… mit einem, der weiß: Print ist nicht tot. Er hat sich nur verändert. Wie fühlt es sich an, eine Branche durch Hoch-Zeiten und vermeintliche Beerdigungen zu begleiten? Was steckt wirklich hinter dem Mythos „Print ist tot“? Und wie schafft man echte Relevanz in einer schnelllebigen Welt voller Dauerbeschallung? Hermann Plekat, Sales Executive bei Vendo Kommunikation + Druck, ist Experte für Dialogmarketing und – wie er sich selbst nennt – „ein Dinosaurier der Branche“. Wir haben ihm viele Fragen gestellt – die gibt es alle im Podcast zu hören.
Hier ein kleiner Auszug seiner Antworten.
Hermann Plekat | Es gibt Projekte, in die ich sofort verliebt war. Und dann gibt es Dinge, die mir erst auf den zweiten oder dritten Blick die Augen geöffnet haben – etwa, was ein gedrucktes Stück Papier wirklich auslöst. Das hat dafür gesorgt, zu sagen: Das ist es, was ich mein Leben lang machen möchte.
Hermann Plekat | Mach deine Arbeit immer so, dass man dich vermisst, wenn du nicht da bist.
Hermann Plekat | Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, „entweder oder“ zu sagen. Print holt Menschen ab, die sich Zeit nehmen wollen. Digital reagiert auf Konsumverhalten in Echtzeit. Sie prallen aufeinander, wenn ich sie falsch einsetze. Richtig kombiniert sind sie wie ein Orchester: Die Emotionalität und Verbindlichkeit von Print sind wie Streicher. Und das Digitale ist wie die Percussions beim Schlagzeug. Das eine geht nicht ohne das andere.
Hermann Plekat | Damals bin ich in ein Büro gekommen mit einem Teppichboden, der vieles erlebt hat. Man hat es ihm angesehen. Das Fax hat gequietscht, Papier ist aus dem Fach gefallen, weil es übergelaufen war. Ordner über Ordner. Die Röhrenbildschirme haben gebrummt. Und dann war da ein Leuchttisch, auf dem ein Cutter und ein Lineal lagen. Das war mein erster Eindruck.
Hermann Plekat | Relevanz bedeutet: das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt für die richtige Zielgruppe. Wenn ich jemandem im vierten Stock eines Wiener Hochhauses einen Rabattcode für einen Rasenmäher schicke, ist das ein klassischer Streuverlust. Dieser Mensch braucht keinen Rasenmäher. Eine Markise für den Balkon? Da sieht es schon ganz anders aus.
Hermann Plekat | Man muss unterscheiden, worum es geht. Was will ich wann und wie sagen? Die Dosierung macht’s: Ein Haar in der Suppe ist brutal viel, ein Haar auf dem Kopf ist wiederum wenig._
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