„... wo das Leben seinen Anfang nimmt und die Liebe niemals endet.“

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in aller Munde. Ein Wertewandel in der Gesellschaft sorgt dafür, dass Familienfreundlichkeit von den Menschen immer stärker gefordert wird. Unternehmen reagieren vermehrt darauf, Familienfreundlichkeit wird zunehmend als Erfolgsfaktor gesehen. Es gibt aber noch viel zu tun.

Kennen Sie den Spruch im Titel? Hängt er vielleicht auch bei Ihnen zu Hause irgendwo an der Wand? Es handelt sich um einen sehr beliebten Spruch, der die Familie beschreibt. 1.390.700 Familien mit Kindern im Haushalt gibt es in Österreich laut den aktuellsten Zahlen der Statistik Austria. Bis 2025 soll Österreich das familienfreundlichste Land Europas werden. Das Ziel hat Familienministerin Sophie Karmasin ausgerufen, um nicht nur die Lebensqualität zu steigern, sondern auch wesentliche Vorteile für die Wirtschaft zu erlangen. Österreich solle diesen Vorteil auch als Standortfaktor verwerten, Familienfreundlichkeit als ein wirtschaftspolitisches Thema anerkannt werden. Der Stellenwert der Familie in der Wirtschaft habe sich in den letzten Jahrzehnten auch bereits gebessert. „Den Verantwortlichen wird immer stärker bewusst, dass es die richtigen Rahmenbedingungen braucht, damit Familie in der modernen Gesellschaft gut gelebt werden kann“, sagt Olaf Kapella, Sozialpädagoge und Forschungskoordinator des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) an der Universität Wien. Insgesamt habe die Familie in der Gesellschaft schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Das zeige sich klar bei allen Wertestudien, so Kapella. Aktuell gebe es einen Trend zu familienfreundlichen Unternehmen. Ein Grund dafür sei auch, dass die Politik mehr Druck auf die Wirtschaft mache.

Gesellschaftliche Werte

Iris Fischlmayr, Professorin am Institut für Internationales Management an der Johannes Kepler Universität Linz, stimmt Kapella zu, dass das Bewusstsein bei den Unternehmen für das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf steigt und sich einiges in Österreich tut. Es werde auch immer mehr von einem Frauen- zu einem Familienthema. „Wir sind aber noch am Beginn, es muss noch mehr getan werden“, sagt Fischlmayr. Sie hat gemeinsam mit einem Forschungsteam der JKU eine Studie zur Vereinbarkeit eines internationalen Karriereweges einer Frau mit einer Familie in unterschiedlichen Ländern gemacht. Ein zentrales Ergebnis dabei: In Österreich gibt es noch ein sehr traditionelles Familienbild und es fehlt häufig an der gesellschaftlichen Akzeptanz für berufstätige Mütter. „Die gesellschaftlichen Werte ändern sich nur langsam und werden auch durch unser Sozialsystem mit langen Karenzzeiten gefördert“, so Fischlmayr. In keinem anderen Land gebe es so lange Karenzzeiten. Als interessantes Studienergebnis nennt Fischlmayr auch die unterschiedlichen Erwartungen in punkto Unterstützung: In westlichen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, Kanada, Niederlande oder Österreich, erwarten sich die Frauen vor allem in Form von Flexibilität in Zeit und Ort Unterstützung von den Unternehmen. In Österreich sieht man es mehr als in anderen Ländern zusätzlich auch als eine Aufgabe des Staates an, einzugreifen: „Es wird eine Menge Unterstützung vom Staat erwartet und gefordert.“ Interviewpartnerinnen aus Kolumbien, Mexico oder Taiwan, aber auch aus Kroatien oder Serbien, sehen es nicht als Aufgabe von Unternehmen an, sie in Kinderbetreuung oder bei der Vereinbarung von Familie und Karriere zu unterstützen. Bei solchen Vergleichen müsse man aber immer die kulturellen und institutionellen Gegebenheiten in den Ländern berücksichtigen. Wo von den Unternehmen keine Unterstützung erwartet wird, ist die Großfamilie weit verbreitet und übernimmt große Teile der Kinderbetreuung. Ebenso sind Kindermädchen relativ günstig und viele Familien beschäftigen Personen für die Hilfe im Haushalt und die Kinderbetreuung. Die Rolle des Staates sei daher ganz unterschiedlich.

Flexible Regelungen

Wegen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen könne man auch keine Best-practice-Modelle von anderen Ländern für Österreich ableiten. Für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren – darunter die soziale Akzeptanz von unterschiedlichen Karriere- und Familienmodellen, die politischen Rahmenbedingungen und die Unternehmenskultur – notwendig. „Die Maßnahmen funktionieren nicht nach dem Gießkannenprinzip“, weiß Fischlmayr. Die Professorin plädiert für flexible Regelungen. Jedes Unternehmen solle sich genau anschauen, was seinen Mitarbeitern hilft: „Es reicht nicht, nur irgendwelche Maßnahmen auf seiner Homepage anzuführen – das muss von Herzen kommen und gelebt werden.“ Mehr Flexibilität und eine bessere Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Partnern soll auch die Kindergeld-Reform bringen. Die vier Pauschalvarianten werden bei Geburten ab dem 1. März 2017 zu einem flexiblen Kindergeld-Konto mit einer fixen Geldsumme. Die Bezugsdauer kann flexibel gewählt werden. Wenn sich beide Elternteile die Karenz teilen, gibt es eine längere Bezugsdauer und einen Partnerschaftsbonus. Das einkommensabhängige Kindergeld bleibt in der bisherigen Form bestehen. Weiters kommt der Papa-Monat, aber ohne Rechtsanspruch. 2016 haben sich 19 Prozent der Väter am Kinderbetreuungsgeldbezug beteiligt.

In punkto familienfreundliche Unternehmen gibt Sozialpädagoge Kapella zu bedenken, dass es in Österreich viele KMUs gebe und da Dinge schwieriger umzusetzen seien als in Großbetrieben. Es müsse aber nicht immer gleich ein Betriebskindergarten angeboten werden, so Fischlmayr. Die Lösungen müssten nicht automatisch mit hohen Geldleistungen verbunden sein, häufig würden bereits kleine Initiativen Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen. Und dies hätte auch wiederum einen positiven Effekt auf das Wirtschaftswachstum: Der Women in Work-Index von PwC prognostiziert Österreich bei einer Steigerung von derzeit 71 auf 79 Prozent der Beschäftigungszahlen von Frauen einen BIP-Anstieg von rund neun Prozent._

Familienfreundliche Unternehmen

Rund 410 Institutionen mit rund 250.000 Beschäftigten, 161.000 Studenten und knapp 20 Prozent der Gemeinden hat die Familie und Beruf Management GmbH mit ihren Audits zur Entwicklung und Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen in Österreich bisher erreicht. Die Familie und Beruf Management ist eine Koordinierungsstelle für Vereinbarkeitsmaßnahmen im Eigentum des Bundesministeriums für Familie und Jugend. Das Audit berufundfamilie ist ein Personalmanagement-Instrument, anhand dessen mit einem Unternehmensberater individuelle Maßnahmen für mehr Familienfreundlichkeit für die Firma festgelegt werden.

Nach einer Bestandsaufnahme, der Festlegung der Strategie und konkreten Maßnahmen, wird das Grundzertifikat durch das Ministerium verliehen. Nach einer dreijährigen Begutachtungsfrist gibt es ein staatliches Gütezeichen. Die Beratungsleistung wird vom Ministerium mit 3.000 bis 5.000 Euro gefördert. „Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen eine Win-Win-Situation für beide Seiten – sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen – sein“, erklärt Elisabeth Wenzl, Geschäftsführerin der Familie und Beruf Management. Es gebe keine 08/15-Maßnahmen, jede Firma werde genau dort abgeholt, wo sie gerade steht. Alle drei Jahre wird der Prozess wiederholt, um auf Veränderungen reagieren zu können: „Die Lebenssituationen verändern sich ständig.“

Seit rund eineinhalb Jahren koordiniert Familie und Beruf Management auch die Initiative „Unternehmen für Familien“ als freiwilliges Netzwerk für Unternehmen und Gemeinden. Durch den Austausch sollen Wege zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgezeigt werden und zum Nachahmen anregen. Mittlerweile haben sich schon über 300 Unternehmen und Gemeinden der Initiative angeschlossen.

Kinderbetreuung

Österreich hat das EU-weite Barcelona-Ziel von 33 Prozent bei der Kinder-betreuungsquote der Unter-Dreijährigen noch nicht erreicht – obwohl dies bis 2010 passieren hätte sollen. Bis 2018 sei es realistisch, dass die 13.000 noch fehlenden Plätze geschaffen werden, erklärt Familienministerin Sophie Karmasin bei der Präsentation der Fortschritte auf dem Weg zum familienfreundlichsten Land Europas bis 2025. Im vergangenen Jahr gab es mit über 11.000 Plätzen den höchsten Zuwachs.

Das Land Oberösterreich hat heuer den Schwerpunkt auf den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und der betrieblichen Kinderbetreuungsangebote gelegt. Aktuell wird rund ein Prozent aller Kinder in Oberösterreich in betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen betreut. 37 Firmen bieten ihren Mitarbeitern ein Angebot. Die Unternehmen können die Kinderbetreuungseinrichtung selbst betreiben, diese an einen dafür gegründeten Verein auslagern oder einen externen Träger beauftragen. Das OÖ Hilfswerk hat als externer Rechtsträger im vergangenen Jahr sechs Krabbelstuben, einen Kindergarten, zwei Sommerkinderbetreuungen und zwei flexible Kinderbetreuungen in Firmen betreut. Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren bereits stark gestiegen und wächst weiter. „Wenn ein Betrieb qualifizierte Arbeitskräfte wieder zurückhaben möchte, muss er im eigenen und im Interesse der Eltern eine Möglichkeit zur Kinderbetreuung zur Verfügung stellen“, sagt Viktoria Tischler, Geschäftsführerin des OÖ Hilfswerks. Eine betriebliche Kinderbetreuung entlaste besonders Eltern von 1- bis 3-jährigen Kindern. Zudem stärke es auch Firmen bei der Positionierung als familienfreundliches Unternehmen.

Wenn sich ein Betrieb für die Einrichtung einer Kinderbetreuung entscheidet und als Rechtsträger das OÖ Hilfswerk auswählt, hilft dieses nicht nur beim räumlichen Konzept, sondern erledigt auch alle organisatorischen Schritte in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich.

Während es bei einer Krabbelstube sehr enge gesetzliche Vorgaben gibt, muss man bei der Einrichtung einer flexiblen Kinderbetreuung weniger Bestimmungen und Richtlinien einbeziehen. Solche Einrichtungen werden häufig für Kleinkinder und die Sommerbetreuung errichtet. Die Kosten für das Unternehmen sind vor allem abhängig von den Öffnungszeiten, die ganz individuell an die Arbeitszeiten der Mitarbeiter angepasst werden. Gefragt nach den Herausforderungen bei der Errichtung einer betrieblichen Kinderbetreuung sagt Tischler, dass es keine „unlösbaren Probleme“ gebe und bei entsprechendem Willen im Unternehmen die Errichtung relativ schnell möglich sei. Die Errichtungszeit ist stark davon abhängig, welche Räumlichkeiten vorhanden sind.

Familien in Österreich in Zahlen

Die Zahl der Familien (Paarhaushalte mit und ohne Kinder aller Altersstufen sowie Alleinerziehenden-Haushalte) ist von 2004 bis 2014 um 4 % auf 2.371.934 gestiegen. Grund dafür ist vor allem die Zunahme kinderloser Paarhaushalte, worunter viele ältere Ehepaare, deren Kinder den gemeinsamen Haushalt bereits verlassen oder Paare, die noch keine Kinder haben, sind.

68 % Ehepaare mit Kindern unter 15 Jahren

18 % Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 15 Jahren

14 % Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren

37 % Einpersonenhaushalte

24 % Paarhaushalte ohne Kinder

26 % Paarhaushalte mit Kindern

7 % Alleinerziehenden-Haushalte

6 % Sonstige (z.B. Zwei- oder Mehrfamilien-Haushalte, Wohngemeinschaften)

Die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug 2,23 Personen.

29,1 Jahre war die Mutter im Durchschnitt bei der 1. Geburt alt. Mütter bekamen im Jahr 2014 ihr erstes Kind im Schnitt um 1,5 Jahre später als die Mütter 2004. Das durchschnittliche Gebäralter bei allen Geburten stieg zwischen 2004 und 2014 um 1 Jahr.

Nach Ende des 2. Weltkriegs und Mitte der 1960er Jahre gab es besonders viele Geburten. Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Geburten relativ stabil, 2014 sind knapp 82.000 Kinder auf die Welt gekommen. Die Zahl der Neugeborenen mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist von 1970 bis 2014 von 97 % auf 81 % zurückgegangen, jene mit einer nicht-österreichischen Staatsbürgerschaft von 3 % auf 19 % angestiegen.

Die Gesamtfertilitätsrate lag bei 1,46 Kindern pro Frau. Sie gibt an, wie viele lebendgeborene Kinder eine Frau zur Welt bringen würde, wenn im Laufe ihres Lebens dieselben altersspezifischen Fertilitätsverhältnisse herrschen würden wie im Bezugsjahr. 2,1 Kinder pro Frau gilt aktuell europaweit als Richtwert, um den Bevölkerungsstand (ohne Ein-/Auswanderung) konstant zu halten

30 Jahre waren Frauen, 32,4 Jahre waren Männer im Schnitt bei ihrer ersten Hochzeit alt. Das Alter ist deutlich angestiegen: Es erhöhte sich innerhalb von 10 Jahren bei den Frauen um 2,1, bei den Männern um 1,8 Jahre. Die im Jahr 2014 geschlossenen Ehen hatten – bezogen auf die Dauer der im selben Jahr geschiedenen Ehen – eine Scheidungswahrscheinlichkeit von 42 %.

Der Anteil aktiv erwerbstätiger 25- bis 49-jähriger Frauen mit Kindern unter 15 Jahren ist im Zeitraum 2004 bis 2014 um 3,7 Prozentpunkte auf 67 % gestiegen, jener der Männer um 0,8 Prozentpunkt auf 91 % gesunken. In dieser Gruppe der Frauen betrug die Teilzeitquote zuletzt 76 % und 31 % wenn sie ohne oder nur mit älteren Kindern leben. Bei Männern lagen die Werte bei 7 % bzw. 5 %.

Gründe für Teilzeiterwerbstätigkeit bei Männer und Frauen von 15 bis 64 Jahren

  • Betreuung von Kindern/pflegebedürftigen Erwachsenen: Männer 5 %, Frauen 38 %
  • keine Vollzeittätigkeit gewünscht: Männer 19 %, Frauen 19 %
  • andere persönliche oder familiäre Gründe: Männer 15 %, Frauen 18 %
  • keine Vollzeittätigkeit gefunden: Männer 17 %, Frauen 11 %
  • schulische oder berufliche Aus- oder Fortbildung: Männer 27 %, Frauen 8 %
  • sonstige Gründe: Männer 17 %, Frauen 6 %

Institutionelle Kinderbetreuung

2004 - 0- bis unter 3-Jährige: 9 %

3- bis unter 6-Jährige: 82 %

2014 - 0- bis unter 3-Jährige: 24 %

3- bis unter 6-Jährige: 92 %

Kinderbetreuungseinrichtungen

Krippen_2004: 773_2014: 1.651

Kindergärten_2004: 4.407_2014: 4.682

Horte_2004: 1.078_2014: 1.152

Altersgemischte Einrichtungen_2004: 573_2014: 1.503

Um 32 % nahm die Anzahl der Kinderbetreuungseinrichtungen in den vergangenen zehn Jahren zu.

Quelle_ Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien 2015

#Ähnliche Artikel

Sie haben es getan!

Den Mut aufgebracht. Das Risiko auf sich genommen. Sich selbst verwirklicht. Nächtelang nicht geschlafen. Eine Idee geboren. Und wieder verworfen. Jubelnd gelacht. Verzweifelt geweint. Aber immer daran geglaubt. Und immer weitergemacht. 5 Geschichten. 5 Gründe zum Gründen.

Unternehmerin seit der Kindheit

Stefanie Schauer lebt ihren Traum – den Traum vom Unternehmertum. Neben einer eigenen Werbeagentur gründete sie 2014 das Softwareunternehmen Offisy, das sie trotz einiger Rückschläge mit eisernem Durchhaltevermögen zu einem erfolgreichen Unternehmen aufbaute.

Hoch hinaus ...

… wollen diese Um-, Ein- und Aufsteiger:innen. Sie schlagen neue berufliche Wege ein und wagen es, den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu gehen.

Die eigene Spur gefunden

Gernot Kujal hat in seinem Berufsleben eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich: Der freiberufliche Mitarbeiter bei einem kleinen Finanzdienstleister wird zum hofierten Star in der Verkaufsszene und macht sich selbstständig. Bis ihn ein Burnout fast in den Selbstmord treibt und er Konkurs anmelden muss. Vor einigen Jahren gründete er mit der Talenteschmiede wieder ein Unternehmen – und hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Warum es ein Warum braucht

Sie haben das Rad tatsächlich neu erfunden. Jedenfalls das Kinderrad. Die Idee dazu ist Woom-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka aus Eigennutz gekommen. Um diese auch umzusetzen, brauchte es vor allem zwei Dinge: „Wir hatten von Anfang an ein Why“ und „Wir haben uns wie Yin und Yang ergänzt.“

Warum gerade jetzt der beste Moment zum Gründen ist

Es ist die Mischung aus großer Liebe zum Design, einem angeborenen Wirtinnen-Gen und einer großen Portion Mut, die Katharina Weglehner zum Gründen bewegt hat. Vor allem aber liegt es an ihrer tiefen Überzeugung, dass ihre Idee gerade jetzt am Markt gebraucht wird: ein Hotelprojekt, das dem Fachkräftemangel trotzt, das gleichzeitig ein Design-Showroom ist und rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr junge, kulturbegeisterte Leute nach Bad Ischl lockt.

Von der digitalen Nomadin zur Agenturgründerin

Marketing und Reisen, das sind die zwei großen Leidenschaften von Melanie Hetzer. Und beides lebt sie als Gründerin der Onlinemarketing-Agentur Upgreat aus. Selbstständig sein bedeutet für die junge Niederösterreicherin Freiheit und Flexibilität. Dass sie genau zum Ausbruch der Coronapandemie gegründet hat, sei mehr Vor- als Nachteil gewesen.

„Grat zwischen Risikofreude und Leichtsinn ist schmal“

Gründen kann Sinn stiften und den eigenen Traum verwirklichen. Mit der falschen Motivation oder schlechter Vorbereitung führt der Weg in die Selbstständigkeit aber oft nicht ans Ziel. Einige der größten Chancen und Gefahren des Gründens im Überblick.

„Die Junge Wirtschaft Oberösterreich steht für Mut und Tatendrang“

Bei der Jungen Wirtschaft OÖ tut sich einiges: Der Jungunternehmerpreis ging im Juni über die Bühne und zeichnete Vorbilder der Selbstständigkeit aus. Die neue Initiative #UnternehmenUmwelt zeigt auf, welchen Beitrag junge Unternehmer:innen für eine lebenswerte Zukunft leisten. Und die Lange Nacht der Startups Ende September verspricht geballte Gründer:innenpower.

Gelebte Diversität

Die Vielfalt in unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft ist so präsent wie nie zuvor. Es geht also darum, wie mit ihr umgegangen wird. Und dafür gibt es viele spannende Möglichkeiten! Wir haben uns bei heimischen Vorzeigeunternehmen umgehört und Inspirationen geholt.

„Habt Mut zur Veränderung!“

(Frauen-)Quoten, flexible Arbeitszeitmodelle, behindertengerechte Zugänge, Interkulturalität oder vielfältige Lebensverläufe und Meinungen – Diversität in unserem Alltag und vor allem im Berufsleben ist mannigfaltig. Durchgehend präsent. Und sie polarisiert (noch). Warum Vielfalt so wichtig ist wie nie zuvor und was wir von ihr lernen können: ein Annäherungsversuch.

Erfolg durch Vielfalt

Alter, Geschlecht, kulturelle Hintergründe, Karrierewege und Perspektiven: In all diesen Bereichen herrscht bei Haslinger / Nagele Rechtsanwälte eine große Diversität. Wir haben die Expert:innen für Wirtschaftsrecht in ihrem Wiener Büro besucht und mit drei Mitarbeiter:innen über die Bedeutung von Vielfalt in der täglichen Zusammenarbeit gesprochen. Und schon in dieser Runde zeigte sich: Hier steht das Kleine für das Gesamte.

„Innovationen kommen nicht über Zoom“

Für innovative Ideen müssen sich die Menschen spüren. Vor Ort. Nicht digital. Davon ist Andreas Fill, Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Fill, überzeugt. Und das, obwohl (oder vielleicht gerade weil) er mit dem Future Lab Europas die wohl coolste Wissensfabrik für digitale Talente und innovative Geister geschaffen hat. Das ist jedenfalls die Vision.

Mit Fachkräften aus Drittstaaten gegen die Pflegekrise

Um dem Personalmangel im Pflegebereich entgegenzuwirken, startete das Land Oberösterreich im Frühjahr eine Fachkräftestrategie. 1.500 Vorschläge sind in Summe eingebracht worden. Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer setzt vor allem auf eine Ausbildungsprämie und Personal aus Drittstaaten.

Tax-Homebase für internationale Projekte im Herzen von Linz

Die Icon Wirtschaftstreuhand GmbH ist auf internationale Steuerfragen im Anlagenbauspezialisiert. Bei den Steuerberater:innen aus Linz stehen aber nicht nur Zahlen im Mittelpunkt. Wie vier Expert:innen im Interview verraten, ist vor allem die Kommunikation ein wesentlicher Erfolgsfaktor

Besser Michelangelo sein als spezialisiert

Um die Jahrtausendwende steigt Peter Klatt nach fünfzehn Jahren als Angestellter aus und gründet seine eigene Firma. Drei Wochen später folgt der erste Großauftrag. Heute ist die Klatt Fördertechnik ein wichtiger Teil des Hörmann-Konzerns und entwickelt zukunftsweisende Systeme für Flughäfen bis zur Holzindustrie. Über einen Salzburger, dem es mit seinem Team gelungen ist, die Welt der Fördertechnik neu voranzubringen.

Urlaub am Teller

„Das Beste an frisch gekochten Miesmuscheln ist, dass man am Schluss den schmackhaften Sud noch mit einem schönen Stück Brot genießen kann“, schwärmt Gerald Hackl. Für den Vorstandsvorsitzenden der Vivatis Holding bedeutet dieses Gericht pures Urlaubsgefühl. Denn immer dann, wenn er in Italien einfach mal die Seele baumeln lässt, freut er sich besonders auf Miesmuscheln im Weißweinsud. Ein guter Grund, dieses Gericht gemeinsam zu kochen.

Einmal grünes Arbeitsklima bitte!

Rund 30 Prozent der globalen CO2-Emissionen entstehen durch die Nutzung und Instandhaltung von Gebäuden. Welchen Beitrag erfolgreiches Facility Management zu mehr Nachhaltigkeit leisten kann, erklärt Robert Punzenberger, Geschäftsführer von FIX Gebäudesicherheit + Service GmbH, einem Tochterunternehmen der Peneder Gruppe aus Atzbach in Oberösterreich.