

In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl der Gästeankünfte auf Oberösterreichs Campingplätzen von rund 82.000 um 126 Prozent auf prognostizierte 185.000 im Jahr 2024 gewachsen. Auch die Nächtigungen stiegen von 224.000 auf knapp eine halbe Million an. Das liegt vor allem an den Betrieben, die in moderne Technologien und Digitalisierung investieren, an der guten Vermarktung, an der gemeinsamen Themenbespielung sowie dem Fokus auf die Internationalisierung, weiß Landesrat Markus Achleitner. Jede zwölfte Übernachtung in Oberösterreich ist eine Campingnacht. Der Hauptmarkt an Reisenden ist neben Österreich vor allem Deutschland und immer mehr auch Tschechien und die Niederlande. Die Campinggäste sind darüber hinaus eine sehr zahlungskräftige Kundschaft. Im Durchschnitt gibt ein Campingtourist 135 Euro pro Kopf und Tag aus. Ein Drittel der Wertschöpfung fließt in die Stellplätze, zwei Drittel in die Region, wie zum bei Beispiel in Gastronomie, Freizeit oder Handel. Grund genug, dem Segment großen Fokus zukommen zu lassen.
Genau das tun der Oberösterreich Tourismus, die Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe der WKO Oberösterreich sowie Tourismusverbände und der Verein Campingwelt Salzkammergut und bündeln ihre Budgets und koordinieren die Maßnahmen unter dem Dach von „Camping in Oberösterreich“. „Der Oberösterreich Tourismus unterstützt die Campingbranche bei der digitalen Transformation: Wir machen die Betriebe sichtbar, vor allem online, und sorgen für das entsprechende Marketing“, erklärt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus. Auf oberösterreich.at/camping sind alle Campingplätze in der Region sichtbar und buchbar sowie Aktivitäten für den Urlaub angeführt. Zusätzlich wird qualitativ hochwertiger Foto- und Videocontent zur Verfügung gestellt.
Petra Riffert, Obfrau der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe der WKOÖ, wies darauf hin, dass Camping mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei und die Zusammenarbeit durch die OÖ Landesstrategie Camping and Nature Lodging sowie die Kooperation Camping in Oberösterreich zahlreiche Vorteile für alle bringe. Die Rolle der Fachgruppe dabei ist, den Betrieben bei der Weiterentwicklung zu helfen, Schulungen sowie Fachexkursionen zu organisieren, bei denen gemeinsam über den Tellerrand geblickt wird, um von den Besten zu lernen. Erst dieses Jahr holte man sich Inspiration bei Best-Practice-Betrieben in Kärnten und Slowenien.
Stellvertretend für die Campingbetriebe fasste Herta Wiedlroither vom Camp MondSeeLand zusammen: Die Sommersaison war ausgesprochen erfolgreich. Erfolgsfaktoren dabei sind die Qualität, moderne Standards, ein zeitgenössischer Webauftritt, die Online-Buchbarkeit, eine gepflegte und saubere Anlage, technisch bestausgestattete Stellplätze sowie die Freundlichkeit der Betreiber. Sie schätzt den Synergieeffekt zwischen allen Beteiligten für mehr Sichtbarkeit am Markt. Sie sieht viel Potential für die Branche, wenn alle Betriebe weiterhin für sich und gemeinsam an der Qualität von Camping in Oberösterreich arbeiten.
Land OÖ / Margot Haag
Wirtschaftspolitischer Dialog am Hauptsitz der Peneder Gruppe in Atzbach mit dem Oö. Landeshauptmann Thomas Stelzer und Peneder CEO Christian Peneder
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