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AMAG Austria Metall AG: Erfolgreiches 1. Halbjahr 2026 mit deutlichem Ergebnisanstieg

30. Juli 2026

 

  • Operative Stärke am Standort Ranshofen und attraktive Marktbedingungen für die Elektrolysenbeteiligung in Kanada ermöglichten erfolgreiche Geschäftsentwicklung 
  • Umsatz um +8,2 % auf 850,7 Mio. EUR gesteigert (H1/2025: 786,2 Mio. EUR), getragen von höheren Absatzmengen und Aluminiumpreisen 
  • EBITDA-Anstieg um +25,4 % auf 101,1 Mio. EUR unterstreicht hohe Ertragskraft der AMAG-Gruppe (H1/2025: 80,6 Mio. EUR); EBITDA-Marge auf 11,9 % verbessert (H1/2025: 10,3 %; +1,6 pp) 
  • Ergebnis nach Steuern um +73,7 % auf 40,7 Mio. EUR gesteigert (H1/2025: 23,4 Mio. EUR) 
  • Ausblick 2026: EBITDA-Bandbreite für Gesamtjahr bei 170 bis 190 Mio. EUR 

 In einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld setzte die AMAG-Gruppe ihren erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2026 auch im zweiten Quartal fort und steigerte gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 Absatz, Umsatz und Ergebnis. Eine sehr gute operative Performance am Standort Ranshofen ermöglichte deutliche Mengenzuwächse in den strategisch wichtigen Märkten Automobil (+31 %) und Wärmetauscher (+23 %) sowie weiteres Wachstum bei Luftfahrt (+9 %) und industrielle Anwendungen (+2 %). Die Fortführung der Kosteneffizienzmaßnahmen und attraktive Marktbedingungen für die kanadische Beteiligung Alouette wirkten sich zudem positiv auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 aus. 

Victor Breguncci, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Die AMAG-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 ihre operative Stärke und hohe Resilienz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten, US-Zöllen auf Aluminium und einer im internationalen Vergleich hohen Kosteninflation konnten wir unsere Ertragskraft im Halbjahresvergleich um +25 % deutlich steigern und die Profitabilität weiter verbessern. Produktivitätssteigerungen, Optimierungen im Produktmix und ein Absatzrekord im Segment Walzen im zweiten Quartal 2026 trugen wesentlich zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei. Das zeigt einmal mehr die Stärke des AMAG-Teams.“ 

Die Umsatzerlöse der AMAG-Gruppe stiegen im ersten Halbjahr 2026 auf 850,7 Mio. EUR und lagen damit um +8,2 % über dem Vorjahreswert (H1/2025: 786,2 Mio. EUR). Die positive Umsatzentwicklung ist insbesondere auf die gesteigerte Absatzmenge im Segment Walzen sowie das deutlich höhere Aluminiumpreisniveau zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich insbesondere Wechselkurseffekte aus dem stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar aus. 

Der Gesamtabsatz der AMAG-Gruppe lag mit 221.400 Tonnen leicht über dem Vorjahresniveau (H1/2025: 220.400 Tonnen). Logistikbedingte Absatzverschiebungen im Segment Metall kompensierten dabei einen wesentlichen Teil der deutlichen Mengensteigerungen im Segment Walzen, insbesondere in den Bereichen Automobil, Wärmetauscher und industrielle Anwendungen. 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der AMAG-Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2026 signifikant um +25,4 % auf 101,1 Mio. EUR gesteigert werden (H1/2025: 80,6 Mio. EUR). Wesentliche Erfolgsfaktoren waren die starke operative Performance, deutliche Produktivitätssteigerungen und konsequente Kosteneffizienzmaßnahmen in den Segmenten Gießen und Walzen sowie die hohe Produktionsstabilität und attraktiven Marktbedingungen für die Elektrolysenbeteiligung Alouette im Segment Metall. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 11,9 % und spiegelt die positive Entwicklung in allen operativen Segmenten der AMAG-Gruppe wider (H1/2025: 10,3 %).

Das Ergebnis nach Ertragsteuern der AMAG-Gruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um +73,7 % auf 40,7 Mio. EUR und spiegelt damit insbesondere die deutlich verbesserte operative Ergebnisentwicklung wider (H1/2025: 23,4 Mio. EUR). 

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2026 bei -56,7 Mio. EUR (H1/2025: 76,2 Mio. EUR). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die höhere Kapitalbindung infolge des gestiegenen Aluminiumpreisniveaus sowie auf den höheren Metallbestand (u.a. infolge logistikbedingter Absatzverschiebungen im Segment Metall) zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -19,3 Mio. EUR (H1/2025: -27,2 Mio. EUR). Daraus ergab sich ein Free Cashflow von -76,0 Mio. EUR (H1/2025: 49,1 Mio. EUR). 

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich per 30. Juni 2026 auf 421,7 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 321,0 Mio. EUR) und spiegelt insbesondere die gestiegene Kapitalbindung wider. 

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich per 30. Juni 2026 auf 186,1 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 276,5 Mio. EUR). Das Eigenkapital lag zum Halbjahresstichtag bei 740,4 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 717,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug 41,0 % (31. Dezember 2025: 43,2 %). Die AMAG-Gruppe weist damit trotz der vor allem aluminiumpreisbedingt höheren Kapitalbindung weiterhin eine robuste Bilanzstruktur auf. 

Ausblick 2026: 

Auf Basis der aktuellen Auftrags- und Marktlage sowie der getroffenen Annahmen zu relevanten Preisentwicklungen und geopolitischen Rahmenbedingungen blickt der AMAG-Vorstand zuversichtlich auf den Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2026. Die einzelnen operativen Segmente werden derzeit wie folgt eingeschätzt: 

Im Segment Metall wird weiterhin von einer guten Ergebnisentwicklung ausgegangen, getragen von einer hohen Produktionsmenge bei Alouette sowie attraktiven Aluminium- und Rohstoffpreisen. Das Segment Gießen bleibt von einem anspruchsvollen Marktumfeld geprägt, entwickelte sich bislang jedoch positiv. Wesentliche Treiber sind Produktivitätssteigerungen, operative Flexibilität und eine hohe Kosteneffizienz. Im Segment Walzen werden spürbare Mengen- und Produktivitätssteigerungen sowie ein erwarteter Rekordabsatz im Automobilbereich als wesentliche Ergebnistreiber gesehen. Die konsequente Fortsetzung von Kosteneffizienzmaßnahmen wird weiterhin positiven Einfluss nehmen. 

Gleichzeitig bestehen weiterhin zahlreiche Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen, möglichen Änderungen bei US-Einfuhrzöllen und Gegenzöllen, Energiepreisen sowie kurzfristigen Veränderungen relevanter Marktpreise für Aluminium, Prämien, Rohstoffe und Währungen. Zudem können Bewertungsthemen, insbesondere im Zusammenhang mit Risikorückstellungen und Derivatsbewertungen, zu relevanten Ergebnisschwankungen führen. 

Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen erwartet der AMAG-Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 ein EBITDA in einer Bandbreite von 170 Mio. EUR bis 190 Mio. EUR. 

INFOBOX

Über die AMAG-Gruppe 

Die AMAG Austria Metall AG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. Im Bereich AMAG components, mit Stammsitz in Übersee am Chiemsee (Deutschland), werden außerdem einbaufertige Metallteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie gefertigt. 

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