Gelebte Familienfreundlichkeit

Während in der öffentlichen Diskussion viel über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen wird und es oftmals bei der Diskussion bleibt, wird im Klinikum Wels-Grieskirchen schon lange gehandelt. Im größten Ordensspital Österreichs gibt es seit mehr als 20 Jahren einen Betriebskindergarten und Krabbelstuben. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden laufend den aktuellen Bedürfnissen angepasst. 2016 wurde das Klinikum dafür beim Staatspreis „Unternehmen für Familien“ mit dem zweiten Platz in der Kategorie Non-Profit-Unternehmen ausgezeichnet.

Rund 3.600 Mitarbeiter sind im Klinikum Wels-Grieskirchen beschäftigt, rund ein Drittel hat Kinder im Alter bis 15 Jahren. Dazu kommen jene, die noch andere familiäre Betreuungspflichten zu erfüllen haben. Julia Stierberger, Leiterin des Personalmanagements am Klinikum Wels-Grieskirchen, ist eine davon. Als zweifache Mutter kennt sie die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gut: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ein gewisses Maß an Flexibilität von beiden Seiten braucht, damit es klappt.“

Motivierte Mitarbeiter

Familienfreundlichkeit bedeute für das Klinikum Wels-Grieskirchen, sich aktiv mit den Bedürfnissen und Lebensumständen der Mitarbeiter auseinander zu setzen und die Angebote immer wieder an die Bedürfnisse anzupassen. Daher plane man aktuell eine flexible Kinderbetreuung, wo Mitarbeiter ihre Kinder tageweise nach Voranmeldung betreuen lassen können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde laufend thematisiert und alle Mitarbeiter und Führungskräfte sensibilisiert. „Denn Familienfreundlichkeit ist für uns nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Selbstverständlichkeit, um langfristig motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter zu haben“, so Stierberger. Ein großer Vorteil für das Unternehmen seien auch kürzere Karenzzeiten, die einen leichteren Wiedereinstieg und besseren Know-how-Transfer mit sich bringen.

Vereinbarkeitsbeauftragte

Die größte Herausforderung der familienbewussten Personalpolitik sei es, alle Mitarbeiter ins Boot zu holen. Es müsse zwischen Personen mit und ohne Betreuungspflichten vermittelt und eine Balance geschaffen werden, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Im Klinikum Wels-Grieskirchen hat man dafür Vereinbarkeitsbeauftragte ernannt, die Mitarbeiter und Führungskräfte beraten und die Personalpolitik allen verständlich und zugänglich machen._

Familienfreundliche Maßnahmen im Klinikum Wels-Grieskirchen:

  • Betriebskindergarten und -krabbelstuben
  • Kinderbetreuung im August
  • regelmäßiges Monitoring und Anpassung der Betreuungsangebote
  • Beratungs- und Vermittlungsstelle für Mitarbeiter und Führungskräfte
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Teilzeit auch für Führungskräfte
  • aktives Karenzmanagement
  • zertifiziert mit dem Audit „berufundfamilie für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen“

#Ähnliche Artikel

Sie haben es getan!

Den Mut aufgebracht. Das Risiko auf sich genommen. Sich selbst verwirklicht. Nächtelang nicht geschlafen. Eine Idee geboren. Und wieder verworfen. Jubelnd gelacht. Verzweifelt geweint. Aber immer daran geglaubt. Und immer weitergemacht. 5 Geschichten. 5 Gründe zum Gründen.

Unternehmerin seit der Kindheit

Stefanie Schauer lebt ihren Traum – den Traum vom Unternehmertum. Neben einer eigenen Werbeagentur gründete sie 2014 das Softwareunternehmen Offisy, das sie trotz einiger Rückschläge mit eisernem Durchhaltevermögen zu einem erfolgreichen Unternehmen aufbaute.

Hoch hinaus ...

… wollen diese Um-, Ein- und Aufsteiger:innen. Sie schlagen neue berufliche Wege ein und wagen es, den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu gehen.

Die eigene Spur gefunden

Gernot Kujal hat in seinem Berufsleben eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich: Der freiberufliche Mitarbeiter bei einem kleinen Finanzdienstleister wird zum hofierten Star in der Verkaufsszene und macht sich selbstständig. Bis ihn ein Burnout fast in den Selbstmord treibt und er Konkurs anmelden muss. Vor einigen Jahren gründete er mit der Talenteschmiede wieder ein Unternehmen – und hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Warum es ein Warum braucht

Sie haben das Rad tatsächlich neu erfunden. Jedenfalls das Kinderrad. Die Idee dazu ist Woom-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka aus Eigennutz gekommen. Um diese auch umzusetzen, brauchte es vor allem zwei Dinge: „Wir hatten von Anfang an ein Why“ und „Wir haben uns wie Yin und Yang ergänzt.“

Warum gerade jetzt der beste Moment zum Gründen ist

Es ist die Mischung aus großer Liebe zum Design, einem angeborenen Wirtinnen-Gen und einer großen Portion Mut, die Katharina Weglehner zum Gründen bewegt hat. Vor allem aber liegt es an ihrer tiefen Überzeugung, dass ihre Idee gerade jetzt am Markt gebraucht wird: ein Hotelprojekt, das dem Fachkräftemangel trotzt, das gleichzeitig ein Design-Showroom ist und rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr junge, kulturbegeisterte Leute nach Bad Ischl lockt.

Von der digitalen Nomadin zur Agenturgründerin

Marketing und Reisen, das sind die zwei großen Leidenschaften von Melanie Hetzer. Und beides lebt sie als Gründerin der Onlinemarketing-Agentur Upgreat aus. Selbstständig sein bedeutet für die junge Niederösterreicherin Freiheit und Flexibilität. Dass sie genau zum Ausbruch der Coronapandemie gegründet hat, sei mehr Vor- als Nachteil gewesen.

„Grat zwischen Risikofreude und Leichtsinn ist schmal“

Gründen kann Sinn stiften und den eigenen Traum verwirklichen. Mit der falschen Motivation oder schlechter Vorbereitung führt der Weg in die Selbstständigkeit aber oft nicht ans Ziel. Einige der größten Chancen und Gefahren des Gründens im Überblick.

„Die Junge Wirtschaft Oberösterreich steht für Mut und Tatendrang“

Bei der Jungen Wirtschaft OÖ tut sich einiges: Der Jungunternehmerpreis ging im Juni über die Bühne und zeichnete Vorbilder der Selbstständigkeit aus. Die neue Initiative #UnternehmenUmwelt zeigt auf, welchen Beitrag junge Unternehmer:innen für eine lebenswerte Zukunft leisten. Und die Lange Nacht der Startups Ende September verspricht geballte Gründer:innenpower.

Gelebte Diversität

Die Vielfalt in unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft ist so präsent wie nie zuvor. Es geht also darum, wie mit ihr umgegangen wird. Und dafür gibt es viele spannende Möglichkeiten! Wir haben uns bei heimischen Vorzeigeunternehmen umgehört und Inspirationen geholt.

„Habt Mut zur Veränderung!“

(Frauen-)Quoten, flexible Arbeitszeitmodelle, behindertengerechte Zugänge, Interkulturalität oder vielfältige Lebensverläufe und Meinungen – Diversität in unserem Alltag und vor allem im Berufsleben ist mannigfaltig. Durchgehend präsent. Und sie polarisiert (noch). Warum Vielfalt so wichtig ist wie nie zuvor und was wir von ihr lernen können: ein Annäherungsversuch.

Erfolg durch Vielfalt

Alter, Geschlecht, kulturelle Hintergründe, Karrierewege und Perspektiven: In all diesen Bereichen herrscht bei Haslinger / Nagele Rechtsanwälte eine große Diversität. Wir haben die Expert:innen für Wirtschaftsrecht in ihrem Wiener Büro besucht und mit drei Mitarbeiter:innen über die Bedeutung von Vielfalt in der täglichen Zusammenarbeit gesprochen. Und schon in dieser Runde zeigte sich: Hier steht das Kleine für das Gesamte.

„Innovationen kommen nicht über Zoom“

Für innovative Ideen müssen sich die Menschen spüren. Vor Ort. Nicht digital. Davon ist Andreas Fill, Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Fill, überzeugt. Und das, obwohl (oder vielleicht gerade weil) er mit dem Future Lab Europas die wohl coolste Wissensfabrik für digitale Talente und innovative Geister geschaffen hat. Das ist jedenfalls die Vision.

Mit Fachkräften aus Drittstaaten gegen die Pflegekrise

Um dem Personalmangel im Pflegebereich entgegenzuwirken, startete das Land Oberösterreich im Frühjahr eine Fachkräftestrategie. 1.500 Vorschläge sind in Summe eingebracht worden. Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer setzt vor allem auf eine Ausbildungsprämie und Personal aus Drittstaaten.

Tax-Homebase für internationale Projekte im Herzen von Linz

Die Icon Wirtschaftstreuhand GmbH ist auf internationale Steuerfragen im Anlagenbauspezialisiert. Bei den Steuerberater:innen aus Linz stehen aber nicht nur Zahlen im Mittelpunkt. Wie vier Expert:innen im Interview verraten, ist vor allem die Kommunikation ein wesentlicher Erfolgsfaktor

Besser Michelangelo sein als spezialisiert

Um die Jahrtausendwende steigt Peter Klatt nach fünfzehn Jahren als Angestellter aus und gründet seine eigene Firma. Drei Wochen später folgt der erste Großauftrag. Heute ist die Klatt Fördertechnik ein wichtiger Teil des Hörmann-Konzerns und entwickelt zukunftsweisende Systeme für Flughäfen bis zur Holzindustrie. Über einen Salzburger, dem es mit seinem Team gelungen ist, die Welt der Fördertechnik neu voranzubringen.

Urlaub am Teller

„Das Beste an frisch gekochten Miesmuscheln ist, dass man am Schluss den schmackhaften Sud noch mit einem schönen Stück Brot genießen kann“, schwärmt Gerald Hackl. Für den Vorstandsvorsitzenden der Vivatis Holding bedeutet dieses Gericht pures Urlaubsgefühl. Denn immer dann, wenn er in Italien einfach mal die Seele baumeln lässt, freut er sich besonders auf Miesmuscheln im Weißweinsud. Ein guter Grund, dieses Gericht gemeinsam zu kochen.

Einmal grünes Arbeitsklima bitte!

Rund 30 Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen durch die Nutzung und Instandhaltung von Gebäuden. Welchen Beitrag erfolgreiches Facility Management zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann, erklärt Robert Punzenberger, Geschäftsführer von FIX Gebäudesicherheit + Service GmbH, einem Tochterunternehmen der Peneder Gruppe aus Atzbach in Oberösterreich.