Den Erfolg skizzieren

VerVieVas hilft Unternehmen dabei, ihre Botschaften zu erklären – mit einprägsamen Grafiken oder unterhaltsamen Animationsfilmen. Mittlerweile verlassen sich zahlreiche nationale und internationale Konzerne bei der Vermittlung auf die Zeichnungen, die in den Wiener Büros des Unternehmens angefertigt werden.

An Wände kritzeln und Geschichten erzählen? Schon vor Tausenden von Jahren nutzten Menschen diese Techniken: Erfolgreiche Beutezüge und einprägsame Erlebnisse wurden leicht verständlich an Wänden verewigt, die Geschichten darüber bei knisternden Flammen (und vielleicht einer Mammut-Keule) über Generationen hinweg erzählt. „Wir haben diese simple Form der Kommunikation in die neue, digitale Welt übertragen“, sagt Fridolin Brandl. Gemeinsam mit Matthias Cermak leitet der gebürtige Linzer VerVieVas seit der Gründung 2011, mittlerweile arbeitet ein 25-köpfiges Team an den Stories, Illustrationen, Präsentationen und Erklärvideos. Die Stärke: Komplexe Inhalte einfach aufbereiten, sodass alle Zielgruppen ins Boot geholt werden. Die Anwendungen reichen von Inhalten für Öffentlichkeitsarbeit über Produktvorstellungen, Spots für Online-Kampagnen bis hin zu eLearning-Contents und Events. VerVieVas illustriert mit einigen Pinselstrichen, was passiert. Auch interne Kommunikation von Innovationsprojekten, Strategiewechsel bis hin zu den Fragen der digitalen Transformation gehören zu den Kern-Themen. Zu den Kunden zählen renommierte Unternehmen wie etwa voestalpine, A1, Swarowski oder die Allianz, aber auch Start-ups und Innovation-Leader, meist aus dem B2B Bereich. Für die Austrian Airlines zeichnete man die Sicherheitsanweisungen im Flugzeug, mit Erklärvideos wurde Novartis bei der weltweiten Einführung ihres HR Systems (für 120.000 Mitarbeiter) unterstützt, auch die Präsentation des Microsoft Surface Hub in Bremen wurde von den Illustratoren von VerVieVas live begleitet.

Business-Consulting statt Werbeagentur

Während wir im Besprechungsraum sitzen und das Interview führen, beginnt Fridolin Brandl den Prozess des Gesprächs mit den Schwerpunkten und allen Beteiligten zu skizzieren. „So lässt sich nachher auf einen Blick erkennen, über was wir gesprochen haben“, sagt er. Genau auf diese Art und Weise werden etwa auch die Ergebnisse von Vorstands-Sitzungen oder internen Schulungen festgehalten. Dieses “Graphic Recording” funktioniert auch bei großen Events wo die Zeichner von VerVieVas oft direkt auf der Bühne auf digitalen Smartboards die Aussagen live visualisieren. Das Ziel ist, dass sich später jeder mit einem einzigen Blick auf die Zeichnung an die wichtigsten Inhalte erinnern kann. „Es ist unglaublich, wie gut man mit Zeichnungen Meetings oder Gespräche protokollieren kann. Die Spezialisten mit denen ich arbeite, sind so begeistert, weil sie ein sofortiges Outcome, ja Bild ihres Meetings haben, das sie auch sofort teilen oder weiterbearbeiten können. Ein regelrechter Produktivitäts und Motivationsboost“, erzählt er.

VerVieVas kann so etwa die Schnittstelle zwischen dem Technik-Experten und CEO sein, der sein hochkomplexes Produkt erklären will. „Unser Geschäftsmodell verläuft an der Grenze zum Business-Consulting“, sagt Cermak, „dem sind wir definitiv näher als einer klassischen Werbeagentur.“

Vorteil der Zeichnungen: Mit Zeichentrickfiguren oder Strichmännchen könne sich jeder identifizieren, internationale Konzerne können die Illustrationen in verschiedenen Kulturkreisen und auf verschiedenen Kontinenten verwenden.

Storytelling als Schlüssel zum Erfolg

„Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht gut genug verstanden“, soll schon Albert Einstein gesagt haben „Darum ist gezielte Vorbereitung und Identifikation mit dem Fachwissen so wichtig“, erklärt Brandl, der kurz von seiner Zeichnung aufblickt. Gerade in diesem Bereich würde sich die Spreu vom Weizen trennen. Die Details zu einem Krebs-Wirkstoff könne eben nicht jeder interessant vermitteln. „Oft kommen Kunden zu uns, die erzählen, dass ihr Tätigkeitsfeld leider extrem langweilig wäre“, sagt Cermak. „Das liegt meist am Feedback, das sie darauf bekommen, wie ihr Thema präsentiert wird. Wenn wir aber die Leidenschaft herausarbeiten, die in diese Ideen hineingeflossen ist, springt der Funke auch auf die Zuhörer über."

Essentiell für den Prozess ist ein strukturiertes Briefing. „Die Kunden bekommen eine Checkliste, bei der wir nicht nur über das Produkt, sondern vor allem über die Zielgruppe alles erfahren“, sagt Cermak. Sind die Informationen einmal klar strukturiert, werden sie komprimiert, optimal mit der Zielgruppe verbunden, in eine Story gepackt und mit einer Prise Emotion gewürzt. „Am besten ist es dabei, eine Geschichte zu erzählen, die leicht verständlich und trotzdem packend ist“, sagt Brandl. Jedes Unternehmen habe Geschichten – oft persönliche, subjektive Wahrnehmungen. Und genau die hilft man zu verbreiten. Das VerVieVas-Team kann also nicht nur gut zeichnen, zahlreiche Storytelling-Experten sitzen im Büro. „Wir geben auch Workshops in diesem Bereich“, sagt Brandl.

Mittlerweile hat er pünktlich mit dem Ende des Interviews auch den Prozess visualisiert und wichtige Schlagwörter auf seinem kleinen Block skizziert. Mit einem Ruck reißt er den Zettel heraus und drückt ihn mir in die Hand. „Damit du ein Bild von unserem Interview hast.“

VerVieVas

Gegründet_ 2011

Mitarbeiter_ 25

Standort_ Wien

Videos_ VerVieVas hat bis jetzt Videos in 35 verschiedenen Sprachen für Unternehmen in 40 verschiedenen Ländern produziert. Damit ist man führender Anbieter für Erklärvideos in Österreich.

www.vervievas.com

#Ähnliche Artikel

Wohin geht’s?

Welche Abzweigung soll ich nehmen? Wie erreiche ich mein Ziel? Was ist überhaupt mein Ziel? Wenn [Martin Zaglmayr](https://zielgeher.at/) diese Fragen gestellt bekommt, dann macht er sich mit seinen Klienten auf den Weg. Wortwörtlich in der freien Natur. Und im übertragenen Sinn. Denn auf diesem Weg würden sie liegen: jene Antworten, die Führungskräfte, Unternehmer, Menschen, die sich weiterentwickeln wollen, suchen. Das nennt sich dann Coaching im Gehen. Warum es gerade jetzt so gefragt ist.

Innovation Ziegelhaus?

Ziegel werden seit der Jungsteinzeit vor etwa 7.000 Jahren als Baumaterial verwendet. Warum der Baustoff trotzdem modern ist, weiß Maximilian Etzenberger, Geschäftsführer von [Etzi-Haus](https://www.etzi-haus.com/) und [Austrohaus](https://www.austrohaus.at/).

Social-Media-Trends 2021

Seit mehreren Jahren arbeiten die beiden Marketingunternehmen Hubspot und Talkwalker mit ihren Monitoring-Tools sowie externen Branchenexperten zusammen, um die wichtigsten Social-Media-Trends für das kommende Jahr abzuleiten. Und so viel steht fest: Gegen Covid-19 hilft keine Firewall. Die Coronakrise hat ihre Spuren in der digitalen Welt hinterlassen und bestimmt die Social-Media-Trends im Jahr 2021 – die Top Five im Überblick!

Rein in den Konter!

Sie machen klein. Lächerlich. Oder verkleben den Mund. Verbale Attacken, die uns die Luft abschnüren. Manchmal fällt uns die passende Antwort erst Stunden nach dem rhetorischen Angriff ein. Doch dann ist es zu spät. Wie man sich dagegen wappnen kann, erklärt Kommunikationsexpertin Iris Zeppezauer.

„Das Unmögliche möglich zu machen, treibt mich an“

Grenzen? Scheint er keine zu kennen. Zweifel? Wischt er mit Begeisterung zur Seite. Ilja Jay Lawal ist Modeexperte, Unternehmer, Speaker, Marketingprofi. Und erfolgreich. Was ihn antreibt und wie er es schafft, viele Bälle in der Luft zu halten, erzählt der Wiener im Interview.

Von einer Hand zur nächsten

Familienunternehmen – das heißt für die Familie Holter nicht nur, dass sie die Eigentümer ihres Unternehmens [Holter Sanitär- und Heizungsgroßhandel](https://www.holter.at/) sind. Die Geschäftsführer Jasmin Holter-Hofer und Michael Holter begreifen die Bezeichnung als eine Philosophie.

Ehrlich ist nicht entbehrlich

„Unsere Branche kann viel zum Umweltschutz beitragen, aber die Themen sind eben nicht immer so sexy wie Elektromobilität oder Photovoltaik“, kritisiert Josko-Geschäftsführer Johann Scheuringer. „Die Diskussion über Nachhaltigkeit wird viel zu oft von scheinheiligen Marketingmaßnahmen getrieben und blendet dabei realitätsbezogene Ehrlichkeit aus.“ Beim Besuch am Firmenstandort in Andorf hat der Firmenchef und Fensterspezialist einiges zu dem Thema zu sagen.

Global denken, lokal handeln

Mit der Agenda 2030 haben sich die Vereinten Nationen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung bekannt. 193 Mitgliedsstaaten und 17 globale Nachhaltigkeitsziele sollen die „Transformation unserer Welt“ bringen. Wie das gelingen kann? Vor allem auf kommunaler Ebene …

20 Fragen, die wir einem Data Scientist immer schon mal stellen wollten …

Lukas Fischer stellt sich gerne Herausforderungen und scheinbar unlösbaren Problemen. Er leitet und koordiniert die wissenschaftlichen Agenden im Bereich Data Science am Software Competence Center (SCCH), wo sich die Lösungen der Probleme wie kleine Puzzlesteine zusammenbauen lassen. Im besten Fall. Unsere 20 Fragen beantwortete er mit links …

X, Y, Z und BOOM!

Im Arbeitsleben prallen Generationenwelten aufeinander. Und diese lassen viele spannende Chancen für Unternehmen entstehen. Wenn man versteht, wie sie ticken.

Singin’ in the rain

Mit dem Regenschirm ist es ein bisschen wie mit dem Mut: Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem oft. Warum einem das mit Schirmen der [Doppler Manufaktur](https://www.doppler-manufaktur.com/) kaum passiert? Das erzählen drei der Einzelstücke selbst.

Gekommen, um zu bleiben: hybride Events

Warten auf bessere Zeiten? Warten auf die alte Normalität? Keine Option. Jedenfalls nicht für die Tagungsbranche in Oberösterreich. Hier hat man sich neu erfunden. Und vieles davon wird auch nach der Pandemie auf der (digitalen und analogen) Bildfläche bleiben.

Im Angesicht des digitalen Zwillings

Die digitale Transformation wurde in der oberösterreichischen Wirtschafts- und Forschungsstrategie als zentrales Handlungsfeld verankert, um die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts langfristig zu sichern. Die Erwartungen an die Forschung könnten dabei kaum größer sein: In der Rolle des Innovationsmotors soll sie sich wiederfinden. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der [Upper Austrian Research](https://www.uar.at/de/home), spricht im Interview darüber, wie die Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich dieser Herausforderung begegnet.

Eine (Herz-)erwärmende Familie ...

… und was für eine! Die Pelmondo-Geschwister können innerhalb kürzester Zeit ein wahres Feuer entfachen und eine einfache Umgebung in ein stimmungsvolles Ambiente verwandeln. Wie sie bei ihrer Arbeit vorgehen und welche Orte sie am liebsten prägen, erzählen sie am besten selbst.

Auf der Überholspur

Volkswagen läutet nun endgültig sein Elektromobilitätszeitalter ein. Der neue ID.3 ist das erste Fahrzeug des deutschen Automobilherstellers, das von Grund auf als Elektroauto konzipiert wurde. Die Serienmodelle werden ab Dezember ausgeliefert. Porsche Linz-Leonding organisierte für uns eine Probefahrt in der Moon City in Salzburg. Ein Erlebnisbericht …

„Wien mal anders“

„Wien ist anders“, so heißt es. Aber wie anders ist es? Unter diesem Motto begeben wir uns in die Bundeshauptstadt, um das Getümmel abseits der klassischen Touristenhotspots zu entdecken. Schnee im Sommer, wie Mozart übernachtet oder die Skyline der Stadt ganz alleine genießen: Das alles haben wir dort erlebt.

Ich sehe was, was du nicht siehst

„Der ÖAMTC ist ein Innovationstreiber“, erklärt Landesdirektor Harald Großauer. „In Oberösterreich haben wir uns bereits frühzeitig um das Thema E-Mobilität angenommen, Mitarbeiter entsprechend geschult und E-Kompetenz-Stützpunkte aufgebaut.“ Aktuell wird beim Mobilitätsclub nicht nur an einem neuen Abrechnungssystem für E-Ladestationen gearbeitet, sondern auch die Pannenhilfe der Zukunft gestaltet. Künftig wird sich der Techniker bereits melden, bevor eine Panne auftritt – denn er weiß was, was Sie nicht wissen …

Ich bin hier die Boss

Fest steht: Es gibt viel Luft nach oben beim Frauenanteil in Führungspositionen. Anfang 2020 wurden acht Prozent der Positionen in den Geschäftsführungen und 22,6 Prozent der Aufsichtsratsposten bei den 200 umsatzstärksten Unternehmen in Österreich mit Frauen besetzt (Quelle: Statista.com). Führen Frauen anders als Männer? Und wenn ja, was sind die Führungseigenschaften von Frauen? Wir haben bei acht weiblichen Führungskräften nachgefragt, wie es so ist, „die Boss“ zu sein.