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 Vom Abfall zur Wertquelle: Wie Logistik den Kreis schließt
v.l. Erik Hansen, Leiter des Instituts für Integrated Quality Design an der Johannes Kepler Universität Linz, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Franz Staberhofer, Obmann Verein Netzwerk Logistik
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Vom Abfall zur Wertquelle: Wie Logistik den Kreis schließt

10. November 2025

Eine neue Studie zeigt, warum Kreislaufwirtschaft mehr ist als ein Nachhaltigkeitstrend und wie Oberösterreich mit Know-how, Innovation und Kooperationen zur Modellregion werden will.

Rohstoffe werden teurer, Lieferketten fragiler, Klimaziele drängender – die Wirtschaft steht vor einer Richtungsentscheidung. Die Antwort darauf könnte in der Kreislaufwirtschaft liegen: einem Modell, das Materialien im Umlauf hält, Abhängigkeiten reduziert und neue Wertschöpfung generiert. Eine aktuelle Studie der Johannes Kepler Universität Linz im Auftrag des Vereins Netzwerk Logistik (VNL), finanziert vom Land Oberösterreich, zeigt: Fast alle befragten Unternehmen – 98 Prozent – sehen in der Kreislaufwirtschaft einen zentralen Hebel für nachhaltige Entwicklung, 92 Prozent attestieren ihr klaren ökonomischen Sinn.

„Um Oberösterreich als führende Industrieregion der Zukunft zu positionieren, müssen wir die großen Transformationsprozesse aktiv gestalten“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. „Die Kreislaufwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stärke verbindet. Logistik ist dabei der entscheidende Erfolgsfaktor. Sie bildet den Blutkreislauf der Wirtschaft und ermöglicht es, Unternehmen, Märkte und Konsumenten miteinander zu verbinden.“

Logistik als Schlüssel

Logistik entscheidet darüber, ob Kreisläufe geschlossen werden können. Smarte Lieferketten, effiziente Rücknahmeprozesse und datenbasierte Vernetzung sind laut Studie die zentralen Voraussetzungen, um Materialien mehrfach zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Achleitner fasst zusammen: „Nur mit intelligenten, vernetzten und flexiblen Lieferketten können wir Kreisläufe effektiv schließen und nachhaltiges Wachstum fördern.“

Diese Haltung teilt auch Franz Staberhofer, Obmann des Vereins Netzwerk Logistik: „Europa muss zu einem Bergwerk für Materialien werden und Oberösterreich sollte als ertragreiche Mine in diesem europäischen Netzwerk eine führende Rolle übernehmen.“ Das Ziel sei klar: Produkte und Vorprodukte sollen künftig als wertvolle Ressourcen behandelt werden. Dafür brauche es neben technischer Innovation auch Weiterbildung. „Was fehlt, ist gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden, um operative Umsetzung und strategische Verankerung zu verbinden“, so Staberhofer. Der VNL-Campus biete hier maßgeschneiderte Trainingsprogramme für Logistik- und Supply-Chain-Manager.

Forschung trifft Praxis

Die Studie „Kreislaufwirtschaft in Unternehmen umsetzen“ liefert konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe – von der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle bis zur Integration von Zirkularitäts-Kennzahlen. Studienautor Erik G. Hansen erklärt: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Unternehmen, die Kreislaufstrategien wie Wartung, Reparatur, Wiederaufbereitung und Recycling breiter und kombiniert einsetzen, nicht nur ihre Nachhaltigkeitsleistung verbessern, sondern auch am Markt erfolgreicher sind.“

Noch gebe es allerdings Nachholbedarf: Nur etwa 40 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über klare Kennzahlen, um Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft messbar zu machen. Zudem sind komplexe Dienstleistungsmodelle wie Miet- oder Sharingangebote bisher selten.

Oberösterreich als Modellregion

Mit seiner starken Industrie, der engen Vernetzung zwischen Forschung, Wirtschaft und Bildung sowie Innovationszentren wie der JKU und der Fachhochschule OÖ hat Oberösterreich beste Voraussetzungen, eine europäische Vorreiterrolle einzunehmen. Der Verein Netzwerk Logistik – mit mehr als 5.500 Mitgliedern Österreichs größtes Wirtschaftsnetzwerk im Bereich Logistik – will diesen Wandel aktiv mitgestalten.

„Die Kreislaufwirtschaft ist Industrie-, Innovations- und Standortpolitik zugleich“, so Achleitner. „Unternehmen in Oberösterreich sind heute bereits mit modernsten Umwelttechnologien im Spitzenfeld. Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Baustein, um unsere Umweltziele zu erreichen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.“

Die Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft ist kein Lippenbekenntnis mehr – sie ist ein Wirtschaftsfaktor. Logistik, Bildung und Forschung werden dabei zu den Taktgebern eines Systems, das den Kreislauf schließt, ökologisch wie ökonomisch.

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Land OÖ / Lina Spenlingwimmer

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