der Medizinischen Analytik . Mit Hilfe von tausenden Beispielbildern „lernte“ die Künstliche Intelligenz aus dem JKU-Labor, Proteine in Zellen zu erkennen . „In der Praxis ist die KI in mehreren Bereichen relevant. Zum einen in der Pathobiologie, wenn es darum geht, genetische Mutationen zu erkennen. Aber auch in der Medikamentenentwicklung, um zu prüfen, wo und wie Proteine überhaupt wirken“, erklärt die federführende JKU-Wissenschaftlerin Elisabeth Rumetshofer vom Institut für Machine Learning .

Der Ausgang des Versuchs war für die Forscher durchaus überraschend: „Wir waren ziemlich gespannt und haben einen offenen Wettkampf erwartet “, sagt die JKU-Forscherin. Menschliche Experten von der MedUni Wien und dem Kepler Universitätsklinikum lösten die Aufgabe in rund fünf Stunden. Die Dauer der KI-Analyse: 26 Sekunden. Und während der beste Experte 72 Prozent der Proteine richtig zuordnen konnte, schaffte die JKU-KI 91 Prozent.

Mittelfristig werde die neue JKU-KI-Technologie aus der Medizinforschung jedenfalls nicht mehr wegzudenken sein, so Rumetshofer.

Solche und ähnliche Bilder waren Gegenstand der besagten Analyse.