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 Bosch steigert Umsatz im ersten Halbjahr und bestätigt Jahresprognose
Wettbewerbsfähigkeit und Robustheit weiter steigern
Schon gewusst

Bosch steigert Umsatz im ersten Halbjahr und bestätigt Jahresprognose

Die Bosch-Gruppe erzielt im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 46,4 Milliarden Euro und damit 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ging die operative EBIT-Rendite zurück. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seinen bisherigen Zielen fest.

Bosch hat erstmals Halbjahreszahlen vorgelegt und meldet für die ersten sechs Monate 2026 ein Umsatzplus. Der Umsatz stieg von 44,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 46,4 Milliarden Euro. Rund zwei Milliarden Euro des Wachstums entfielen auf das neu zugekaufte Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi.

Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) erreichte 2,2 Milliarden Euro nach 2,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Die operative EBIT-Rendite sank von 5,1 auf 4,6 Prozent. Belastend wirkten insbesondere Sondereffekte im Mobility-Geschäft.

„Nach einem soliden Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sehen wir uns auf der Zielgeraden für 2026, brauchen aber noch einen starken Endspurt“, sagt Bosch-Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung Markus Forschner.

Bosch hält an Prognose für 2026 fest

Trotz konjunktureller und geopolitischer Unsicherheiten bestätigt Bosch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Erwartet wird weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen zwei und fünf Prozent. Die operative EBIT-Rendite soll zwischen vier und sechs Prozent liegen. Beim Free-Cash-Flow strebt Bosch mindestens ein Prozent des Umsatzes an.

Im zweiten Halbjahr sollen vor allem Wettbewerbsfähigkeit und eine robuste Aufstellung des Unternehmens im Mittelpunkt stehen. Kosten und Komplexität sollen weiter reduziert werden.

„Bosch verfolgt seine Wachstumsstrategie ungeachtet globaler Unsicherheiten konsequent weiter und nutzt Chancen in neuen Technologien, Geschäftsfeldern sowie aufstrebenden Märkten“, erklärt Forschner. „Auch im zweiten Halbjahr steht deshalb die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die robuste Aufstellung des Unternehmens im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Kosten und Komplexität weiter zu reduzieren.“

Unterschiedliche Entwicklung in den Unternehmensbereichen

Im größten Unternehmensbereich Mobility sank der Umsatz leicht um 0,5 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt entspricht das einem Plus von 2,3 Prozent. Neben der stagnierenden Automobilproduktion wirkten sich Wertminderungen auf Produktionsanlagen in Höhe von 270 Millionen Euro aus. Hintergrund ist laut Bosch der gegenüber bisherigen Erwartungen verzögerte weltweite Hochlauf der Elektromobilität.

Industrial Technology steigerte den Umsatz um 6,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Bei Consumer Goods ging der Umsatz hingegen um 2,9 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zurück.

Den größten Wachstumssprung verzeichnete Energy and Building Technology: Der Umsatz erhöhte sich um 45,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Rund zwei Milliarden Euro davon entfielen auf die Akquisition im Geschäftsbereich Home Comfort.

Beschäftigtenzahl sinkt

Zum Ende des ersten Halbjahres beschäftigte Bosch weltweit 406.225 Menschen. Das sind 6.549 weniger als Ende 2025. Besonders stark war der Rückgang im Unternehmensbereich Mobility sowie regional betrachtet in Europa.

In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl von 122.968 Ende 2025 auf 118.932 zur Jahresmitte 2026 – ein Rückgang um 4.036 Beschäftigte.

Der Free-Cash-Flow verbesserte sich unterdessen von minus 2,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 969 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit 41,3 Prozent nahezu stabil. Für Forschung und Entwicklung wendete Bosch im ersten Halbjahr weiterhin einen Anteil von acht Prozent des Umsatzes auf.

Redaktion

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