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 Steelsicher am Arbeitsmarkt
Menschen Unternehmen

Steelsicher am Arbeitsmarkt

30. Januar 2026

Wer in den letzten Jahren in Linz unterwegs war, ist nicht drum herumgekommen: die gebrandete Primetals-Straßenbahn. „Das hat Steel“ lautet der Slogan, der einem ins Auge sticht. Dazu die freudvollen Gesichter, die von Plakaten und digitalen Werbemitteln heruntergrüßen. Aber was ist es, das diesen „Steel“ ausmacht? Womit überzeugt Primetals als Arbeitgeber? Ein Gespräch über Unternehmenskultur, die mehr ist als Marketing.

In einem Meetingraum im Firmengebäude von Primetals Technologies in Linz treffen wir die beiden Personen, die für die Image- und Employer-Branding-Kampagne verantwortlich sind: Global Head of Global Marketing and Communication Andreas Fetz und Head of Human Resources Anita Leitner.

„Ja, die gemeinsame Image- und Employer-Branding-Kampagne war vielleicht unser sichtbarstes Projekt in den letzten Jahren“, stellt Fetz fest. Aber sie sei lediglich eine Art Aushängeschild einer Unternehmenskultur, die hier lebt und wirkt – und ohne die jeder Slogan auf einem Plakat nur leere Worte wären. Doch das sind sie auf keinen Fall. „Als wir Gesichter für die Kampagne gesucht haben, meldeten sich über 60 Mitarbeitende, die stolz auf ihren Job bei Primetals sind und es auch zeigen wollten.“ Damit habe man als Arbeitgeber gewonnen, ist Anita Leitner überzeugt: „Mitarbeitende, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, sind die exzellentesten Markenbotschafter.“

Es kann nur nach außen scheinen, wenn es innen brennt.
Andreas Fetz
Head of Global Marketing and Communication, Primetals Technologies

Die WOW-Kultur

Mitarbeitende, die für das Unternehmen brennen, und eine Fluktuationsrate von unter 2,5 Prozent – davon träumt wohl jeder Arbeitgeber. Aber wie schafft man so etwas? Das fragte sich auch Andreas Fetz, der erst vor einigen Monaten ins Unternehmen kam. Schnell wurde ihm klar, dass der Teamspirit hier mehr ist als nur ein schön klingendes Marketingschlagwort. Er prägt eine Unternehmenskultur, die von Anfang bis Ende gedacht wurde. 

Ganz hoch oben auf der Onboarding-Agenda steht das Kulturprogramm „Ways of Working“ – kurz WOW. Die drei Prinzipien: Work together, Deliver Solutions, Take Ownership. Dabei geht es um Wertschätzung, Neugier, Verantwortung und Vorbildfunktion. Sichtbar auf Plakaten in den Standorten, wiederholt durch Führungskräfte und aufgefrischt in regelmäßigen Workshops sind die „Ways of Working“ ein integraler Bestandteil dessen, was Primetals ausmacht. Und das nicht nur in Linz, sondern in allen 23 Ländern, in denen das Unternehmen mit insgesamt rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten ist.

Die attraktive Kultur allein reicht nicht. Das wissen Fetz und Leitner. Doch Primetals punktet als Arbeitgeber auch fachlich. Erst kürzlich startete Primetals in Zusammenarbeit mit der voestalpine und dem Bergbauriesen Rio Tinto ein gemeinsames Forschungsprojekt zur CO₂-neutralen Stahlerzeugung auf Basis von grünem Wasserstoff. „Die Transition hin zum grünen Stahl und Pilotprojekte wie die ‚Hy4Smelt‘-Anlage ziehen junge Menschen an, die einen zukunftsträchtigen, sinnstiftenden Job suchen“, ist Fetz überzeugt. Und das nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Allein am Standort in Linz treffen rund 38 Nationen aufeinander, die Unternehmenssprache ist  hier neben Deutsch natürlich auch Englisch. „Die Möglichkeit, neue Kulturen kennenzulernen und auch bei Einsätzen im Ausland dabei zu sein, das macht den Job bei Primetals für viele unserer Mitarbeitenden so attraktiv“, sagt Leitner.

Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können.
Anita Leitner
Head of Human Resources, Primetals Technologies

Pensionskasse statt Obstkorb

„Einen Obstkorb gibt es bei uns nicht“, lacht die HR-Managerin. Dafür aber zahlreiche Weiterbildungsangebote, ein Gesundheitsprogramm, Pensionskasse, eine sechste Urlaubswoche für über 50-Jährige – da fehlt der Obstkorb vermutlich den wenigsten.

Im Wettkampf um Arbeitskräfte ist die Konkurrenz nicht nur die heimische Stahlbranche, sondern auch andere globale Player. Um sich da zu behaupten, braucht es viel mehr als Benefits. Im Gespräch wird aber schnell klar: Das Unternehmen hat die Bedeutung einer Arbeitgebermarke verstanden. Von der fairen Bezahlung über das attraktive Arbeitsumfeld bis hin zur Arbeitskultur – „das Gesamtpaket muss einfach stimmen“, wie Leitner es ausdrückt. Aber – „wir versprechen nichts, was wir nicht halten können“.  Die Zusammenarbeit unserer beiden Gesprächspartner zeigt, wie die Kombination aus Personalarbeit und Marketing aus Primetals eine Arbeitgebermarke macht, wie sie im Lehrbuch steht.

Auf der Rückfahrt stehen wir an einer roten Ampel. Vor uns ein Bus – und darauf eine der Kampagnenbotschafterinnen mit dem leuchtenden Primetals-Logo in der Hand. „Das hat Steel“ steht dort in fetten Lettern. Nach diesem Gespräch wissen wir: Dieses Versprechen wird gehalten. (Das bestätigen übrigens auch die Arbeitgeberbewertungen auf Google.)_

# Gedankensprung

Wäre Primetals eine Marke im Supermarktregal – wo würde sie stehen?_in der Gemüseabteilung (bunt, vielfältig, nachhaltig, international).

Welcher Satz wird NIE in einer Primetals-Jobanzeige stehen?_„Wenn Sie am liebsten alleine arbeiten, sind Sie bei uns richtig.“

Wie erkennt man, dass jemand perfekt zu Primetals passt?_Die Person ist engagiert, will gerne in Teams arbeiten, hat Innovationsgeist, sucht Herausforderungen und ist flexibel.

Hirn oder Herz/Bauch?_meist beides.

Redaktion

  • Zofia Wegrzecka

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