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 Klug genug, verrückt zu sein
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Klug genug, verrückt zu sein

12. Januar 2026

Manchmal braucht es eine gehörige Portion Mut, Optimismus und Verrücktheit, um das Richtige zu tun. Maximilian Etzenberger und seine Familie haben in den dunkelsten Momenten der Baukrise 40 Millionen Euro in die Hand genommen und in einen neuen Standort für die Etzi-Group investiert – während andere aufgegeben haben. Heute treffen wir in Ried im Traunkreis auf die Etzi-World, das Ergebnis von großen Visionen und Innovationskraft. Und auf eine Familie, die beweist: Zusammenhalt, Familiensinn und der Mut, anders zu denken, sind die wahren Fundamente.

Zu Beginn unseres Besuches werfen wir einen Blick in den fertig ausgestatteten Bungalow im 1.000 Quadratmeter großen Schauraum der Etzi-World. Das „Haus im Haus“ zeigt auf hundert Quadratmetern, wie modernes Wohnen heutzutage aussehen kann. Das Generalunternehmen Etzi ist spezialisiert auf Ziegelfertighäuser und Komplettlösungen. Unser nächster Stopp: die Produktion, um einen Eindruck vom gesamten Standort zu erhalten. Doch zuerst dürfen wir die gesamte Familie hinter dem Unternehmen kennenlernen – und vor die Kamera holen. So viel vorweg: Die Geschichte, die uns Senior Maximilian Etzenberger und Tochter Stefanie später bei der Führung erzählen werden, lieben wir ebenso wie den Familienspirit, den wir beim Shooting spüren. Die Etzi-World beeindruckt nämlich nicht nur durch ihre schiere Größe auf einem Grundstück von 45.000 Quadratmetern, sondern auch durch die Wärme, die uns hier empfängt. Man merkt sofort: Hier wird nicht nur gebaut. Hier wird gelebt. 

Wie Maximilian sein Unternehmen selbst in zwei Worten beschreiben würde? „Innovativ verrückt!“ Die Familie lacht und nickt. Man merkt ihnen an, dass sie sich diese Selbstbeschreibung hart erarbeitet haben. Denn wie verrückt muss man als Unternehmer wohl sein, wenn man bereits im Jahr 2022 die bevorstehende größte Baukrise seit Jahrzehnten voraussieht und trotzdem das Wagnis eingeht, 40 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um ein neues Headquarter aus dem Boden zu stampfen?

Bei uns in der Familie dreht sich immer alles ums Unternehmen.
Stefanie Etzenberger
Geschäftsführerin, Etzi-Group

Als alle sagten: „Unmöglich!“

„Während der Bauphase haben wir aus der Bevölkerung und von der Baubranche immer wieder Konkurs- und Fremdbeteiligungsprognosen gehört. Alle aus der Branche waren skeptisch“, erzählt der Firmengründer. Seine Augen blitzen, er kann nun schon längst darüber lachen. Er erinnert sich aber auch an die Zeit vor dem Baustart. Es musste eine Entscheidung gefällt werden: „Entweder wir investieren in den Neubau und in die Zukunft des Bauens oder wir schließen das Unternehmen.“ Das Aufbrauchen der Reserven kam für ihn nicht infrage. 

Es ist nicht das erste Mal, dass Etzenberger gegen den Strom schwimmt. 1993 gründete er das Unternehmen – aus der Arbeitslosigkeit heraus, als junger Vater mit kleinem Kind, das Büro im Kinderzimmer. „Ich war kein Baumeister, ich hatte von der Baubranche keine Ahnung.“ 2001 dann der unverschuldete Privatkonkurs. Alles weg. Nicht einmal 1.000 Schilling für Weihnachtsgeschenke. Dann die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09. „All diese Krisen haben uns als Familie geprägt und gestärkt. Aber wenn du Krisen gut überstehst, dann lernst du auch daraus. Es ergeben sich Chancen und Möglichkeiten, sich neu auszurichten“, so Maximilians Motto.

Die Kraft der Familie

Sukzessive stieß dann auch die nächste Generation ins Unternehmen dazu: Stefanie ist 2011 nach ihrer Ausbildung eingestiegen. „Ich wollte eigentlich nie ins Familienunternehmen“, gibt sie offen zu. „Aber wenn man damit groß geworden ist, ist das Herzblut einfach da.“ In der Geschäftsführung sind mittlerweile auch Bruder David und Stefanies Mann Johannes. Davids Frau, die sich noch in Karenz befindet, wird ebenfalls eine fixe Position innehaben. Die Mutter, Gerlinde, ist die gute Seele der Firma. „Natürlich ist die Firma immer Gesprächsthema bei uns am Mittagstisch“, erzählt Maximilian und lächelt. „Auch zu Weihnachten.“ Ist das nicht manchmal anstrengend? „Klar gibt es Diskussionen. Aber jeder hat seine Verantwortungsbereiche und wir haben eine gute Aufteilung der Kompetenzen gefunden.“ 

Wir wollen uns abheben und nicht stehen bleiben.
Maximilian Etzenberger
geschäftsführender Gesellschafter und Eigentümer, Etzi-Group

Roboter, die Wände bauen

Unsere Betriebsführung bringt uns ins Herzstück der Etzi-World: die Produktionshalle. Hier stellt die weltweit modernste Ziegelfertigungsanlage die innovativen „Wallment“-Ziegelfertigwände her. Roboter bauen hier Wände mit einer Präzision von 0,1 Millimetern. „Wir können einen kompletten Bungalow in sieben Stunden produzieren und dann in acht Stunden auf der fertigen Bodenplatte aufstellen“, sagt Maximilian stolz. Das ist schneller als jeder Holzriegelbau, schneller als Betonfertigteile, die austrocknen müssen. Bevor es den neuen Standort gab, wurde übrigens noch händisch bei den Kunden vor Ort gebaut, nicht vorproduziert.

Derzeit läuft die Ziegelfertigwand-Anlage bei 30 Prozent Auslastung mit einer möglichen Jahreskapazität von 150.000 Quadratmetern. Bei den „Windowment®“-Fensterkomplettelementen wäre eine Vollauslastung auf bis zu 20.000 Elemente pro Jahr möglich. Beide Produkte sind absolute Neuheiten in der österreichischen Baubranche. „Die Idee war, dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen“, sagt Maximilian. „Und natürlich Produktivität und Qualität zu steigern. Somit schonen wir auch die Gesundheit unseres wertvollen Personals am Bau.“ Aber es geht hier nicht nur um Effizienz. Es geht um Nachhaltigkeit, um Kreislaufwirtschaft. Nichts wird weggeworfen. Der wertvolle Ziegelbruch wird zu Granulat verarbeitet, daraus entstehen Substrate für Dachbegrünungen und Baumgruben. „Wir beliefern mittlerweile Projekte in ganz Österreich“, erzählt Maximilian.

Mut als Überlebensstrategie

Was Maximilian, Stefanie und David antreibt, ist nicht nur unternehmerischer Ehrgeiz. Es ist eine tiefe Überzeugung, dass Stillstand Rückstand bedeutet. „Wir wollen uns von den anderen abheben. Wir wollen nicht stehen bleiben“, sagt Maximilian. Als wir ihn fragen, ob er wieder Unternehmer werden würde, antwortet er, ohne zu zögern: „Nie wieder. Wirklich.“ Er lacht.  

Nachfolgeplanung? „Ich überlasse es meinen Kindern. Die sollen irgendwann selbst Entscheidungen treffen.“ Stefanie nickt. „Wir sind ja schon beteiligt, wir arbeiten bereits im Unternehmen. Aber ich glaube hundertprozentig, dass mein Bruder und ich das gemeinsam schaffen werden, mit meinem Mann und meiner Schwägerin im Background. Sonst wären wir auch jetzt nicht hier.“ 

Wann ist ein Bauprojekt für sie eigentlich gelungen? „Wenn sich die Familie im Haus wohlfühlt.“ Maximilian ergänzt: „Und wenn sie nach dreißig Jahren wiederkommt. Wenn die Kinder unserer Kunden bei uns bauen, weil das Vertrauen schon von Anfang an da ist.“ 3.500 Häuser hat Etzi in über dreißig Jahren gebaut. Nächstes Jahr werden es trotz oder gerade wegen der Krise wieder 200 Einheiten sein. Die Auftragsbücher für das erste Halbjahr 2026 sind bereits gut gefüllt, es geht wieder spürbar in Richtung Aufschwung. Das Angebot von Etzi- und Austrohäusern wurde um sehr preiswerte Systemhäuser („Wally“) erweitert.

Die Home-Expo im Jänner 2026 soll das neue Highlight im Hause Etzi werden – mit einem 110-Quadratmeter-Bungalow, der live in sieben Stunden entsteht. Beim Abschied gibt uns Maximilian noch einen Tipp auf den Weg mit: „Nicht reden, sondern tun. Entscheiden, umsetzen und nicht immer alles zerdenken.“ Es ist dieser Satz, der uns auf der Heimfahrt noch lange beschäftigt. Vielleicht ist es genau das, was Unternehmen wie Etzi von anderen unterscheidet: der Mut, in der Krise nicht zu erstarren, sondern zu handeln. Innovativ verrückt eben._

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Sabine Kneidinger

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