Karrieresprung bei Austrian Standards
Austrian Standards hat mit Thomas Mühl einen neuen Director Standards. Der 49-jährige Wiener hat die Funktion mit 1. April 2026 übernommen und verantwortet damit jene Bereiche, in denen Standards entstehen, sowie den Bereich Forschung und Innovation.
Langjährige Erfahrung in der Normung
Mühl kennt die Normungsarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Laufe seiner Karriere war er sowohl als Anwender als auch als Teilnehmer in nationalen, europäischen und internationalen Standardisierungskomitees tätig. Darüber hinaus verantwortete er strategisches Normenmanagement in Unternehmen.
„Die Standardisierung verändert sich derzeit auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene grundlegend. Umso wichtiger ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten. Mit Thomas Mühl haben wir einen ausgewiesenen Normungsexperten gewonnen, der strategische Erfahrung mit einem tiefen Verständnis für die Anforderungen der Wirtschaft verbindet. So stellen wir sicher, dass Österreichs Wirtschaft auch künftig von einer starken Standardisierung profitiert“, sagt Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards.
Eine zentrale Aufgabe Mühls wird die Entwicklung einer neuen Bereichsstrategie sein. Diese soll die Effizienz und Innovationsfähigkeit stärken und die Normenschaffung technologisch weiterentwickeln.
Digitalisierung verändert die Normungsarbeit
Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge. Dazu zählt die Einführung von Online Standards Development (OSD), das eine effizientere Zusammenarbeit in den Komitees ermöglichen soll.
Gleichzeitig beteiligt sich Austrian Standards auf europäischer und internationaler Ebene an der Entwicklung von SMART Standards. Dabei handelt es sich um Standards, die von Maschinen angewendet, gelesen und übertragen werden können.
Moderne Prozesse und Werkzeuge sollen dabei auch die mehr als 5.000 Expertinnen und Experten aus rund 3.000 Organisationen unterstützen, die in den Normungsgremien tätig sind.
„Die operative und vor allem strategische Bedeutung von Normung und Normenarbeit konnte ich im Laufe meiner Karriere aus erster Hand erfahren. In meiner Verantwortung für diesen Kernbereich bei Austrian Standards ist es mir wichtig, dieses Wissen an Kundinnen und Kunden weiterzugeben und die Relevanz und Zukunftsfähigkeit der Normenschaffung sicherzustellen“, erklärt Mühl.
Standards digital zugänglich machen
Parallel zur Normenschaffung treibt Austrian Standards die Digitalisierung des Zugangs zu Standards voran. Mit der Plattform ONE sollen Standards und damit verbundene Services zentral zugänglich gemacht werden. Ergänzt wird das Angebot durch Norman, den KI-Assistenten von Austrian Standards, mit dem konkrete Fragen zu Standards gezielt beantwortet werden können.
„Mich fasziniert die enorme inhaltliche Breite der Normung. Gemeinsam mit den hervorragenden österreichischen Expertinnen und Experten beschäftigen wir uns mit Themen aus nahezu allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Expertise mit modernen Arbeitsweisen und Technologien zu verbinden und damit die Normung der Zukunft mitzugestalten, ist für mich eine besonders spannende Aufgabe“, so Mühl.
INFOBOX
Thomas Mühl stammt aus Wien und studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Internationales Wirtschaftsingenieurwesen am FH Technikum Wien. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Wirtschaftskammer Österreich im Fachverband Maschinen & Metallwaren. Weitere berufliche Stationen führten ihn zu Unternehmen in Österreich und Deutschland in den Branchen Bauprodukte und Wasserstoff. Seit 1. April 2026 ist er Director Standards bei Austrian Standards.
Redaktion
- DIE MACHER
Fotos
Austrian Standards_Daniel Kalt