Stil hat ...

Viele Wege führen zum Erfolg. Einer davon ist, über Leichen zu gehen. Ein anderer: mit Stil die Karriereleiter hochzuklettern oder sein Unternehmen nachhaltig zu führen. Doch was genau hat Stil? Was bringt einen weiter und bringt nicht nur Erfolg, sondern auch Würde?

„Stil hat, ein guter Zuhörer zu sein."

Wolfgang Gröller Traunseehotels

„Ich bin kein Überreder, sondern ein Zuhörer“, sagt Gröller, der gemeinsam mit seiner Frau in dritter Generation die Traunseehotels leitet. „Erst wenn man Informationen hat und sein Gegenüber einschätzen kann, ist ein konstruktives Gespräch möglich.“ Stilvoll versucht er aber nicht nur im Vieraugengespräch zu sein, sondern auch bei Ansprachen. „Dann versuche ich frei und nicht aufgesetzt oder nach einem starren Konzept zu sprechen. Verständlich, klar und dem Publikum zugewandt ohne Ausschweifungen mit Höhepunkten und Spitzen, authentisch und humorvoll.“

„Stil hat, mit Rhetorik Menschen für sich zu gewinnen."

Iris Zeppezauer Sekunde Eins

Man betritt den Raum, stellt sich selbstbewusst auf die Bühne und bringt redegewandt sein Thema auf den Punkt. Reicht das, um seine Zuhörer für sich zu gewinnen? „Nein“, sagt Iris Zeppezauer. „Es geht um die Fähigkeit, den Kunden, den Mitarbeiter, das Publikum in deren Denkweise abzuholen. Wer in der Sprache seines Zielpublikums spricht, wird erreichen, dass sich die Menschen für seine Strategie, Visionen und Ziele öffnen.“ Iris Zeppezauer ist mit ihrem Programm „Business Pitch & Akquise – in 60 Sekunden überzeugen und gewinnen“ erfolgreich in Österreich und Deutschland unterwegs. Ihre Vorträge wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

„Stil hat, sein Geld ethisch korrekt und nachhaltig zu veranlagen."

Andreas Mitterlehner Generaldirektor, Hypo Oberösterreich

Die Welt verändert sich. Und mit ihr die Menschen und ihre Werte. Immer häufiger stellen wir uns die Frage nach dem Wie, Warum und Woher. Diese Fragen machen auch vor der Finanzwelt nicht Halt. „Nachhaltige Geldanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung“, sagt Andreas Mitterlehner. Klimawandel, Menschenrecht, soziales Ungleichgewicht – das sind nur ein paar Themen, die auch Anleger beschäftigen. „Nachhaltiges Veranlagen wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.“ Alleine in Europa werde aktuell ein Volumen von elf Billionen Euro in nachhaltige Anlageprodukte investiert. „Es hat sich gezeigt, dass Ethik und Rendite kein Widerspruch sind.“ Anleger sollten bei der Produktauswahl auf anerkannte Qualitätssiegel wie zum Beispiel das Österreichische Umweltzeichen achten. Dann sei auch das ethische Anlagekonzept geprüft und nachvollziehbar.

„Stil hat, auf Understatement zu setzen."

Rudolf Lindorfer geschäftsführender Gesellschafter, Autowelt Linz

Entscheidet man sich für ein Auto, transportiert man damit nicht nur sich und seine Mitfahrer, sondern auch eine gewisse Haltung. Helmut Wenigwieser fährt deshalb seit Jahren Volvo, denn, so der Geschäftsführer von Olina Küchen Studio Steyr, die Marke setze ein Understatement, ohne Abstriche im Komfort oder Design zu machen: „Luxus muss nicht schreiend zur Schau gestellt werden, das hat Stil.“ Um Stil gehe es oft bei der Autokaufentscheidung, weiß Rudolf Lindorfer von der Autowelt Linz. „Die schwedische Automarke spricht anspruchsvolle Leute an, die aber nicht Protz oder Luxusgehabe nach außen zeigen wollen.“

„Stil hat, nicht immer den einfacheren Weg zu wählen."

Traude Wagner-Rathgeb Export- und Marketingmanagerin

#Ähnliche Artikel

„Wien mal anders“

„Wien ist anders“, so heißt es. Aber wie anders ist es? Unter diesem Motto begeben wir uns in die Bundeshauptstadt, um das Getümmel abseits der klassischen Touristenhotspots zu entdecken. Schnee im Sommer, wie Mozart übernachtet oder die Skyline der Stadt ganz alleine genießen: Das alles haben wir dort erlebt.

Tschüss Kuh, hallo Känguru!

Australien nennt sie ihr Zuhause, Österreich ist ihre Heimat. Eva Buchroithner ist ausgewandert und hat sich in Down Under ihr eigenes Business aufgebaut. Mit ihrer Agentur für digitales Marketing expandiert die Oberösterreicherin derzeit kräftig. Doch bevor ihr der erfolgreiche Sprung in das Land der Kängurus gelungen ist, hat Buchroithner so einiges erlebt. Wir haben mit der Jungunternehmerin über ihre außergewöhnliche Geschichte gesprochen.

Ein Flair von New York in Linz

Von Alkoven über München nach New York und wieder zurück nach Oberösterreich: Rebecca Gallistl hat in ihren jungen Jahren schon viel Gastronomieerfahrung gesammelt. Jetzt ist sie zurück in Linz und vereint all diese Eindrücke in ihrem ersten eigenen Lokal. Wir haben die sympathische Jungunternehmerin eine Woche vor der Eröffnung im Café Antonia besucht.

„Das Unmögliche möglich zu machen, treibt mich an“

Grenzen? Scheint er keine zu kennen. Zweifel? Wischt er mit Begeisterung zur Seite. Ilja Jay Lawal ist Modeexperte, Unternehmer, Speaker, Marketingprofi. Und erfolgreich. Was ihn antreibt und wie er es schafft, viele Bälle in der Luft zu halten, erzählt der Wiener im Interview.

Wohin geht’s?

Welche Abzweigung soll ich nehmen? Wie erreiche ich mein Ziel? Was ist überhaupt mein Ziel? Wenn [Martin Zaglmayr](https://zielgeher.at/) diese Fragen gestellt bekommt, dann macht er sich mit seinen Klienten auf den Weg. Wortwörtlich in der freien Natur. Und im übertragenen Sinn. Denn auf diesem Weg würden sie liegen: jene Antworten, die Führungskräfte, Unternehmer, Menschen, die sich weiterentwickeln wollen, suchen. Das nennt sich dann Coaching im Gehen. Warum es gerade jetzt so gefragt ist.

Rein in den Konter!

Sie machen klein. Lächerlich. Oder verkleben den Mund. Verbale Attacken, die uns die Luft abschnüren. Manchmal fällt uns die passende Antwort erst Stunden nach dem rhetorischen Angriff ein. Doch dann ist es zu spät. Wie man sich dagegen wappnen kann, erklärt Kommunikationsexpertin Iris Zeppezauer.

Interview mit...

Dieses Interview können Sie mit sich selber führen, oder Sie stellen die Fragen einer Person, der sie immer schon auf den Grund gehen wollten. Oder Sie machen das Interview mit Silvia Schneider, so wie wir.

Singin’ in the rain

Mit dem Regenschirm ist es ein bisschen wie mit dem Mut: Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem oft. Warum einem das mit Schirmen der [Doppler Manufaktur](https://www.doppler-manufaktur.com/) kaum passiert? Das erzählen drei der Einzelstücke selbst.

20 Fragen, die wir einem Data Scientist immer schon mal stellen wollten …

Lukas Fischer stellt sich gerne Herausforderungen und scheinbar unlösbaren Problemen. Er leitet und koordiniert die wissenschaftlichen Agenden im Bereich Data Science am Software Competence Center (SCCH), wo sich die Lösungen der Probleme wie kleine Puzzlesteine zusammenbauen lassen. Im besten Fall. Unsere 20 Fragen beantwortete er mit links …

Just Newsadoo it!

Die großen Printmedien sind in der Krise, schon seit Jahren. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sagte sich David Böhm und gründete gemeinsam mit Alexandra Auböck und Susanna Wurm Newsadoo. Mit einem vielseitigen Team baut er die Zukunft des Nachrichtenlesens.

Die eierlegende Wollmilchsau

Österreichische Landwirte befinden sich in der schwierigen Lage, hochwertige und zugleich billige Lebensmittel produzieren zu müssen, das Spannungsfeld zwischen hochökologischer und hochökonomischer Produktion zwingt viele junge und kleine Bauern zum Aufgeben. Auch die geringe Wertschätzung in der Gesellschaft beklagen viele. Doch es gibt Hoffnung: Der gegenwärtige Strukturwandel könnte durch stärkere Bewusstseinsbildung der Konsumenten zumindest gebremst werden.

Ich bin hier die Boss

Fest steht: Es gibt viel Luft nach oben beim Frauenanteil in Führungspositionen. Anfang 2020 wurden acht Prozent der Positionen in den Geschäftsführungen und 22,6 Prozent der Aufsichtsratsposten bei den 200 umsatzstärksten Unternehmen in Österreich mit Frauen besetzt (Quelle: Statista.com). Führen Frauen anders als Männer? Und wenn ja, was sind die Führungseigenschaften von Frauen? Wir haben bei acht weiblichen Führungskräften nachgefragt, wie es so ist, „die Boss“ zu sein.

Die kleine Konsumtempelkunde

Vor fast 200 Jahren wurde die erste überdachte Einkaufsstraße in den USA eröffnet. Seither hat sich die Welt der Malls und Shopping-center grundlegend verändert: Mit Spaß und Erlebnis locken sie heute die Menschen in ihre Hallen. Und werden dabei zu regelrechten Touristenattraktionen und einem veritablen Wirtschaftsfaktor.

Alle sagten, das geht nicht...

… dann kam einer, der wusste das nicht und hat‘s gemacht. Es heißt, Menschen brauchen Katastrophen, um zu lernen. Um sich zu wandeln. Klingt beinahe absurd, aber Fakt ist: Ausnahmen sind Vorreiter. Und Krisen sind auch Chancen, wie Chocolatier Josef Zotter selbst schon vor Corona erlebt hat. Nur – was kommt danach? Wie wird die Zukunft aussehen? Das wissen nur wir selbst, wie Zukunftsforscher Harry Gatterer sagt.

Frauen als Finanz-Managerinnen

Was wünschen sich Frauen von Banken? Wie schätzen sie ihre finanzielle Kompetenz ein? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die größte Frauen-Finanz-Studie Oberösterreichs, die von der VKB-Bank in Auftrag gegeben und vom Market Institut durchgeführt wurde. Die Ergebnisse liefern spannende Einblicke.

PR

45 Jahre lang das Mögliche möglich machen

Die Entwicklung des Linzer Flughafens und des Design Centers, die Kulturhauptstadt 2009 und die Internationalisierung der Gäste: Manfred Grubauer hat Oberösterreichs Tourismus über viele Jahre geprägt. Demnächst zieht er sich aus der Wirtschaftskammer zurück – nicht aber aus seiner Rolle als Netzwerker für die Unternehmen.

PR

Der erste Eindruck ist kein Zufall

Der erste Eindruck ist vielmehr die Spur, die man im Gedächtnis des Gegenübers hinterlässt. Wie gut, wie einprägsam, wie außergewöhnlich diese Spur ist, das haben wir selbst in der Hand. Oder geben es in die Hände eines Profis. Wie Style-Coach Julia Maria Moser. Die Inhaberin des Kosmetikinstituts „Prachtwerk“ weiß, wie man beim Vorstellungsgespräch und bei Business-Terminen andere beeindruckt – und auch sich selbst.